Nach Eiersuche die Friedenssuche

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Ostern? War da nicht was? Nach Eier suchen und Eier rollen, nach Kinderklamauk, nach Gottesdienst…?

Ja, der traditionelle Ostermarsch, Termine und Orte sind hier abgelegt. Da geht es um Frieden. Zumindest ging es einmal um Frieden auf europäischen Boden, gegen Pershing und SS20. Und heute, in Zeiten, in denen der Krieg gegen den ISlam immer mehr Opfer fordert, in denen ein Krieg gegen den Terrorismus zum Krieg gegen das eigene Volk wurde – wofür steht der Ostermarsch dann noch?

Umschreiben wir es so: für bunte Eier, bei denen die Schale mehr und mehr Bedeutung gewinnt, als der verfaulte, stinkende Inhalt.

Denn auch in diesem Jahr haben nicht mehr die Kriegsgegner das Sagen. Überall stehen Linke, Grüne, Sozialdemokraten hinter den Mikrophonen. Also, außer den Linken, jene Mitglieder von Parteien, die für den Einzug der Bundeswehr in die Kriege in aller Welt stimmten, für Waffenexporte stimmten und – diesmal inklusive der Linken – Parteimitgliedern und sonstige Organisatoren die den Krieg auf Deutschlands Strassen unterstützen.

Ostermarsch = Friedensbewegung? Das war einmal. Heute sind diese Aufmärsche Heuchelei und Propaganda, wie die deutsche Diplomatie, wie die Wahlkampfreden, wie die Presseberichte der Neuzeit.

Kein Frieden ist in Aussicht!”, möchte ich rufen, “Solange wir, wir Deutschen, den ISlam fördern, solange wir für Kriege sorgen um Exportweltmeister zu bleiben. Solange wir Waffen an die Feinde Europas verkaufen und verschenken, solange unsere Bundeswehr überall im Einsatz ist. Kein Frieden wird es geben, wenn wir Terroristen ausbilden und Gelder für deren Versorgung ausgeben. Kein Frieden, solange Kriegsverbrecher an den Schalthebeln sitzen!”

Doch es wird nicht erhört werden, weil es nicht in das Denken der Ostermärschler passt. Das sind jene, die bunt sehen wollen und tiefrot fördern, mit Jutesäckchen Biobananen und FairTrade-Kaffee kaufen, um damit ihre Seele zu beruhigen. Jene, die demnächst kopflos wandeln wird…

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