Schutzräume für Frauen im Karneval

Karneval in Deutschland. Jedes Jahr wird fröhlich, ausgelassen und unbeschwert gefeiert. So war es bisher. Unbeschwert war gestern. Nach Silvester hat man dazu gelernt, so werden in Mainz zum Rosenmontag so genannte „Rückzugsräume“ eingerichtet, in denen Frauen Schutz vor Grapschern und ähnlichem finden können, was bisher nie nötig war.

Die Gebäude befinden sich nahe der Umzugstrecke. Polizisten stehen dort bereit, um sich um Frauen zu kümmern, die sich bedrängt oder bedroht fühlen.

Die Allgemeine-Zeitung schreibt:

Die Idee zu den „Rückzugsräumen für Frauen“ war in Reaktion auf massenhafte sexuelle Übergriffe auf Frauen in der Kölner Silvesternacht vom rheinland-pfälzischen Integrationsministerium sowie vom Innenministerium zunächst eher unkoordiniert ins Spiel gebracht und erst dann in Gesprächen zwischen Innenministerium, Stadt, Polizei und MCV näher ausgestaltet worden. Nicht nur in den ausgewiesenen Gebäuden, sondern überall im Getümmel der Fastnacht fänden Frauen in Gefahrensituationen rasch Hilfe, darauf wies die Polizei erneut hin. An zusätzlichen 15 „Präsenzpunkten in der Innenstadt werden am Rosenmontag jeweils mindestens zwei Beamte postiert.

„Die Fastnacht ist unsere Lebensart und Ausdruck unserer Lebensfreude. Das lassen wir uns von nichts und niemandem kaputt machen“, bekräftigte Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) erneut.

Und Polizeipräsident Reiner Hamm versprach: „Die Mainzer Polizei unternimmt alles, was in ihrer Macht steht, um für die Sicherheit von Besuchern und Teilnehmern zu sorgen“.

Warum die Sorge? Von traumatisierten Fachkräften und Akademikern geht doch keine Gefahr aus … Planen etwa „Rechtsextreme“ Aufmärsche?

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