Landeskriminalamt: Keine rechtsextremen Täter in Tröglitz?

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Tröglitz. Es ist davon auszugehen, dass das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen-Anhalt die ersten Spuren und Aussagen ausgewertet hat. Es lässt sich nicht abstreiten, dass das LKA mehr zu dem Fall weiß, als Presse. Politiker und sonstige Hetzer zusammen. Ebenso könnte man vermuten, dass der Direktor des LKA Jürgen Schmökel eine Aussage nicht tätigen würde, wenn er nicht auch schon mehr wüsste.
Der Direktor des LKA Sachsen-Anhalt mutmaßt, dass die Brandstiftung in der geplanten Asylantenunterkunft in Tröglitz nicht von rechten Tätern verübt worden sein könnte, berichtet die Mitteldeutsche Zeitung. Es gäbe bereits etliche Ansätze, er warnt zugleich davor, die Täter nur im “rechtsextremen Milieu” zu suchen. Es sei nicht auszuschließen, dass ” politische Richtung diskreditiert werden soll.”
Diese Aussage ruft Empörung der Berufsbetroffenen hervor.
So eine Spekulation sei keine Unvoreingenommen sondern verrate viel über Schmökels Weltansicht und er ignoriere vollständig die reale Situation in Tröglitz, hetzt der Linken-Fraktionschef im Magdeburger Landtag, Wulf Gallert gegenüber dem Tagesspiegel. Solche traurigen Erfahrungen hätte man schon mit dem NSU gemacht.
Sebastian Striegel von der Grünen-Fraktion meint, es verbiete sich, solche Sprüche zu machen, so lange keine hinreichende Beweise vorlägen. Von vorn herein zu behaupten, es seien Rechtsextreme gewesen, scheint jedoch immer erlaubt zu sein.
Unterdessen schließt die Staatsanwaltschaft eine Ermittlung wegen versuchten Mordes nicht aus. Der Tatvorwurf liege nahe, zum Zeitpunkt der Brandstiftung befand sich im Haus ein deutsches Ehepaar, welche die Unterkunft noch bewohnten und rechtzeitig verlassen konnten.
Nach den bisherigen Ermittlungsergebnissen brachen die Täter die Eingangstür auf und verschütteten auf dem Dachboden Brandbeschleuniger, darauf lasse ein gefundener Kanister schließen.
Für Hinweise auf die Brandstifter setzte der Innenminister Sachsen-Anhalts Stahlknecht eine Belohnung von 20.000 € aus. Im Mai sollten in dem Haus Asylbewerber untergebracht werden, was heftige Proteste auslöste. Das Haus ist nicht mehr bewohnbar, aus trotz soll sich an den Plänen der Asylantenunterbringung in Tröglitz jedoch nichts ändern. Es werden nun neue Unterkünfte in dem Ort gesucht. Der aus Angst vor der NPD zurückgetretene Ex-Bürgermeister hat bereits zwei seiner Häuser angeboten. Bestimmt nicht kostenlos.

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