Fehlentscheidung des ZDF und das Warum

Deutschland, Medien , , , , ,

mit diesem Bild und der Bildunterschrift

“Die Nachrichtenlage war klar genug. Es war ein Versäumnis, dass die 19 Uhr heute die Vorfälle nicht wenigstens gemeldet hat. Die heute-Redaktion entschied sich jedoch, den geplanten Beitrag auf den heutigen Tag des Krisentreffens zu verschieben, um Zeit für ergänzende Interviews zu gewinnen. Dies war jedoch eine klare Fehleinschätzung.” stellvertretender ZDF-Chefredakteur Elmar Theveßen

versucht die Nachrichtensendung heute (ZDF) per Facebook die Wogen zu glätten.

Man mag sich Fragen wer beim ZDF die Entscheidungen trifft. Aufgabe der Redaktion wäre es gewesen sofort zu berichten. Immerhin liegt Köln in Deutschland und es war ein Fall mit überregionalen Auswirkungen. Warum also traute sich die Redaktion nicht, das brisante Thema aufzunehmen? Warum musste heute+ erst die Internetgemeinde fragen?

Auf Twitter & Facebook teilen- Gutes tun und gewinnen!
Auf Twitter & Facebook teilen-
Gutes tun und gewinnen!

Das “Adenauerfernsehen”, wie das Zweite vormals im Volke genannt wurde, ist nicht frei. Weder in der Themenfindung noch in der Auswertung oder gar Gestaltung ihrer Themen. Sie fragten sich bisher, warum zum Beispiel die Nachrichtenlage aus den USA wichtiger war, als die heimatliche? Sie fragten sich bisher, warum einseitig über Pegida berichtet wurde? Oder warum man eine Gehirnwäsche zum Thema Flüchtlinge bekam? Warum das ZDF nicht unabhängig berichten kann? Die Antwort ist einfach:

Das ZDF hat einen Verwaltungsrat, bestehend aus 8 Mitgliedern:

Ilse Brusis (SPD), Staatsministerin a. D., im Verwaltungsrat seit 4. März 2005
Reinhard Göhner (CDU), Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, im Verwaltungsrat seit 29. Juni 2012
Hans-Günter Henneke, Geschäftsführendes Präsidialmitglied des Deutschen Landkreistages, im Verwaltungsrat sei 1. Juli 2012
Hildegund Holzheid (CSU), Präsidentin a. D. des bayerischen Verfassungsgerichtshofs und des Oberlandesgerichts München, im Verwaltungsrat seit 1. Juli 2002 als vom Fernsehrat gewähltes Mitglied.
Hans Georg Koch, Ministerialdirigent a. D., im Verwaltungsrat seit 1. Juli 2012
Michael Schmid-Ospach, im Verwaltungsrat seit 1. Juli 2012
Barbara Thomaß, im Verwaltungsrat seit 1. Juli 2012
Gerd Zimmermann (CDU), Rektor der Bauhaus-Universität Weimar, im Verwaltungsrat seit 7. Dezember 2007.

Das ZDF hat einen Fernsehrat, bestehend aus:

je einem Vertreter der vertragsschließenden Länder, der von der zuständigen Landesregierung entsandt wird,
drei Vertreter des Bundes, die von der Bundesregierung entsandt werden,
12 Vertreter der Parteien entsprechend ihrem Stärkeverhältnis im Bundestag, die von ihrem Parteivorstand entsandt werden,
zwei von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) entsandten Vertretern,
zwei von der Katholischen Kirche (Deutsche Bischofskonferenz, Katholisches Büro) entsandten Vertretern,
einem vom Zentralrat der Juden in Deutschland (ZdJ) entsandten Vertreter,

sowie

je einem Vertreter des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), von ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V. – und des Deutschen Beamtenbundes (DBB),
zwei Vertretern der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), einem Vertreter des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), einem Vertreter des Zentralausschusses der Deutschen Landwirtschaft (ZDL) und einem Vertreter des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH),
zwei Vertretern des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV),
je einem Vertreter des Deutschen Journalistenverbandes e.V. (DJV) und der ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V. – aus dem Fachbereich für Medien,
vier Vertretern der Freien Wohlfahrtsverbände, und zwar je einem des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland, des Deutschen Caritasverbandes e.V. (DCV), des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und des Hauptausschusses der Deutschen Arbeiterwohlfahrt e.V. (AWO),
je einem Vertreter des Deutschen Städtetages (DST), des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB) und des Deutschen Landkreistages (DLT),
einem Vertreter des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB),
einem Vertreter der Europa-Union Deutschland e.V. (EUD),
je einem Vertreter des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) und des Naturschutzbundes Deutschland (NABU),
einem Vertreter des Bundes der Vertriebenen – Vereinigte Landsmannschaften und Landesverbände e. V. (BdV),
einem Vertreter der Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS)

und nicht zuletzt

16 Vertretern aus den Bereichen des Erziehungs- und Bildungswesens, der Wissenschaft, der Kunst, der Kultur, der Filmwirtschaft, der Freien Berufe, der Familienarbeit, des Kinderschutzes, der Jugendarbeit, des Verbraucherschutzes und des Tierschutzes, berufen von den Ministerpräsidenten der Länder.

