Perlen vor die Säue werfen

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… so ein Sprichwort. Nun gibt es die Perlen aus Freital. Zwei Blogger, Christian und Frederik,  die die tumblr Plattform zum denunzieren nutzen. Sie fertigen Bildschirmfotos von Facebookkommentaren an, um diese dann den (vermeintlichen) Arbeitgebern zu senden. Zum Teil mit Erfolg:

Einige Facebooknutzer wurden aufgrund dieser Denunzianten entlassen – und müssen somit über Steuergelder finanziert werden. Diese Masche ist nicht neu. Gab es vor Monaten eine Initiative der Antifa, wodurch ein REWE-Mitarbeiter seine Stelle verlor, so spriessen immer mehr “Meldeseiten” innerhalb Facebook hoch.

Perlen aus FreitalDas damit Familien zerstört werden interessiert die Denunzianten nicht, denn für sie ist das richtige politisch gedachte und geschriebene Wort wichtiger. Erinnert an die Methoden der DDR-Staatssicherheit, Abteilung Inneres. Erinnert aber auch an die Methoden der Geheimen Staatspolizei. Doch STASI und GESTAPO konnten von soviel freiwilligen Mithelfern nur träumen – und von der Technik, die man heute einsetzt.

Aber auch, dass über solche Seiten weiter Hass geschürt wird, sehen die Denunzianten nicht (ein) – somit wird kommen, was kommen muss. Auch sie werden sagen: Das haben wir nicht gewusst. Doch wenn dieser Satz fällt, ist es bereits zu spät.

4 thoughts on “Perlen vor die Säue werfen”

  1. Es wäre per Arbeitsgericht zu überprüfen, ob eine Kündigung aufgrund einer anonymen Anzeige überhaupt möglich und gerechtfertigt ist. Zudem kann man per Bildbearbeitung sehr wohl irgendwelche Foto´s mit bestimmten Äußerungen in Verbindung bringen um jemanden bewußt zu schaden. Da steht der Wahrheitsgehalt eines Sreenshot auf ziemlich wackligen Füßen und wenn der Geschädigte mit einem guten und professionellen Anwalt vor Gericht zieht, ist es auch sehr gut möglich daß die Klarnamen und Adressen der Denunzianten herauskommen, denn es ist zu sehr bezweifeln daß ein Gericht einem Bildschirmfoto Glauben schenkt. Wenn man die betreffende Webseite mit Quelltext und allem Drum und Dran im HTML- Format vorlegen kann würde es schon anders aussehen aber nicht mit einem Screen. Jedenfalls bekommt dann der Beklagte über seinen Anwalt die Daten seiner Verleumder und wie er dann mit ihnen verfährt ist ihm und seiner Phantasie überlassen…

    Man muß auf jeden Fall mit aller Härte zurückschießen , Schadensersatzforderung und Schmerzensgeld verlangen und dieses dann überall verbreiten. So schreckt man auch mögliche Nachahmungstäter ab.

    P.S. Meine Frau hatte auch mal vor einiger Zeit solches erlebt und der Prozeßgegener wird seines Lebens nicht mehr glücklich, ihm hatte auch ein Wohnort- Umzug nicht wirklich geholfen. Der von uns beauftragte Gerichtsvollzieher hat ihn auch schon wieder gefunden…

  2. P.S. Wir haben uns damals auf die Gesetzgebung im Bezug auf Mail´s berufen – die da sagt, daß eine normale Mail NICHT vor Gericht anerkannt wird und schon gar nicht wenn eine eigenhändige Unterschrift fehlt. Es müssen die IP-Nummern von Absender und Empfänger eindeutig zu erkennen sein und es muß eine eindeutige Zuordnung bestehen, das heißt – der Kläger muß im Zweifelsfalle beide Provider ( Mail-Anbieter ) kontakieren um die zu diesem Zeitpunkt fraglichen Verbindungsdaten bekommen. Die bekommt ein Privatkläger oder Beklagter natürlich nicht so ohne Weiteres, die muß dann schon dessen Anwalt oder ein Gericht einfordern. Deswegen hat man dann auch diese DE-Mail mit Zertifikat eingeführt welche vor Gericht Bestand hat.

    Wir hatten uns damals auf unser Schweigerecht berufen und das Gericht hatte nach Aktenlage zu unseren Gunsten entschieden ( nachdem eine für den Gegner pateinehmende Richterin per Befangenheitsantrag ausgetauscht wurde ). Dann erfolgte umgehend eine Gegenklage wegen übler Nachrede, öffentlicher Verleumdung und Geschäftsschädigung ( da meine Frau ein Geschäft hat ) . Da kam so einiges an Forderungen zusammen , plus der Gerichts- und Anwaltskosten.

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