Ohne Moos nix los!


Was sind wir für ein Volk?

Gastkommentar von Alexandra Kriesinger

Aus vorauseilender Vorsicht stellen wir uns unsere alten Bräuche infrage.

Da muss ich heute lesen, dass sich eine rheinische Stadt entschieden hat, ihren Karnevalszug abzusagen, weil man Bedenken wegen der Flüchtlinge hat. Geht`s noch ?

Alexandra KriesingerAls waschechte Rheinländerin bin ich entsetzt und schäme mich für dieses Zurückweichen. Ich bin mit dem Karneval aufgewachsen. Schon die Kinder freuen sich jedes Jahr darauf, im Kostüm mit ihren Eltern am Zug zu stehen. Ein absolutes Highlight. Auch später als Erwachsener gehören diese Tage zum festen Bestandteil des Jahres. OK…wer damit nicht groß geworden ist, mag das vielleicht nur schwer nachvollziehen können. Aber ihr ahnt vielleicht dunkel, was das für viele von uns bedeutet. Wir haben seit jeher die innere Sicherheit, dass diese Ausgelassenheit nicht missverstanden wird. Wir lieben es in der fünften Jahreszeit zu feiern und sind zu dieser Zeit besonders kommunikativ und aufgeschlossen. Das hat sich rumgesprochen, deshalb kommen Menschen auch von weit her, um bei uns eine schöne Zeit zu verbringen.

Die Tradition des Karnevals geht zurück bis ins Mittelalter. Und wenn man recherchiert, wann er denn überhaupt mal ausgefallen ist, dann waren immer nur Kriege die Ursache. Da drängt sich natürlich die Frage auf: Ist es schon wieder so weit?

Liebe Karnevalisten: Lasst euch euern Karneval nicht wegnehmen! Helft mit, dagegen anzugehen. Aber nicht indem wir uns den Gewalttätern anpassen, sondern indem den Gewalttätern das Handwerk legen. Und unser Leben weiterleben wie wir es wollen.

In diesem Sinne: Nicht „Allahu-akbar“ sondern „Alaaf“!

Alexandra Kriesinger Kreisvorsitzende Hildesheim

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