Warum ich nicht an der Lichterkette teilnahm

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Heute morgen wird schön gesprochen, was erfolglos blieb: Die Lichterkettenaktion von München nach Berlin. Die staatsnahen Medien sprechen von wenigen Teilnehmern, der kritische Bürger meint, es gab zu wenig Gutmenschen. Die Organisatoren sehen ihre Aktion – unabhängig von der nicht gelungenen Aufgabenbewältigung – als Erfolg. In der Mitte liegt wohl die Wahrheit. Aber dort liegt auch die Gefahr der “Friedensbewegung”, die alles will – nur keinen Frieden.

Meine Beiträge in der zugehörigen Facebookveranstaltungsseite wurden gelöscht. In diesen machte ich darauf

Das Originalbild der Lichterkettenveranstaltungsseite auf Facebook
Das Originalbild der Lichterkettenveranstaltungsseite auf Facebook

Aufmerksam dass die Spaltung der Menschen, die von den Organisatoren vorangetrieben wird, eher den Kriegstreibern nützt, als den Teilnehmern. Das war den Veranstaltern wohl zuviel, immerhin hatte man sich mit der Presse gut gestellt, wollte Zeitungsberichte.

Die wichtigste Aufgabe war es also, sich von “Neurechten” zu distanzieren. Egal ob die “Altlinke” und “Möchtegernlinke” mit Kriegsgerät bei jeder Demonstration im Lande antritt. Egal, dass das Wort “Neurechte” eine politische Definition ohne festen Inhalt ist. Aber auch gegen “Querfront” schoss man, leider nicht nur ein rhetorischer Kniff im Bericht über eine “Friedensbewegung.

Die Organisatoren spielten gern das Spiel der Großen mit. “Teile und Herrsche” um einmal im Rampenlicht zu stehen. Für das persönliche Blitzlichtgewitter wurde vergessen, dass man alle Menschen braucht, um Frieden zu erreichen. Dass Stigmatisation ein Anfang des Kriegsgebahrens ist.

Ich hoffe (und erwarte!) dass die selbsternannten Friedensgläubigen nun umdenken. Ich bin mir durchaus bewusst, dass dieses Umdenken durchaus nicht friedlich sein wird. Millionen kleinster Hirn-Stromstösse werden in den nächsten Tagen die Friedensköpfe am laufen und denken halten.

Vielleicht fragt man sich dann auch, warum ein “not welcome” auf einem Aufruf steht, dass vor allem Deutsche ansprechen soll. – Und arum überhaupt jemand, der Frieden will, nicht willkommen sein soll.

Im Klartext: Um des Friedens willen – denkt Frieden statt Ausgrenzung, denkt Einheit statt es denen Recht zu machen, die von Krieg, Revolte, Hass und Teilen, Abgrenzung, Trennung sowie Ausgrenzung, Unterdruckung und Terror leben. Die daran verdienen.

 

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