Rita Bleiber zur Diskussion um die Karfreitagsruhe

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Offener Brief der Vorsitzenden des Senioren-Schutz-Bund “Graue Panther” Südniedersachsen e.V.

„Wir begrüßen es sehr, dass die niedersächsische Landesregierung an der Karfreitagsruhe in Niedersachsen festhalten will“, sagte sie am Karfreitag. „Für uns ist es wichtig, dass die wenigen Feiertage erhalten bleiben“. Als mehrfache Mutter und Großmutter weiß sie wie wichtig Feiertage für den Familienzusammenhalt sind. Als praktizierende Katholikin kann sie es nicht verstehen, wie in Deutschland evangelische wie katholische Kirche so wenig um den Erhalt der abendländischen Kultur kämpfen.

„Jeder Glaube sollte seinen Raum und seine Tage haben.“ Vor dem Hintergrund, dass überall Polemik gegenüber Überfremdung gemacht wird, ist der Werteerhalt eigener Traditionen auch in der Verantwortung für unsere Enkelkinder sehr wichtig. Christlich ist unsere Herkunft, unsere Tradition, christlich ist unser Menschenbild (“Die Würde des Menschen ist unantastbar”), christlich ist unsere Bildung, christlich ist unsere gesamte Anthropologie inklusive der gleichen Rechte für Frauen, die erkämpft wurde, christlich auch die Aufklärung seit Thomas von Aquin, christlich die Überzeugung, dass Männer, die sich küssen, nicht an Kränen aufgehängt werden und Frauen, die sich in einen anderen Mann vergucken, nicht gesteinigt werden sollten – aber wir erinnern uns nicht mehr. Wir erinnern uns nicht mehr an unsere Leitkultur!

Es gibt doch mehr als 300 andere Tage im Jahr, an denen gefeiert werden dürfe. Das niedersächsische Feiertagsgesetz verbietet öffentliche Sportveranstaltungen und alle Aktionen, die über den Schank- und Speisebetrieb hinausgehen – wie das Tanzen. Veranstaltungen sind nur erlaubt, wenn sie „auf den ernsten Charakter des Tages Rücksicht nehmen“ – so der Gesetzeswortlaut.

Rita Bleiber im April 2015

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