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Linsingen-Kaserne Hameln: Was ist dran an den Aussagen?

Die Hamelner Linsingen-Kaserne macht von außen einen ganz guten Eindruck, so dass man dahinter keine hygienische Missstände vermuten würde. Für den Preußischen Anzeiger war ich, Daniel Bischoff, heute, am 27.04.2016 in der Kaserne, da ich mit dem DRK Weserbergland ein Treffen verabredet hatte. Die Einrichtung sollte am vergangenen Wochenende der Unterbringung einiger Hundertschaften der Bereitschaftspolizei dienen und kam dabei in schlechte Kritik, weil sich einige Polizisten über die zum Teil gravierenden Hygienemängel beschwerten.

Mein Eindruck der vorgefundenen Zustände

Der Rundgang begann in Block 3. Dieser hat im Erdgeschoss einen großen Aufenthaltsraum, welcher zuletzt auch ein Kaffee hatte und welches sowohl der Belegschaft, als auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stand. Damit sollten Kontakte zwischen Flüchtlingen und der Einheimischen Bevölkerung entstehen. Im ersten Obergeschoss befinden sich die Zimmer und Duschräume. Die Räume die ich mir anschauen wollte, durfte ich mir selbst aussuchen. Was die hygienischen Mängel angeht, so konnte ich keine entdecken. Auch die Betten, Duschen, Toiletten , Teppichböden in Flur und Zimmer, Wände und Waschbecken, befanden sich einem tadellosem Zustand und wiesen nur leichte Gebrauchsspuren auf. Die Betten wiesen ebenfalls keinerlei Mängel auf.

Danach ging es zu Block 4. Hier befinden sich bereits im Erdgeschoss Zimmer und Duschräume, die Böden im Flur sind mit Kunststoff und in den Zimmern mit Teppich ausgelegt. Das zweite Obergeschoss ist von der Einrichtung her gleich. Auch in diesem Gebäude konnte ich keine hygienischen Mängel feststellen.

Anschließend ging es in die Mensa.
Die Einrichtung der Küche, ist entsprechend der Hygienevorschriften mit Tischen, Schränken und anderem Mobiliar aus Edelstahl eingerichtet. Deren Sauberkeit entspricht den Hygienestandards, die Küchenbelegschaft hat eine entsprechende Schulung. Ich möchte in dem Zusammenhang darauf hinweisen, das man ohne eine entsprechende Hygieneschulung nicht im Lebensmittelbereich arbeiten darf. Allerdings gibt es auch hier neben der einfachen Hygieneschulung, noch eine Schulung im HACCP-Konzept. Dieses findet man unter anderem bei Gemeinschaftsverpflegungen/Catering, im Einzelhandel und Lebensmitteldienstleistern zB. Unternehmen die die Gastronomie beliefern. Näheres dazu hier.
Auch die Mensa an sich befindet sich einem hygienisch einwandfreien Zustand und weißt, wie auch die zuvor genannten Räumlichkeiten, lediglich die üblichen Gebrauchsspuren auf.

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Am Ende wurde mir die hauseigene Waschküche gezeigt.
Sie befindet sich etwas abseits, in einem Gebäude hinter der Mensa. In der Waschküche stehen mehrere Industriewaschmaschinen und eben so viele Trockner. Schmutzwäsche und saubere Wäsche werden gut sichtbar, voneinander getrennt gelagert. Auf einigen Matratzen, Bettbezügen etc. waren lediglich herkömmliche Verschmutzungen zu entdecken. Die gewaschenen hingegen, befanden sich, bis auf einige Gebrauchsspuren, in einem tadellosen Zustand.

Der Gesamteindruck ist im großen und ganzen positiv. Denn die Räumlichkeiten befinden sich, bis auf einige Gebrauchsspuren, in einem einwandfreien Zustand. Auch in der Küche, waren für mich keine Mängel feststellbar.

Nun noch einige Fakten

Wohngebäude
Die Duschen die ich sah, sind allesamt nicht gefliest und die Räume wiesen auch sonst keinerlei Mängel auf.
Die Teppichböden sind ebenfalls, bis auf einige Gebrauchsspuren, ohne nennenswerte Mängel. Selbiges zählt für Wände, Decken, Betten und Waschbecken, auch hier waren keinerlei gravierende Mängel erkennbar.

Küche
In der Küche gab es am Dienstag den 26.04.2016 eine Kontrolle durch das zuständige Gesundheitsamt, bei der Prüfung wurden keine Mängel festgestellt. Im weiteren gab es als Essen für die Hundertschaft keine Suppe, es soll Spinat der Gulasch gegeben haben- meine Begleitung konnte dies jedoch nicht mit Sicherheit sagen. Plastikschalen waren keine zu sehen, in den von der Essensausgabe aus einsehbarem Regal standen Teller und Schalen aus Porzellan. Auch Ungeziefer konnte ich auf dem Rundgang nicht sehen.

Waschküche
Diese wurde erst vor ca. 5Wochen eingerichtet. Die Monate davor, wurde die Wäsche von einer Wäscherei gewaschen. Der Bettbezug mit den Blutflecken, wurde nach der Wäsche, weil diese nicht rausgingen und sich auch sonst farblich nicht veränderten, zur weiteren Untersuchung der Forensik übergeben. Das Ergebnis steht noch aus.

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Zum Gebäude und der Einrichtung, sowie die Vorbereitungszeit auf die Hundertschaften

Das Gebäude war bis Sommer 2014 das Quartier einer britischen Garnison und stand nach deren Abzug, bis zur Einrichtung einer Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge im September 2015 leer. In den anderthalb Jahren des Leerstandes, wurde an den Gebäuden nichts gemacht. Die Einrichtungsgegenstände wurden von den Briten weitestgehend mitgenommen. Die Betten und andere Möbel für alle Zimmer, kamen erst in den vergangenen zwei Monaten. Darunter befanden sich auch Secondhand-Sachen, welche gespendet und vor der Nutzung gewaschen wurden. Für die Reinigung des Gebäudes sind 18 Personen einer Reinigungsfirma zuständig. Als bekannt gegeben wurde, das die Hundertschaften der Bereitschaftspolizei nach Hameln und in der Linsingen-Kaserne untergebracht werden sollen, hatten die Reinigungskräfte 14 Tage zur Vorbereitung der Räume. Aus den anfänglich 500 Personen, was in etwa drei Wohnblöcken entspricht, wurden bald darauf 1000 Personen. Bezogen auf die Gebäudegröße und der allgemeinen Vorbereitungen, sind 14 Tage aus meiner Sicht doch sehr knapp bemessen. Im Link befindet sich eine Übersicht des Kasernen-Geländes.

Nachwort
Alles in allem kann ich in diesem Fall, noch nicht von Klarheit sprechen. Denn die Aussagen der Polizisten und die Begebenheiten vor Ort, könnten kaum widersprüchlicher sein. Zwar konnten einige Fragen beantwortet werden, andere jedoch blieben offen oder es tauchten neue Fragen auf.
Ich werde die Sache weiterhin verfolgen.

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2 comments on “Linsingen-Kaserne Hameln: Was ist dran an den Aussagen?
  1. Schön wäre es, wenn der Autor mal die Untercheidung zwischen „das“ und „daß/dass“ lernen würde. In mehreren Artikel von Herrn Bischoff fiel mir auf, dass er das Wort „dass“ anscheinend nicht kennt. Schade für einen Journalisten, unsere Sprache verflacht!

  2. Pingback: preussischer-anzeiger.de | Linsingen-Kaserne Hameln: Situation geklärt

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