Dönermorde – Eine andere Sicht auf die Opfer

Allgemein

In den Jahren 2000 bis 2006 starben in diesem Land in einer bisher beispiellosen Serie acht türkischstämmige ,ein griechischer Bürger und eine Polizistin.
Man muss darin keinen Zusammenhang sehen, kann es aber und darf das auch, seit November 2011 mit einem Paukenschlag  von den Ermittlungsbehörden der bis dahin unbekannte NSU als ausführendes Organ benannt wurde.
Jahrelang hatten die Ermittler im Dunkeln getappt, hatten verschiedenste Ermittlungsgruppen gebildet mit Namen wie Bosporus oder Dönermorde. Alle Ermittlungen in diese Richtung verliefen im Sande und konnten nun , mit dem Auffinden einer Waffe, die bei  den meisten Morden genutzt worden war  eingestellt werden, da man sich nun sicher war, die wahren Täter endlich gefunden zu haben.
Niemand weiss zum derzeitigen Zeitpunkt, wie das Verfahren gegen eine der Tatverdächtigen Frau Beate Zschäpe ausgehen wird. Keiner kann sagen, ob ihr Tat oder Beteiligung an nur einem Mord nachgewiesen werden kann. Fakt ist aber, dass sich sämtliche Energie nur auf diese Frau konzentriert und sich einem das Gefühl aufdrängt , es handele sich hier um einen Hexenprozess.
Schuldig ist sie, dass steht fest, zumindest für Medien und damit natürlich auch für den größten Teil der Bevölkerung, der diesen Medien blind folgt und für wahr erachtet, was ihm dort präsentiert wird.
Wenn man den Schuldigen gefunden hat, ist es natürlich von immenser Wichtigkeit die Opfer möglichst rein zu halten und als gute Bürger darzustellen, als Paradebeispiele für Integration. Als Konsequenz darauf gebietet sich quasi von selbst die Verpflichtung , möglichst viele Straßen und Plätze nach den Opfern zu benennen. Man kann davon nur abraten, denn nicht umsonst waren die Ermittlungen jahrelang aufgrund krimineller Machenschaften der Opfer mit Migrationshintergrund in eine andere Richtung gelaufen. Noch Anfang 2011 konzentrierte man sich bei den Ermittlungen  auf türkische Nationalisten, Geheimdienstler, Militärs, Politiker und Juristen,die Untergrundorganisation Ergenekon, die rechtsnationalistischen Grauen Wölfe. Es ginge um den Aufbau eines „tiefen Staates“, für den auch von den in Deutschland lebenden Türken Tribut gezahlt werden müsse. Die Praxis sei, jene zu erschießen, die ihr Geschäft nicht für Geldwäsche oder ähnliches zur Verfügung stellen. „Der Schuss ins Gesicht sei das Zeichen der türkischen Nationalisten für den Verlust der Ehre, die immerselbe Waffe eine Warnung an andere gewesen” so ein Zeuge der mit Mehmet benannt wurde. Ermittler bestätigten, dass sie mehrmals mit derartigen Aussagen konfrontiert waren. Es habe aber bei der gesamten Ermittlung keinen Anhaltspunkt für Verbindungen zu den Opfern dieser Mordserie gegeben.

Das sehr wohl Verbindungen einiger der Opfer zu den o.g. Organisationen bestanden und kriminelle Aktivitäten im Drogen- und Gewinnspielgeschäft bestanden, beweisen die Auszüge aus den Akten der Ermittlungsbehörden, welche so natürlich nicht der Öffentlichkeit preisgegeben wurden.

