Ein Umdenken ohne Aufschrei?

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Gestern veröffentlichte die Erfolgsautorin Birgit Kelle einen Beitrag (den später auch der FOCUS übernahm), in dem sie sich fragte, wo der #Aufschrei nach Köln bliebe. Recht hat sie – war es doch jener femininer Aufschrei, als ein FDPler eine Journalistin “blöd anmachte”, der tagelang die Leitmedien der Republik beschäftigte. Nun ist sogar EMMA auf den Köln-Zug aufgesprungen. Und hat das Böse betitelt.

Zitat “Emma“:
“So wie Männer es seit Jahrhunderten tun, überall auf der Welt, allerdings in der Regel in Häusern, hinter verschlossenen Fensterläden, im Verborgenen. Die ‘neue Qualität’ der Übergriffe am Hauptbahnhof liegt in der Enthemmtheit, diese Gewalt in der Öffentlichkeit auszuüben – unter den Blicken von tausenden von Zuschauern, inklusive denen der Polizeibeamten. Das hat es in Deutschland so noch nie gegeben.”

Nun mag Mann bezweifeln, das Mann immer und überall Frauen befummelt, begrapscht … Aber man mag es der EMMA positiv zuschreiben, dass sie Köln als Problem erkannte. Dabei hat es sich bis Österreich herumgesprochen, dass die Polizei (nicht nur in Köln) machtlos ist.

Die jungen Männer lachen die Kölner Polizisten aus, weil sie zuvor wegen Verdachts auf Trickdiebstahl festgenommen wurden. Aber so schnell konnten die Beamten der Polizei gar nicht schauen, waren die Männer auch wieder frei.

Nicht nur der Kölner Express, auch BILD und andere Tageszeitungen berichteten – die Hamburger Morgenpost (later pay – Artikel [sic!]) fragt sogar nach den Umständen im Kietz.

Gruselige Szenen auf dem Kiez: Männergruppen haben junge Frauen umzingelt, begrapscht und teils ausgeraubt. Verstörend: Ähnliches hat sich zeitgleich in Köln zugetragen.

Eine späte Reaktion – aber immerhin. Denn selbst das staatliche, kaum gehörte Dradio Wissen, kam nicht ohnehin festzustellen, dass das Netz die Medien zum Berichten “zwang”. So hat auch mein schweizer Kollege Eric Mächler nicht unbedingt unrecht, wenn er schreibt:

4 Tage lang haben die Medien geschwiegen und nur in den Social Media gingen die Wellen hoch

Und sich fragt:

ob da irgend eine staatliche Nachrichtensperre ausgesprochen wurde…

Zumal wenn die ZDF Sendung heute+ in Facebook nachfragt, wie man darüber berichten solle. Wie wäre es mal ehrlich? Vielleicht zuviel verlangt, von EMMA bis ZDF. Aber es wäre an der Zeit: zeitnah und ehrlich, ohne populistische, ohne politische Korrektheits- Brille.

Wie formulierte der Preussische Anzeiger noch gestern die Hoffnung?

Man möge nun politisch hoffen, dass die Opfer, die Polizisten und die Leser der Zeitungen, diese Vorfälle bis zur nächsten Wahl nicht vergessen und den politisch Verantwortlichen die Rechnung präsentieren. Und dies nicht nur in Köln!

Noch erhältlich! ASYL IN DEUTSCHLAND - Die Fakten über Verbrechen, Zahlungen und Lügen
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Dann wäre der Aufschrei in den Wahlsondersendungen – denn nicht nur die Frauen wurden beraubt, begrapscht und vergewaltigt. Es war unser System: unsere Staatsmacht, die weder für Sicherheit noch für das eigene Volk sorgen kann. Es war der politische Maulkorb, der Täter zu Opfern umfunktionierte, bei dem jedes Wort gegen Ausländer und “Neubürger” in Rassismus und rechtes denken übersetzt wurde, wo jedes rechte und kritische Gedankengut als rechtsradikal, Pack und Nazi diffamiert wurde.

Kommt nun ein Umdenken ohne Aufschrei? Solange das Köln Thema heiss bleibt. Bei der ersten Abkühlung, und das wird in den nächsten Tagen sein, stehen die Opfer wieder allein und vergessen – nicht nur im Hauptbahnhof. Wer wirklich den Frauen helfen möchte; und damit sind auch die Polizisten gemeint; von der Führungsriege über den Einsatzleiter bis zum Schlagstockträger; damit sind auch die Medien gemeint; von der Hetzpresse bis zur alternativen Sendung; und damit ist auch der Leser, der Verbraucher, der Mensch gemeint; muss täglich an diese und andere Überfälle erinnern. Köln war hierbei nur die Spitze des Eisberges, wie man unter anderem in “ASYL IN DEUTSCHLAND – Die Fakten“, geschrieben von Jörg Gronemann und Christian Schwochert, verlegt bei Romowe, nachlesen kann. Erst dann ist die Politik bereit zum Handeln!

 

2 thoughts on “Ein Umdenken ohne Aufschrei?”

  1. Es war unser System: unsere Staatsmacht, die weder für Sicherheit noch für das eigene Volk sorgen kann.

    Genau DAS ist der Punkt … der leider nicht begriffen wird: Das System … sorgt FÜR das eigene Volk – nur sind das nicht die Deutschen! Und nach einem ernüchternden Verwandtenbesuch in einer früheren Bundeshauptstadt am Rhein, bei dem es zu einem Zusammentreffen mit Arrivierten der Mittelklasse (würde ich jetzt mal so nennen … mittleres bis mittelhohes Mangement bei Post, Telekom und anderen größeren Unternehmen der Wirtschaft) kam, bei denen mir die Sprechblasen wie aus dem ZDF/ARD-Verlautbarungsautomaten in TIEFSTER ÜBERZEUGTHEIT entgegengeblasen wurden (konkret ging es nur noch darum, was für ein Skandal es wäre, daß ‘die Flüchtlinge’ immer noch in irgendwelchen Übergangswohngelegenheiten wohnen müßten … die müßten doch endlich Wohnungen …. und: integriert … blablabla. Und ‘diese Leute’ – anders kann ich sie – trotz Verwandtschaft – nicht mehr bezeichnen sind ABSOLUT ÜBERZEUGT, daß ihre Verblendung natürlich nicht ihre Verblendung ist … sondern das einzige Problem, wenn es überhaupt eines gibt, in solch rechten Fossilen wie dem Kommentator besteht. Die würden sich, das mein ernüchtertes Fazit, auch nicht ändern, wenn sie selber mal von einer Invasorenhundertschaft ‘über den Dorn gezogen würden’. Und die Schlimmsten und Fanatischsten sind … die Frauen! Leider!!

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