Ohne Moos nix los!


Nicht Köln sondern Offenburg, nicht begrapscht sondern erfroren

Kommt alle her, hier ist das reiche Deutschland! – so oder so ähnlich sind die Aussagen von Merkel und Gauck in alle Richtungen unserer Welt. Und dabei werden die vergessen, die eben nicht reich sind. Die erste Kältetote von Deutschland im Winter 2015/16 war eine 57-jährige wohnungslose Frau, die bereits am 06. Dezember 2015 in einem Waldstück in der Nähe von Offenburg (Baden-Württemberg) tot aufgefunden wurde.

Kein Brennpunkt, keine Bild-Sensationsschlagzeile. warum auch, ist ja nur eine …

In den letzten 24 Jahren (seit 1991) waren mindestens 289 Kältetote unter Wohnungslosen zu beklagen. Sie erfroren im Freien, unter Brücken, auf Parkbänken, in Hauseingängen, in Abrisshäusern, in scheinbar sicheren Gartenlauben und sonstigen Unterständen. Durch die Kälte besonders bedroht sind die ca. 39.000 Wohnungslosen, die ganz ohne Unterkunft auf der Straße leben.

berichtet die Seite gegen-hartz.

Und man hört schon die verarmende Mittelschicht rufen: Wieso, es gibt doch für jeden Hilfe in Deutschland. Selbst Schuld seien die, die diese nicht annehmen. Selbst Schuld, jene die nicht arbeiten gehen (wollen). Weil es sich so einfach sagen lässt.

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Und doch, die Schuld liegt woanders. Bei jedem selbst. Der Deutsche hat verlernt sich, seine Gemeinschaft, zu unterstützen. Auch wenn Kommunen die Pflicht haben, Obdachlosen zu helfen – die erste Bürgerpflicht, so scheint es, ist es Asylanten und Flüchtlingen zu helfen. Darüber berichten die Medien – und nicht über die paar Kältetoten mit Personalausweis. Dabei sollte es bei dieser Hilfe nicht um Nationalität und Ausweispapiere gehen – doch das Klatschen am Bahnhof war eben amüsanter, als weiter zu denken.

Der Aufschrei von Köln und anderen Städten wird den Überlebenskünstlern auf der Strasse wenig nützen. Aber vielleicht beginnt hier ein Umdenken – und die Hilfe zum Nachbarn. Und vielleicht spüren Merkel undGauck, die Kälte in ihrem Herzen, wenn sie demnächst nicht „Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger“ sondern „Liebes Volk“ ausformulieren. Man wird ja noch träumen dürfen …

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