Zwei Videos – Ein Thema und kein Motorrad

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Das ARD-Magazin Panorama hat für Aufmerksamkeit gesorgt. Ein NDR-Redakteur durfte Frau Ursula Haverbeck besuchen und ein ausführliches Interview mit ihr führen, dass die ARD zum Teil ausstrahlte, zum Teil online stellte.

Der Ankünder lautete:

 

“Ursula Haverbeck, eine der bekanntesten und aktivsten sog. “Holocaust-Leugner” in Deutschland, gab im März 2015 zuhause bei ihr in Vlotho dem NDR-Journalisten Robert Bongen für die Sendung Panorama ein über 4-stündiges Interview. Daraus entstand eine 45-minütige Zusammenstellung, die Panorama auf seiner Internetseite veröffentlichte.”

Haverbeck Panorama ARDMan mag genau hinhören, was die ältere Dame sagt und ausspricht. Man könnte fast sagen, angstfrei. Dabei scheint die Gesprächsaufzeichnung zur rechten Zeit zu kommen, in einer Zeit, in dem nicht nur der deutsche Mitläufer sich selbst hinterfragt sondern auch in einer Zeit, in der Otto Schily sich fragt, ob die Gesetze zum Holocaust/Leugnung eine Berechtigung haben. In einer Zeit, in dem 90jährige vor Richter geschleppt werden. In einer Zeit, in der Bücher per Amazon aus aller Herren Welt Länder bestellt werden können, in der es Blogs und Internetseiten unterschiedlichster politischer Couleur gibt.

Im Gegenzug berichtete das Team der Landeszeitung aus Lüneburg vom Auftakt des Prozesses gegen den 93jährigen O. Gröning und lies Anwälte und Besucher reden. Besucher, aus weiter Ferne und linker Nähe. Man sollte beide Reportagen aneinandergereiht schauen, sich diese Stunde Zeit nehmen, um den Konflikt zu verstehen, den die BRD sich 70 Jahre nach Beendigung der Kampfhandlungen des II.Weltkrieges immer noch zutraut. Und selbst verursacht.

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Vielleicht versteht man dann warum Polen Angst vor einem Deutschland hat und die russischen Motorradfahrer nicht in die BRD lassen will, warum die BRD-Regierung vom GroßEUropäischen Reich träumt und Putin in den Augen des Westens der alte und neue Böse ist. Vielleicht auch nicht. Und vielleicht entstehen neue Fragen. Aber nun, wie man einst beim Fernsehen sagte, “MAZ ab!”


2 thoughts on “Zwei Videos – Ein Thema und kein Motorrad”

  1. Bewertung des Kampfes der ARD

    “Wenn man ihre Lügen also nicht thematisiert, dann kann man sie auch nicht bekämpfen.” schreibt Robert Bongen. Totschweigen und ignorieren ist aber wirksamer! Wer “gegen” etwas ist, lenkt Aufmerksamkeit auf eine Sache. Und eine schlechte Presse ist besser als gar keine Presse. Das dürfte auch beim Norddeutschen Rundfunk bekannt sein. Was also will man bezwecken?

    Mit Schwarzweiß-Denken bleibt es kompliziert. Deshalb versuche ich durch Bunt-Denken auf http://www.TGSNT.de , die Dimensionen deutscher Geschichte seit 1914 zu erfassen. Zum Kontext gehören die Jahre vor 1933 und die Jahre nach 1945 bis zur Gegenwart.

    http://www.dzig.de/ARD-Panorama-Warum-wurde-Ursula-Haverbeck-interviewt

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