Das Fenster

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Nur noch Erinnerungen, denn seit dem 13.11.2015 ist nichts mehr, wie es einmal war…….

……ich sitze am geöffneten Fenster, schaue hinunter und genieße meine Zigarette.
Nippe an meinem viel zu heißen Cappuccino, die Floristin aus dem Blumenladen, winkt mir wie jeden Abend freundlich zu.

Der alte Herr Boutier sitzt schon wieder im Bistro und genießt seinen täglichen Rotwein. ” Ein Glas, mehr nicht”, versichert er mir mindestens einmal in der Woche mit einem Lächeln und Augenzwinkern.

Ich lausche dem Klang der Akkordeon-Musik die aus dem Bistro erklingt.

Der Himmel ist ein wenig grau aber dennoch schön, der Himmel über meiner Stadt ist immer schön. Das Flair dieser Stadt, genussvolles Leben, mit einer Leichtigkeit des Seins, ja, ich liebe meine Stadt.

Ein junger Mann, malt mit Kreide ein wunderschönes Bild einer riesigen Schnecke auf die Pflastersteine und ich denke mir:” Ach hätte ich doch auch nur dieses Talent”.
Aber das ist mir leider nicht gegeben.

Einer meiner Nachbarn, schlendert gelangweilt zur Arbeit und der Metzger von der anderen Straßenseite schließt gerade seinen Laden.

Zwei Männer mit Fahrrädern unterhalten sich und bemerken nicht das sie den Gehweg blockieren. Eine ältere Dame macht die Beiden resolut darauf aufmerksam. Lachend machen sie Platz und kurz darauf verabschieden sie sich voneinander und fahren davon.

Ich höre ein Kind quengeln, einen Hund bellen und sehe meine Nachbarin aus dem 1. Stock, wie sie eine andere Frau über den aktuellen Tratsch auf dem laufenden hält.

Der Duft von Kaffee und Gebäck aus dem Cafe von nebenan umwirbt meine Nase und ich bekomme Lust auf Kekse zu meinem Cappuccino.

Nicht viel los mag man denken, doch für mich ist es das wahre Leben.
Ich liebe diese Minuten der Entspannung an meinem Fenster.

Meinen Blick lasse ich schweifen und sehe eigentlich immer die gleichen Dinge. Dazu die vertrauten Geräusche die ich vernehme, die stetig gleichen Gerüche und die mir vertrauten Menschen.

Ich liebe mein Fenster, mein Fenster in Paris.

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