Hinzu kommen noch weitere Parteibuchträger in gehobenen Positionen.

Ist Ihnen nun klar, warum das ZDF zögert, warum es einseitig berichtet, warum … obwohl

Der Auftrag des ZDF lautet: Mit einem Vollprogramm aus Information, Bildung und Unterhaltung den Fernsehteilnehmern in Deutschland einen objektiven Überblick über das Weltgeschehen und insbesondere ein umfassendes Bild der deutschen Wirklichkeit zu vermitteln. […]

Die Programme des ZDF sind den publizistischen, ethisch-moralischen und gesellschaftlichen Standards und rechtlichen Vorgaben der Sachlichkeit, Objektivität, Ausgewogenheit, Unabhängigkeit und Fairness verpflichtet.

Wie der Sender auf seiner Zuschauerfrageseite selbst betont.

Hingegen dieser Grundsätze ist das ZDF ein Staatsfunk. Einen Hinweis ergibt diese Liste:

Vertreter des Bundes und der Länder
Bund:
Maria Böhmer, MdB, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, CDU
Eva Christiansen, Leiterin des Stabs Politische Planung, Grundsatzfragen und Sonderaufgaben im Bundeskanzleramt, CDU
Thomas Oppermann, MdB, Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion
Länder:
Baden-Württemberg: Peter Kurz, Oberbürgermeister von Mannheim
Bayern: Markus Söder, MdL, Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat des Freistaates Bayern, CSU
Berlin: Richard Meng, Staatssekretär, Sprecher des Senats von Berlin
Brandenburg: Erhard Thomas, Staatssekretär a. D., ehemaliger Regierungssprecher
Bremen: Olaf Joachim, Staatsrat, Leiter der Senatskanzlei
Hamburg: Carsten Brosda, Bevollmächtigter für Medien
Hessen: Kai Klose, MdL; Landesvorsitzender der Partei Bündnis 90/Die Grünen in Hessen
Mecklenburg-Vorpommern: Christian Pegel, Minister, Vorsitzender der SPD Vorpommern
Niedersachsen: Jörg Mielke, Staatssekretär, SPD
Nordrhein-Westfalen: Marc Jan Eumann, Staatssekretär, SPD
Rheinland-Pfalz: Brun-Otto Bryde, Verfassungsrichter a. D.
Saarland: Peter Jacoby, Minister a. D., Geschäftsführer der Saarland-Sporttoto GmbH, CDU
Sachsen: Fritz Jaeckel, Staatsminister
Sachsen-Anhalt: Rainer Robra, Staatsminister, CDU
Schleswig-Holstein: Eberhard Schmidt-Elsaeßer, Staatssekretär, SPD
Thüringen: Benjamin-Immanuel Hoff, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Chef der Staatskanzlei des Freistaates Thüringen
Vertreter der Parteien
CDU:
Wolfgang Bosbach, MdB
Franz Josef Jung, MdB, Bundesminister a. D., Stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
Ruprecht Polenz, ehem. Generalsekretär
Peter Tauber, MdB, Generalsekretär
SPD:
Christine Bergmann, Bundesministerin a. D.
Martin Stadelmaier, Staatssekretär a. D.
Yasmin Fahimi, Staatssekretärin
CSU:
Andreas Scheuer, Generalsekretär
Bündnis 90/Die Grünen:
Simone Peter, Bundesvorsitzende
FDP:
Nicola Beer, Generalsekretärin
Christian Lindner, Bundesvorsitzender
Die Linke:
Gesine Lötzsch, MdB
Vertreter der Religionsgemeinschaften
Römisch-katholische Kirche in Deutschland:
Beate Bäumer, Leiterin des Katholischen Büros Schleswig-Holstein
Hans Langendörfer, SJ, Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz
Evangelische Kirche in Deutschland:
Hans Ulrich Anke, Präsident des Kirchenamtes der EKD
Marlehn Thieme, Mitglied des Rates der EKD
Zentralrat der Juden in Deutschland:
Salomon Korn, Vizepräsident
Weitere Vertreter[Bearbeiten]
Deutscher Gewerkschaftsbund:
Michael Sommer, SPD
Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di):
Frank Werneke, Stellvertretender Bundesvorsitzender
Deutscher Beamtenbund:
Klaus Dauderstädt, Bundesvorsitzender
Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände:
Viktor Otto, Leiter der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Christina Ramb, Leiterin der Abteilung Planung, Koordination, Grundsatzfragen
Deutscher Industrie- und Handelskammertag:
Achim Dercks, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer
Zentralausschuss der Deutschen Landwirtschaft:
Michael Lohse, Pressesprecher des Deutschen Bauernverbandes
Zentralverband des Deutschen Handwerks:
Holger Schwannecke, Generalsekretär
Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger:
Clemens Bauer, Ehrenvorsitzender des Zeitungsverlegerverbandes Nordrhein-Westfalen, ehemaliger Vorsitzender der Geschäftsführung der CDU-nahen Rheinische Post Verlagsgesellschaft
Valdo Lehari jr., Geschäftsführer und Verleger des Reutlinger General-Anzeigers
Deutscher Journalisten-Verband:
Michael Konken
Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (ver.di):
Inez Kühn, Bereichsleiterin Medien und Publizistik ver.di
Freie Wohlfahrtsverbände:
Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel, Vorstandsvorsitzende des Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung e. V.
Monsignore Peter Neher, Präsident des Deutschen Caritasverbandes
Rudolf Seiters, Deutsches Rotes Kreuz, Präsident, Bundesminister a.D, CDU
Wilhelm Schmidt, Deutsche Arbeiterwohlfahrt e.V., Vorsitzender des Präsidiums des Bundesverbandes e. V., ehemaliger SPD-Politiker
Deutscher Städtetag:
Charlotte Britz, Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Saarbrücken
Deutscher Städte- und Gemeindebund:
Gerd Landsberg, Geschäftsführendes Präsidialmitglied
Deutscher Landkreistag:
Hans Jörg Duppré, Ehrenmitglied, Landrat des Landkreises Südwestpfalz, CDU-Mitglied
Deutscher Olympischer Sportbund:
Hans-Peter Krämer, Vizepräsident
Europa-Union Deutschland:
Rainer Wieland, MdEP, CDU, Präsident der Europa-Union Deutschland
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland:
Klaus Brunsmeier, Stellvertretender Vorsitzender
Naturschutzbund Deutschland:
Olaf Tschimpke, Präsident
Bund der Vertriebenen:
Bernd Fabritius, MdB
Vereinigung der Opfer des Stalinismus:
Hugo Diederich, Stellvertretender Bundesvorsitzender
Vertreter aus den Bereichen des Erziehungs- und Bildungswesens, der Wissenschaft, der Kunst, der Kultur, der Filmwirtschaft, der Freien Berufe, der Familienarbeit, des Kinderschutzes, der Jugendarbeit, des Verbraucherschutzes und des Tierschutzes:
Oliver Passek, Medienwirt, ehemaliger Referent für Medienpolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Grüne u.a., Referatsleiter in der Vertretung des Saarlandes beim Bund
Angelika Niebler, MdEP, CSU, Rechtsanwältin
Kirsten Niehuus, Geschäftsführerin Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH
Heidi Schelhowe, Professorin für digitale Medien an der Universität Bremen
Eva Hubert
Karin Petra Jung, Veterinärdirektorin, Leiterin des Amtes für Verbraucherschutz und Veterinärwesen der Stadt Darmstadt
Henry Tesch, Minister a. D. (CDU), Schulleiter
Wolfgang-Uwe Friedrich, Präsident der Universität Hildesheim, Mitglied im Landesfachausschuss Bildung der CDU Niedersachsen
Petra Maria Müller, Geschäftsführerin der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen
Ulrike von der Lühe, Vorstand der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e. V.
Holger Zastrow
Katrin Budde, MdL, Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion des Landes Sachsen-Anhalt
Gabriele Wachholtz, Geschäftsführerin des Karl Wachholtz Verlages GmbH & Co KG
Gabriele Beibst, Rektorin der Ernst-Abbe-Fachhochschule Jena
Reinhard Klimmt, Ministerpräsident a. D.
Susanne Krause-Hinrichs, Geschäftsführerin F.C. Flick Stiftung gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz

Noch Fragen???

ZDF Köln

2 thoughts on “Fehlentscheidung des ZDF und das Warum”

  1. Kurze Frage, wer bezahlt den 2. Bundestag im ZDF
    Fernsehen?
    Sind das die Gebühreneintreiber, damit ihre exorbitanten 2. Gehälter bzw. 3. Gehälter sicher
    gestellt werden?
    Gehälter aus der Kasser der Steuerzahler lt.
    Staatsvertrag!
    2. Gehälter resp. Apanagen aus den Einahmen
    des ZDf.
    3. Gehälter aus der Gebühren Einzugszentrale.
    Fangt endlich mal an, in dem Saustall mit
    Großreinimachen. Ich biete mich an, aber ich
    kehre mit eisernen Besen, von oben nach unten,
    alles im freien Fall!! Wenn es geht ab 5. Stock.
    Resultat: alles “Pikenesen” mit einer blessierten
    Schnauze!!

Kommentar verfassen