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Edeka plant Stellenabbau, nach Übernahme von Kaiser`s Tengelmann

Es sind schwarze Zeiten für die Angestellten der Supermarktkette Kaiser`s Tengelmann. Bereits im März wurde von Sigmar Gabriel beschlossen, das Edeka das Unternehmen aufkaufen könne und im Ausgleich auf einen Stellenabbau verzichten solle. Nun kam heraus, das nun doch einige Arbeitsplätze auf der Kippe stehen und wegfallen werden.

Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung und das Handelsblatt berichteten am Montag, unter Berufung auf die Gewerkschaft Verdi, die derzeit mit Edeka Tarifverträge aushandelt, dass man bei der Übernahme der Supermarktkette Kaiser`s Tengelmann, nun doch nicht auf einen Stellenabbau verzichten wird. So sollen in Nordrhein-Westfalen mehr als ein Drittel der Stellen wegfallen und rund die Hälfte der Supermärkte in Netto-Discounter, einer Billigmarke von Edeka, umgewandelt werden. Ausschlaggebend für die Zusammenlegung der beiden Supermarktketten, war ein Veto von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel. Er setzte sich damit im März gegen das Bundeskartellamt durch und machte diesen umstrittenen Zusammenschluss dadurch möglich, allerdings unter formelle bestehenden strengeren Auflagen. Diese Auflagen sollten unter anderem dafür sorgen, das Edeka auf einen Stellenabbau verzichtet und einen Großteil der 16.000 Stellen vorerst sichert. Eine Missachtung kann zum Rückzug der Übernahme-Freigabe führen, doch scheint dies Edeka so ziemlich egal zu sein.

Denn das frühere Dienstleitungszentrum von Kaiser`s Tengelmann in Mülheim an der Ruhr, soll komplett geschlossen und die ca. 424 Mitarbeiter sollen entlassen werden. Im weiteren sollen von den 129 Filialen in NRW, gut 61 auf Netto-Format umgestellt und weitere 29 in eigenständige GmbHs der Edeka-Gruppe umgewandelt werden. Die verbliebenen Beschäftigten in anderen Filialen werden entlassen. Im weiteren will Edeka das Logistikzentrum und die Regionalverwaltung in Viersen schließen, nur für die Hälfte der Belegschaften sind anderweitige Arbeitsplätze vorgesehen.

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In der Politik herrscht durchweg überraschtes Schweigen, weil man nicht damit rechnete dass Edeka so schnell Stellenstreichungen planen und bekannt geben würde. „Ich hätte nicht erwartet, dass Edeka so kurzfristig Stellenstreichungen ankündigt und Gabriel damit vorführt“, sagte die wettbewerbspolitische Sprecherin der Grünen, Katharina Dröge, dem Handelsblatt. „Das zeigt, wie naiv es von ihm war, zu glauben, man könne Edeka daran hindern, Mitarbeiter zu entlassen.“ Die Überlegungen des genossenschaftlich organisierten Handelsriesen seien ein “Schlag ins Gesicht der Beteiligten“, sagte die stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Deutschen Bundestag, Gitta Connermann.

Ob Sigmar Gabriel das Abkommen aufhebt und Edeka nun in die Schranken weißt, bleibt wohl zu bezweifeln. Denn schließlich sorgte sein “beherztes“ Eingreifen erst dafür, dass die Übernahme Kaiser`s Tengelmann durch Edeka ermöglicht wurde.

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