Ebru Qlar Testbild

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Seit 2008 hatte Deutschland ein deutschsprachiges Türkenprogramm. Produziert von der Peyk Media GmbH, einer Tochtergesellschaft der World Media Group (WMG) mit Sitz in Offenbach, sendete man über erst über Eutelsat dann per ASTRA in verschiedene Kabelnetze. Erst nannte man sich Ebru und hatte die größte Aufmerksamkeit, als man einen Journalistenplatz im NSU-Programm zugesprochen bekam.

Ab April 2015 nannte man sich Qlar, was wie “klar” ausgesprochen werden sollte. Man verzichtete auf Nachrichten – und wurde trotzdem als “Vollprogramm” eingestuft. Etwas, das zwar den Mediengesetzen widersprach, aber es störte sich niemand daran. Denn eigentlich sendete das deutschsprachige Programm nur irgendwie vor sich hin. Obwohl der Sender durchaus gute Senderechte sichern konnte, zum Beispiel die international erfolgreiche Serie “The Border” oder Dokumentationen des Discovery Channels.

Die Peyk Media GmbH und die World Media Group wurden der Gülen-Gruppe zugeschrieben.

“Gülens Bewegung ist die einflussreichste politisch-religiöse Geheimorganisation der Türkei”, schreibt etwa die Islamkritikerin Necla Kelek. Die “Fethullahcis”, wie sie sie nennt, seien eine “Sekte mit Konzernstruktur”. Nicht weniger hart urteilt der aus dem Libanon stammende Islamwissenschaftler Ralph Ghadban. “Unter dem pseudo-modernistischen Lack steckt eine islamistische Auffassung”, schreibt er und fürchtet, durch ihre perfekte Geheimbündelei seien die Fethullahci vermutlich “unfassbar”.

schrieb die Welt bereits 2011. Und weiter heisst es:

Daneben betreiben sie mit großem Erfolg eigene Fernsehsender. Vor etwa einem Jahr ging mit “Ebru TV” das erste deutsch-englischsprachige Programm auf Sendung.

Es gehört zur World Media Group AG mit Sitz in Offenbach. Seit 2004 residiert das Unternehmen in einem ehemaligen “Polaroid”-Gebäude und bündelt dort die europäischen Medien-Aktivitäten der Bewegung. Unter dem Dach der AG arbeiten neben Ebru TV weitere drei Unternehmen, unter anderem der türkischsprachige Erfolgssender “Samanyolu”.

“Ebru-TV ist ein Produkt, mit dem wir in den USA bereits zahlreiche Emmys gewonnen haben”, sagt Mustafa Alta, Vorstandsmitglied der World Media Group AG und gleichzeitig Geschäftsführer der TV-Sparte. Er ist Deutscher wie alle anderen Manager auch. Sie lösten die Türken ab, die den Aufbau der Mediengruppe in Deutschland vorbereiten.

Nun aber ist Ebru/Qlar Geschichte – vorerst. Denn die WMG hat bei weitem mehr zu bieten:

Die nicht börsennotierte Aktiengesellschaft ist in zwölf deutschen Großstädten und in zehn europäischen Hauptstädten vertreten und vertreibt unter anderem die auflagenstärkste türkische Zeitung, Zaman, in Deutschland. […] Das Unternehmen betreibt auch Zaman-Online sowie das Deutsch-Türkische Journal, kurz DTJ, ein Online-News-Portal mit Nachrichten aus aller Welt.

berichtet Wikipedia und verweist ebenso auf die Gülens-Bewegung, was jedoch Politiker nicht abhält dort befehlsmässig anzutreten:

Auch die Ministerpräsidentin Hannelore Kraft nahm an der Einweihung teil und sprach neben dem türkischen Generalkonsul ein Grußwort.

Als Nebensache erwähnt, dennoch ein Hauptfokus: Denn auch die WMG bildet aus: die nächste Journalistengeneration.

Dabei spielt oder spielte es keine Rolle, das ehedem der Konzern an die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich gemeldet wurde.

Das Fazit des unbedarften Fernsehzuschauers ist es demnach: Ein türkisch/religiöser, um nicht zu schreiben islamischer Sender sendet nicht mehr – es werden aber neue kommen, um die islamische Welt in Deutschland zu stabilisieren.

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