Kriesinger: Geht’s noch schäbiger?

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Alexandra Kriesinger zur Bericherstattung der Hildesheimer Allgemeinen 25.1.2016 zum Attentat auf einen Wahlkampfhelfer der AfD.

Kriesinger AfD AttentatWir sind erschüttert über Ihre Berichterstattung vom 25. Januar über das Attentat auf ein Mitglied der AfD. Da schießt jemand auf den Wahlkampfhelfer einer Partei, der vor dem Attentäter schon auf der Flucht ist und der Hildesheimer Allgemeinen ist dieser Vorfall nicht mehr wert als FÜNF Zeilen. Kein Entsetzen, keine Empörung, lediglich ein knapper, nüchterner Bericht. Unglaublich.

Und dann findet der Leser unter diesem Kurzbericht einen Hinweis auf die “Rechten Thesen” der AfD auf Seite 3. Im Zusammenhang wirkt es fast wie eine Erklärung für dieses Attentat. Geht’s noch schäbiger? Ja.

Auf dieser Seite drei wird unter dem negativ gehaltenen Bericht über den Wahlkampf in Sachsen-Anhalt auch noch ein Artikel gesetzt, in dessen Titel Assoziationen zum Nationalsozialismus hergestellt werden: “Der Zynismus des Nutzers ‘Josef Mengele’”. Ist so etwas Zufall?

Wie hätte der Artikel in dieser Zeitung wohl ausgesehen, wenn ein Mitglied der etablierten Parteien Ziel eines solchen Attentats gewesen wäre? Wo ist der Aufschrei in den Medien und von den etablierten Parteien über diesen schrecklichen Vorfall? Wo bleiben die Solidaritätsbekundungen der Parteien? Ist es schon normal, dass man einen Unterschied macht, je nachdem, welcher Parteizugehörigkeit die Zielperson eines Attentats ist? Alexandra Kriesinger Kreisvorsitzende AfD Hildesheim

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