Gewinnspiel


Erfolg für Romowe – Autorin

Ja, sie ist umstritten. Und persönlich hoffe ich, dass sie es bleibt. Wäre sie es nicht, wäre sie nicht sie; aber der Verlag könnte tausende Bücher mehr von ihr verkaufen. Doch Sinnlos- und Weichspülbücher gibt es genug.

Ein Einwand von Hagen Ernst

Die Rede ist von Tanja Krienen. Stolz war ich, als einer der Romowe-Verlagsgründer, als sie zustimmte, ihr aktuelles Werk „Fackeln in der Dämmerung“, über Romowe verlegen zu lassen. Und noch mehr schwellte sich meine Brust, als ihr Buch in der Jungen Freiheit rezensiert wurde.

Und ich freute mich, als man verlautbarte, sie könne auf eine kleine Lesetour gehen. Doch was wäre die Freude ohne Hindernisse?

Und so gab es Blindschleichen die, sich kulturell auf festen Boden bewegend, Kultur nicht als das verstehen was sie ist: streitbar, böse, aufrüttelnd, unartig! Und so kam, was kommen musste. Und so kam, was ich nicht für möglich hielt. Krienen wurde „vertagt“, ausgeladen. Eben weil Kultur heute keine Kultur mehr ist, sondern sich der Gleichstellung bedient. Gerade und bewusst auch bei Büchern, besonders bei politischen. Dabei, davon ist auszugehen, haben die Absager „Fackeln in der Dämmerung“ nicht gelesen – oder, noch schlimmer, nicht verstanden. Immerhin ist es ein vielseitiges Buch. Nicht nur wegen den 376 Seiten. Es sind „Texte aus 4 Jahrzehnten“. Mal links, mal rechts, mal menschlich, mal besonnen, mal verbal ausfallend. Eben kein Buch für einen Wohlfühlabend.

Endlich vermeldete Krienen auf ihrer Facebook-Seite, eine weitere Lesung sei geplant. Ich wünschte ihr Glück und hatte, wenn ich ehrlich zurückblicke, Befürchtungen. Die nächste Absage? Daran könnte, die nach aussen hin stark erscheinende Krienen, zerbrechen. Selbst Thor oder Odysseus wäre dies nicht zu verdenken.

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Doch der Abend kam und wurde erfolgreich.

Der Politiker Reinhard Rupsch schreibt:

Im Kreise von zwei Dutzend aufmerksam Zuhörenden, erlebten wir in Hagen eine Lesung von Tanja Krienen, die einen großen Bogen von der ersten Wahlkampf-Veranstaltung der SPD über das aufgeregte Drumherum des 11. Septembers 2001 bis hin zur political correct verstimmten Gegenwart schlug. Eingeleitet und begleitet durch Musik aus diesen Zeiträumen kam ein Hauch von Kabarett auf.

Ironisches, Bissig-Witziges wie ihr Gedicht über “Brilon-Wald” ließen die Augen der Zuhörer blitzen. Manchmal schien das Publikum etwas überfordert zu sein, wenn mit “Sei Schwarz” und “Sie werden kommen – und ich gehe jetzt” die Zeichen eines dystopischen Zukunftsbildes an die Wand gemalt wurden. Das aber macht den Reiz bei Tanja Krienen aus: Der Leser und Zuhörer ist gefordert. Wer das nicht bewältigt, der kann sich ja von Volker Pispers Rumpelrhetorik beschallen lassen.

Tanja Krienen nötigt uns, RICHTIG zu zu hören. Und so hat sich dieser Abend wirklich gelohnt. Auch die Anfahrt über fast 100 km.

Tanja Krienen Lesung Hagen

Foto von der Lesung (c) Tanja Krienen

Darf man mehr erwarten? Nein? Doch: Sowohl von Tanja Krienen, die sich durchbeißt und uns alle weiter zwingen sollte richtig zu lesen und hin-zu-hören, als auch von den Veranstaltern, die nur noch seichte, politisch korrekte Brühe ihre Leser zum Schlürfen anbieten.

Für mein Teil eicht es aber, etwa 400 Kilometer entfernt, laut zu klatschen und sich mit der streitbaren Autorin zu freuen. Und ehrlich? Ganz leise klatsche ich dabei, denn wir wissen, das auch der leiseste Flügelschlag eines Schmetterlings die Umgebung, die Natur verändern kann, bis hin zum tönenden Grollen der alten Gipfel während des Einsturzes. Und nicht geheim wünsche ich mir: weiter so!

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Denn Tanja Krienen stand und las nicht für sich an diesem Abend. Sondern für tausende kritische Autoren und Künstler in unserer Zeit. Eben für jene, ohne Staatsaufträge aber mit reinem Gewissen.

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