Die Opfer:
Enver Simsek, verheiratet, zwei Kinder, beide in moslemischen Internaten untergebracht.
Streng gläubiger Moslem, war im islamischen Kulturverein seines Wohnortes sehr  engagiert und zeigte sich spendefreudig. Von Angehörigen und Bekannten wird er als liebevoller Vater und als freundlicher und hilfsbereiter Mann beschrieben wird. Teilweise wird er jedoch auch als harter Geschäftsmann beschrieben.
Der Blumenhändler wickelte seine Geschäfte größtenteils in bar ab.Die in Holland bezogenen Blumen und der Warenabverkauf an die türkischen Landsleute — mobile Wiederverkäufer — erfolgte fast ausschließlich in bar. Auffällig bei der steuerlichen Prüfung ist  ,dass die von den Eheleuten SIMSEK dokumentierten Einnahmen nicht zur Bestreitung des Lebensunterhaltes und der sonstigen privaten Ausgaben wie zum Beispiel Internatsunterbringung der Kinder ausreichten. Im Umkehrschluss ist anzunehmen, dass weitere Einnahmequellen bestanden, die bis dato noch nicht eindeutig bezeichnet werden können. Er verfügte über diverse Kapitaleinlagen im Ausland und mehrfachen Grundbesitz in der Türkei.
Özüdogru  kam 1980 mit seiner Ehefrau Gönül aus der Türkei nach Deutschland. Er wurde im Verlauf der Ehe immer gewalttätiger, bis sie sich 1998 von ihm scheiden liess.
Er war Mitglied der rechten Gruppierung  „Graue Wölfe” war. Nach Angaben von Arbeitskollegen sammelte Özüdogru im Kollegenkreis für Stiftungen der türkischen Armee.
Die bis zur Scheidung mit seiner Frau betriebene Änderungsschneiderei erbrachte keine sonderlichen Einkünfte, trotzdem war es ihm möglich immer wieder Überweisungen in fünfstelliger Höhe an Stiftungen in der Türkei zu tätigen.
Habil Kilic betrieb mit seiner Frau einen Frischemarkt. Im Jahre 2001 wurden mit dem Laden  7.822,53 DM erwirtschaftet. Diese Einnahmen konnten nicht ausreichen um die Familie zu ernähren und um die Kredite abzuzahlen, die auf Kilic lasteten. Es gab aber immer wieder Bareinzahlungen auf das Konto Kilics, deren Herkunft nicht geklärt werden konnten.
Nach dem Tod Kilics veräußerte seine Frau das Geschäft für 35.000 DM. Die Einnahme wurde dem Finanzamt nicht erklärt.
Süleyman TASKÖPRÜ, kam 1981 nach Deutschland und besuchte hier die Hauptschule, welche er auch abschloss. Dann lernte er zwei griechische und einen türkischen Freunde kennen, zog von zu Hause aus und glitt ins Milieu ab. Dort versuchte er Fuß zu fassen, was aber misslang. Seine Lebensgefährtin Dajana Hoff, mit der ein Kind hatte, arbeitete als Prostituierte.Er selber trat mehrfach wegen Diebstahl, Körperverletzung und Fahrens  ohne Führerschein in Erscheinung. Er wurde nach einer lautstarken Streiterei mit Unbekannten vor der Tür  im Geschäft seiner Eltern erschossen. Der Lebensmittelmarkt der Familie hat nach Ermittlungen niemals wirtschaftlich arbeiten können, es waren jedoch zwei Steuerberater beschäftigt, von denen aber nur ein Berater Angaben ans Finanzamt einreichte. Zum Zeitpunkt des Todes leistete die Familie Zahlungen an fünf Inkassounternehmen.
Mehmet TURGUT, tauschte  bei einer Passantragstellung in der Türkei seinen Vornamen mit dem seines Bruders Yunus, um dadurch dem Militärdienst zu entgehen. Sein Bruder Yunus leistete dann tatsächlich den Militärdienst für Mehmet ab. Er selber reiste dafür unter dem Namen seines Bruders Yunus 1994 in Hamburg ein und wurde 1996 als Illegaler festgenommen und ausgewiesen. 1998 reiste er erneut an und stellte Asylantrag, welcher abgelehnt wurde.  2000 wurde er als Illegaler in Bremen festgenommen und wieder abgeschoben. Nachdem er nun letztendlich seinen Wehrdienst in der Türkei doch noch ableistete, reiste er 2003 erneut illegal in Deutschland ein. Er wurde festgenommen , wieder freigelassen mit der Bitte sich in einer Sammelunterkunft zu melden. Er tauchte allerdings unter und arbeitete fortan als Illegaler und Schwarzarbeiter in dem Dönerimbiss in Demmin, in dem er dann nach 31 Tagen erschossen wurde.
Turgut fällt ein wenig aus der Reihe, denn ausser dem Status als Illegaler konnten ihm keine kriminellen Tätigkeiten nachgewiesen werden. Deswegen konzentrierten sich die Ermittlungen auf den Betreiber des Dönerimbisses, seinen Cousin Haydar Aydin. Bei der Prüfung der Einkommensverhältnisse ergab sich  die Erkenntnis, dass Herr Aydin weitere Einkünfte bezogen hat, die er gegenüber den Finanzbehörden nicht angab. Ob es sich dabei um sog. „Schwarzgelder” oder sonstige Einnahmen aus illegalen Geschäften gehandelt hat, steht noch nicht endgültig fest. Die Ermittlungen hierzu sind noch nicht abgeschlossen.
Ismail YASAR, reiste 1978 ein und stellte Antrag auf Asyl. Er gab an bei seinem Onkel GÜRSÖZ, Serif zu wohnen. Es handelte sich dabei allerdings nur um einen Schleuser ohne verwandtschaftlichem Verhältnis. 1980 wurde sein Asylantrag abgelehnt, daraufhin heiratete er 1983 die Deutsche H. Schöttler. Er erhielt eine unbefristete Aufenhaltserlaubnis, welche auch nach der Scheidung 1989 bestehen blieb. Im selben Jahr heiratete er in der Türkei Frau Belgin AGIRBAS, welche die Tochter Deniz mit in die Ehe brachte. 1990 wurde ein Sohn geboren. Die familiären Schwierigkeiten, die schließlich zur Scheidung führten, resultierten aus den unterschiedlichen Ansichten der Stieftochter Denis und Ismail hinsichtlich der Lebensführung. Die Stieftochter bevorzugte das freie Leben westeuropäischer Prägung. Ismail YASAR war eher der traditionellen türkischen Lebensweise zugeneigt und wollte, dass Denis einen ihrer Cousins aus der Türkei heiratet. Denis wehrte sich gegen dieses Vorhaben und zog später sogar mit ihrem Freund Kubilay TOK zusammen. Diesbezüglich kam es zu Auseinandersetzungen in der Familie, die auch Gegenstand von Anzeigen wegen Bedrohung, Körperverletzung und Beleidigung waren.
Drei Versuche geschäftlich Fuß zu fassen, waren bereits gescheitert, als er 2004 als Betreiber eines Dönerstandes eingetragen wird. Privat verkehrt er mit Vorliebe in einem Kulturverein, der der verboteten PKK nahe steht. Bei der wirtschaftlichen Überprüfung ergab sich, dass er neben den Einnahmen aus seinen Gewerben über weitere Einkünfte verfügte, die den Steuerbehörden nicht erklärt wurden und höchstwahrscheinlich aus Schwarzgeschäften  oder illegalen Handlungen herrührten.

