Moment der Freiheit! – Magdeburgs 11. Spaziergang bei Eiswind am 30.03.2015

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Gastbeitrag von Sigrid Schüßler

Ich kann es nicht anders sagen, dieser zweite Besuch von mir in Magdeburg hat die Begeisterung, die mich nach meinem ersten Redeauftritt vor diesen einzigartigen, tapferen Menschen erfüllt hat, nun durch eine tiefe Rührung und Ergriffenheit ersetzt.

Wenn ich mir vorstelle, daß letztes Jahr im April, also tatsächlich vor fast genau einem Jahr, meine Umarmung mit einer “Free Hugs”- (Freie Umarmungen)-Friedensaktivistin am Rande der Friedensmahnwache in Frankfurt am Main sofort per Twitter von der “Frankfurter Rundschau” durch die Gazetten gejagt wurde. Was Jutta Ditfurth sofort dazu veranlaßte Haßtiraden über die “menschenverachtende” Unterwanderung der neuen Friedensbewegung in die Tastatur ihres Rechners zu hacken und zur Folge hatte, daß es eine öffentliche Veranstaltung im Frankfurter Verdi-Gewerkschaftshaus gab, in der vor der Gefahr gewarnt wurde, die von meinem Besuch auf der Frankfurter Friedensmahnwache ausginge. Ob man mich denn dann nicht kennzeichnen könne, warf damals ein aufgeweckter Besucher dieser obskuren Veranstaltung in die Runde, da nicht jeder in Frankfurt wisse, wie Sigrid Schüßler aussehe. “Keine Nazivergleiche!” war die entlarvende Antwort.
Es endete damit, daß man zuguterletzt tatsächlich mehrere Polizeibusse herankarren ließ als ich im Laufe des Sommers doch noch ein paarmal gutwillig völlig alleine den Frieden in Frankfurt unterstützen wollte, um mich entfernen zu lassen…


Wenn ich mir weiter vor Augen halte, daß dieses “Um Gotteswillen – Sigrid Schüßler”-Spiel bis dato in der Nachbarstadt meines Wohnortes Aschaffenburg in Würzburg auf Wügida funktioniert und mir der dortige Veranstalter nahelegte, dort vorerst nicht mehr zu erscheinen, da ich die “bürgerliche Mitte” abschrecke. Und das, obwohl sich die Besucher dort freudig mit mir fotografieren ließen, darunter auch Mitglieder der sonst so abgrenzungsfreudigen Republikaner und der AfD. Daß ich nur anwesend war und über Wügida berichtete, von selbst aus Rücksicht auf die Medienhysterie gar keine Ambitionen hatte, dort ans Mikrofon zu gehen.
Daß ich dem Veranstalter aber anbot, ihn ein wenig im Reden zu schulen, da er damals noch 400 Besucher dort hatte und von ihm nun auch ein bißchen was hätte kommen müßte, um die Leute zu begeistern. Vergeblich!
Mittlerweile hat er es erfolgreich auf unter 50 heruntergewirtschaftet mit seiner “bürgerlichen Mitte”.

Man sieht, wie Deutschland um einen herum zerfällt und aufhört zu existieren und läßt sich vom Staatsschutz einreden, was gut und was nicht gut ist für die eigene Veranstaltung, die im Widerstand zu diesem staatlich geförderten Zerfall zu stehen behauptet. Man lädt sein eigenes Publikum aus und verunglimpft es noch als “Bürgerschreck”! In welchem Luxuswolkenkuckucksheim leben solche Wattebällchenfreiheitskämpfer eigentlich? Es ist unfaßbar!
Man steht daneben und kann nur hoffen und beten, Herr bringe Licht in dieses Dunkel! Führe mich zu Deutschen, die keine Angsthasen und Hosenscheißer vor dem Herrn sind! Die das Ding bei der Wurzel packen und auch durchziehen!

Und siehe da, das Telefon klingelt und Magdeburg ist dran!!!

Und fast genau ein Jahr nach meiner wunderbaren, herzlichen Umarmung mit der Frankfurter Friedensaktivistin, komme ich ein zweitesmal nach Magdeburg und es wird ersteinmal ein Runde heftigst gekuschelt!Schnurr…

“Danke, Sigrid. Du hast bei der Eiseskälte mit Deinen Worten unsere Herzen erwärmt!” – schreibt eine Besucherin!
Ja, dann muß ich wohl wieder etwas sehr Befreiendes losgelassen haben!

Und wenn ich mit meinen Worten Eure Herzen erreicht habe, dann habe ich das getan, was in dieser Stunde zu tun ist. Euren Herzen die Liebe zu Euch und den Stolz auf Euch selbst zurückzugeben.

Unsere Herzen müssen stark sein in diesem Befreiungskampf, den niemand für uns kämpfen wird, wenn wir es nicht selbst tun. Wir müssen ausharren, uns nicht kleinkriegen lassen. Der Staat will Pegida aussitzen, er wartet darauf, daß Pegida sich totläuft. Unsere Liebe aber läßt sich nicht aussitzen.

Glaubt an Euch, an unsere Liebe zur Freiheit Deutschlands und zum Frieden in Europa und die Hoffnung, die stirbt sowieso zuletzt!

Danke, MAGIDA!

Und vor allem, Danke an die Veranstalter, die dem Staatsschutz und der Lügenpresse Eins gehustet haben und die Schüßler wieder haben kommen lassen!

Wir kommen wieder!

2 thoughts on “Moment der Freiheit! – Magdeburgs 11. Spaziergang bei Eiswind am 30.03.2015”

  1. Man sieht, wie Deutschland um einen herum zerfällt und aufhört zu existieren

    Ich kenne Frau Schüßler nicht, unterstelle ihr jetzt aber einfach einmal die besten Absichten. Die besten Absichten sind aber nutzlos, solange die Analyse der Lage ein unzutreffendes Bild ergibt. Und wenn Frau Schüßler schreibt, daß ‘Deutschland um einen herum zerfalle und aufhöre zu existieren’, dann ist genau dies eine falsche Analyse!

    Denn was ist eigentlich ‘Deutschland’? Es ist eine kollektive Erfahrung, es ist die (kollektive) Erfahrung, die die deutsche ist. Und wenn diese Erfahrung das Empfinden bestimmter Menschen erreicht und diese ihren Lebensraum nach Maßgabe dieser bestimmten empfundenen Erfahrung gestalten (können), dann existiert Deutschland.

    Das Empfinden dieser speziellen kollektiven Erfahrung ist aber seit dem (vorläufigen) militärischen Ende des zweiten Weltkrieges und der darauf folgenden Besetzung durch die alliierten ‘Sieger der Weltgeschichte’ blockiert! Wodurch blockiert? Durch die (politischen) Formen, die die alliierten ‘Sieger der Weltgeschichte’ danach zur Existenz zugelassen haben.

    Und diese Formen waren die BRD I, die DDR … und derzeit eben die BRD II. Diese Formen sind aber alle n-i-c-h-t ‘Deutschland’, sondern Anti-Deutschland. Das was hier also ‘zerfällt’ und ‘aufhört zu existieren’, wie Frau Schüßler das zu erkennen meint’, ist eben nicht ‘Deutschland’, sondern ‘Anti-Deutschland’. Allerdings ist es auch nicht einfach ein Zerfallsprozess Anti-Deutschlands, sondern es ist eher das zu-sich-selbst-kommen Anti-Deutschlands – was im Ergebnis natürlich das Entstehen zu Deutschland völlig gegenteiliger Formen bedeuten muß.

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