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Ostern: Vom Heidentum bis heute

Ostern ist jedem ein Begriff und bietet, neben der Aussicht auf ein sehr langes Wochenende, Ostereier, Osterfeuer, Schokohasen, Lammbraten, Eiersuche und einiges mehr. Doch was genau ist Ostern und wie hat es sich bis heute entwickelt? Diese scheinbar so einfache Frage, werde ich hie beantworten.

Ostern vom Heiden- ins Christentum

Das Osterfest hat seinen Ursprung im heidnischen Glauben und symbolisiert den Beginn des Frühlings. Das Frühlingsfest wurde am ersten Vollmond nach der Frühlings-Tagundnachtgleiche gefeiert und trug den Namen der Göttin, die damit in Verbindung gebracht wurde: Ostara, die Götting des Frühlings, der Fruchtbarkeit, Wiedergeburt und des Lebens. Das Osterfeuer stammt aus dieser Zeit und stellt den Sieg der Sonne, über den Winter dar. Die Bemahlung der Eier hat beim Frühlingsfest eine große rituelle Rolle. Die Eier malte man meist rot an, weil rot für die Farbe des Blutes der Göttin Ostara stand und Blut wiederum ist das Symbol für Leben. Alle anderen Farben hatten ebenfalls eine rituelle Bedeutung und wurden entsprechend der eigenen Wünsche, welche man an die Göttin hatte, gewählt. Auch fanden Opferungen in Form von Eier, Küken, Lämemr und Hasen statt, um für der Göttin zu huldigen und sie für ein fruchtbares Jahr zu bitten.
Die Eiersuche ist eher eine zur damaligen Zeit, alltägliche Arbeit. Denn im Gegensatz zu heute, konnten sich die Hühner damals frei bewegen und durften in der Gegend herum laufen. Aufgrund dieses freien Lebens, legten die Hennen ihre Eier über all hin, so das man die Eier auch außerhalb des Frühlingsfestes suchen musste.

Im Christentum wurde aus dem Frühlingsfest, das Osterfest welches der Kreuzigung und der Wiederauferstehung von Jesus Christus gewidmet ist. Doch selbst die Kirche schaffte es nicht, sämtliche heidnischen Rituale abzuschaffen und hat einige davon, wenn auch abgewandelt, übernommen. Dies diente vermutlich zur leichteren Integration des Christentums, in das bestehende gesellschaftliche Werte-System. So wurde aus dem Opfer an die Götter, das Festmahl mit dem Lamm. Das Osterfeuer hingegen blieb unverändert erhalten. Was vermutlich daran liegt, das es sich beim Osterfeuer um keine Opfergabe handelt. Die Christianisierung brachte allerdings auch einige neue Osterbräuche, wie zum Beispiel den Ostergottesdienst.

Der Osterhase ist weder ein heidnischer, noch ein christlicher Brauch und beruht eher auf einen Aberglauben der einfachen Menschen; nach diesem die Hasen im Frühling in den Gärten der Menschen nach Nahrung suchten, weil sie nach dem langen Winter nichts mehr zu fressen fanden.

Dadurch entstand der Aberglaube, das die Hasen kamen um die Eier zu verstecken.

Ostern heute

Die Bräuche zum Frühlings- oder Osterfest, blieben über Jahrhunderte ein fester Bestandteil der Gesellschaft. Durch die zunehmende Industrialisierung im Industriezeitalter und die damit einhergehenden grundlegenden Veränderungen der Gesellschaft, brachten einen neuen Glauben hervor: Den Kapitalismus.

Im Kapitalismus dreht sich, wie der Name schon sagt, alles ums Kapital. Geld und Profit sind der Hauptbestandteil dieses Systems und dementsprechend veränderte sich auch die Gesellschaft. Das Kapital hatte zur Folge, das wir in einem immerwährenden Verfall der Werte, Tugenden, Kultur und Traditionen leben und aufwachsen, bis schlussendlich nichts mehr davon übrig ist. Auch ist es um Ideen, seinen Profit zu mehren, nie verlegen. So war es noch vor Jahren üblich, das Schokohasen und anderes, kurz vor Ostern in den Einzelhandel kamen. Mittlerweile ist jedoch so, dass das Osterzeug bereits kurz nach Weihnachten in den Regalen steht. Dies hat nichts mehr mit Ostern zu tun, sondern dient lediglich der Profitmaximierung. Bezogen auf den Schokohasen sein hier noch erwähnt: Schokolade kennen wir in Europa erst seit der Entdeckung Amerikas, daher kann man hier nicht von einer althergebrachten Ostertradition sprechen.

Es ist hieran klar zu erkennen das der Zerfall der gesellschaftlichen Werte, Tugenden und Moralvorstellungen, auch ein Ende der althergebrachten kulturellen Traditionen zur Folge hat. Ostern hat in der heutigen Zeit nichts mehr von seinem ursprünglichen Charakter. Auch ist sein Ursprung, der heutigen Menschheit völlig fremd. Denn in der Schule wird einem das nicht beigebracht und im späteren Leben ist man derart indoktriniert, das einem seine Wurzeln völlig egal sind. Konsum und Profitmaximierung, kennen keine Tradition!

 


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