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75. Jahre Kretafeldzug und das ewige Dogma der „politisch-korrekten“ Geschichtsschreibung

Es sind nun gut 75 Jahre vergangen, als der Feldzug auf der griechischen Insel Kreta am 22. Mai 1941 seinen Anfang nahm. Um dieses Ereignis ranken sich seit Kriegsende viele Legenden, an denen offenbar nicht gerückt werden darf, da sie unter dem Dogma der „politischen Korrektheit“ oder gar Zensur fallen.

Dies mußte letztes Jahr sogar ein Geschichtsprofessor mit SPD-Parteibuch erfahren, nachdem er wegen seines im Jahre 2011 erschienenem Werkes „Operation Merkur“ aufgrund des 2012 verabschiedeten „Antirassismusgesetz“ von griechischen Behörden angeklagt wurde. Der Straftatbestand, der ihm dabei vorgeworfen wurde, hieß sogar Holocaustleugnung.

Nun hat er allerdings nicht wirklich den Holocaust in Abrede gestellt, sondern lediglich Aussagen bezüglich des Kretafeldzuges getroffen, die offenbar außerhalb der „politisch-korrekten“ Zeitgeisthistoriographie liegen.

So wagte der Historiker Heinz A. Richter in seinem Werk u.a. auf S. 266 zu schreiben, daß die grausamen Anschläge der Partisanen auf Wehrmachtsangehörige erst zu den schlimmen Vergeltungsaktionen gegen Partisanen und Bevölkerung führten.

„Ohne die Ausschreitungen der kretischen Irregulären hätte es keine Repressalien gegeben. Die Vorstellung, die deutsche Seite sei in einem Anfall von Mordlust über harmlose friedliche Kreter hergefallen, ist irreführend. Aus vermeintlicher Political Correctness die Übergriffe der Irregulären zu minimieren oder gänzlich in Zweifel zu ziehen, indem man z.B die Verstümmelungen den kretischen Geiern zuschreibt, oder die kriegsuntypischen Verletzungen ( z.B Messerstiche) auf die Verwendung von ungewöhnlichen Waffen zurückführt, ist als einseitige Exkulpierung zwar zu verstehen, aber deswegen noch lange nicht richtig.“

Bereits auf S. 263 führt er auch aus, daß griechische Partisanen sogar dazu übergegangen sind, sich an verwundeten deutschen Soldaten zu vergehen:

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„Verwundete wurden getötet, Tote geschändet (…) Die Ermordung von Verwundeten erklärt, warum es in den Statistiken der Verluste so wenig Verwundete gab. Fallschirmjäger, die hilflos in den Bäumen hingen, weil sich ihr Schirm verheddert hatte, wurden getötet. Die Toten selbst wurden ausgeraubt und ihnen alles abgenommen, was in den Augen der Kreter wertvoll erschien.“

Ferner zitiert er einen Augenzeugenbericht, welcher verrät, daß sich einige der griechischen irregulären Einheiten an den Leichen von deutschen Gefallenen vergangen haben müssen:

„Guido (Gruner) war tot. Er lag auf dem Rücken. Man hatte ihm die Augen ausgestochen und die Geschlechtsteile abgeschnitten.“

Richters zusätzliche Entmythologisierung der jahrelangen historischen Annahme, nach der der heldenhafte Widerstand der kretischen Partisanen den „Angriff“ auf die Sowjetunion erheblich und kriegsentscheident verzögert hätte, und die obigen Aussagen brachten allerdings noch nicht wirklich das Faß zum Überlaufen.

Das, was der griechischen Justiz wirklich erzürnte, war Richters Aussage, daß „die Schlacht um Kreta einerseits der letzte ’saubere‘ Feldzug des Zweiten Weltkriegs, aber zugleich der Beginn der ’schmutzigen‘ Kriegsführung, die durch Partisanenüberfälle und Repressalien geprägt ist.“

Da half auch nicht mehr Richters SPD-Parteibuch weiter, um von einer Anklage durch die griechische Justiz verschont zu bleiben. Ebensowenig bewahrte ihm seine SPD-Mitgliedschaft davor, daß der Generalstabschef Griechenlands Manoussos Paragioudakis Richter als einen „revanchistischen Nazi“ beschimpfte.

Wie der zweite Verhandlungstag im Februar dieses Jahres ausgegangen ist, wurde von deutscher Seite kaum berichtet. Nur im GRIECHENLAND.NET findet sich eine Information darüber, daß Richter freigesprochen wurde. Überhaupt fand diese Geschichte wenig Widerhall in deutschen Medien. Hatten sie vielleicht Sorge darüber, daß die Masse der Deutschen erfährt, daß selbst ein SPD-Historiker mit seinen Forschungen zu Ergebnissen wider dem Dogma der „politischen Korrektheit“ gelangt? Dies wäre durchaus denkbar! Ob mit dem Urteil bezüglich des Kretafeldzuges nun dogmenfrei geforscht werden darf, wird sich zeigen. Wir hingegen sind jedoch der Meinung, daß es sehr beschämend ist, daß 75 Jahre nach der Landung auf Kreta Geschichtsforscher weiterhin mit einer Freiheitsentziehung zu rechnen haben, sofern sie von der „offenkundigen“ Geschichtsschreibung abweichen.

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Mit dem Vorwurf der Holocaustleugnung ließ sich offenbar nun europaweit ein Zensuredikt schaffen, das künftig eine Forschung jenseits der Zeitgeisthistoriographie sofort kriminaisiert und Abweichungen damit unterbindet.

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