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Unternehmerin in Österreich schlägt „Wahlreifeprüfung“ vor

Die Demokratie kann schon sehr verwirrend sein. Dies zeigte nicht zuletzt das Demokratieverständnis einiger deutscher Politiker, die das Volk mal eben als “Pack oder Mischpoke“ abstempelten. Auch sucht man seit den letzten Landtagswahlen einen Sündenbock und hat den Kampf gegen rechts verschärft, anstatt bei sich nach Fehlern zu schauen. In Österreich bahnt sich jetzt vergleichbares an.

Derzeit finden in Österreich die Bundespräsidentenwahlen statt, bei denen die FPÖ die Nase vorn hat. Während SPÖ und ÖVP sprachlos sind, weil sich die Massen von ihnen abwenden. Auf die Idee dass man selbst dafür verantwortlich sein könnt, scheint man nicht zu kommen und so sucht man sich einen Sündenbock. In diesem Fall die Meinungsforscher. Denn einige Vertreter der Regierungskoalition schlugen vor; vor den Wahlen keine Umfragen mehr zu veröffentlichen, weil diese für die katastrophale Niederlage verantwortlich seien. Aufgrund der Ergebnisse der Bundespräsidentenwahl startete der Kurier sogar eine Serie mit dem Titel “Zweite Republik – war`s das?“ In dieser Serie kam in der Mittwochausgabe die Trachtenmode-Unternehmerin Gexi Tostmann zu Wort. Sie sagte auf die Frage, was kommen würde wenn die zweite Republik zu ende ging:

„Das weiß ich nicht. Es bricht jedenfalls gerade viel zusammen bei SPÖ und bei der ÖVP. Aber dass man dann nur die FPÖ als Alternative sieht? Da bin ich sprachlos. Ich versuche immer, alles zum Wählen zu animieren. Und nach den Gesprächen sage ich oft: Wähle lieber nicht. Eigentlich sollte man nur wählen dürfen, wenn man eine Prüfung macht, dass man wahlreif ist.“


Hätten jetzt SPÖ und ÖVP die Nase vorn, so würde es wohl heißen: “Das Volk hat immer recht“. Entscheidet sich das Volk gegen den bisherigen Weg, dann hat es automatisch unrecht. Eine „Wahlreifeprüfung“ würde letzten Endes nur dafür sorgen, dass die etablierten Parteien weiterhin an der Macht blieben und andere Parteien, wie zum Beispiel die FPÖ, nie das Sagen hätten. Ob man das dann noch als Demokratie bezeichnen kann, erscheint jedoch fraglich. Denn auch wenn es viele nicht wahr haben wollen, Demokratie bedeutet: Macht des Volkes. Eine „Wahlreifeprüfung“ würde diese Macht, aller Voraussicht nach stark einschränken und das Volk unterdrücken. Da jene, die einen Wechsel wollen, nicht mehr an Wahlen teilnehmen dürften.

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