Bei weiteren Ermittlungen zu den o.g Personen ergab sich, dass es bei allen nur eine  gemeinsame Verbindung gibt, welche ins Drogenmilieu führt.
Bluemnhändler SIMSEK soll Streckmittel für Heroin von Rotterdam nach Frankfurt transportiert haben. Bei ÖZÜDOGRU wurden Staubreste von Kokain und Heroin in einem seiner Reisekoffer aufge-funden. Die Familien TURGUT und AYDIN überweisen wiederum hohe Geldbeträge zu Verwandten in die Türkei, die mit normalem Dönerverkauf niemals erwirtschaftet werden konnten. Wie bereits angeführt, gibt es weitere Erkenntnisse, die zu konkreten Ermittlungsverfahren wegen Btm-Handel führten. Durch Ermittlungen im erweiterten Umfeld konnten Gruppierungen aufgedeckt werden, die im internationalen Drogenhandel tätig, und Zielpersonen verschiedenen OK-Dienststellen im Bundesgebiet sind. Hier sind vor allem die Familien COSKUN, GÖK, KARAMAN, YETIS und SIMSEK (Ludwigshafen) zu nennen.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass bis heute nicht geklärt und bewiesen ist, wer die Mörder waren, die Ermittlungen aber ergeben haben, dass es sich bei den Opfern beileibe nicht um Unschuldslämmer gehandelt hat, nach denen im vorauseilenden Büßergehorsam Straßen benannt werden sollten.

One thought on “Dönermorde – Eine andere Sicht auf die Opfer”

  1. Wenn ein Deutscher Gewerbetreibender mit seinem Bauchladen dem Finanzamt dreimal hintereinander einen Verlust meldet, dann wird die Bude schnell dicht gemacht.

    Jeder BRDDR-Steuerbeamte weiß, daß Dönerläden und ähnliche Geschäfte nicht dazu geeignet sind, um Gewinne zu erwirtschaften. Hier geht es vielmehr um Sozialbetrug, Geldwäsche und Menschenhandel!

    Darum werden diese Muselläden ganz einfach unter den scheinheiligen Naturschutz der BRDR gestellt!

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