Willkommenskultur in Deutschland

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2014 lebten in der BRD 629.000 Flüchtlinge, 130.000 mehr als ein Jahr zuvor. Eingerechnet sind 338.000 anerkannte Flüchtlinge, die politisches Asyl oder einen anderen Schutz bekommen haben – das entspricht einem Plus von  44.000 als im Vorjahr. Hinzu kommen 291.000 Asylsuchende und Geduldete. Das sind 86.000 mehr 2013.

Zum Stichtag 31. Dezember 2014 waren im Ausländerzentralregister 113.000 Menschen aufgeführt, die kein Asyl bekommen haben. 2013 waren es 94.500 Menschen, die ausreisepflichtig waren, aber dieser Pflicht nicht nachkamen. Soweit die nackten Zahlen.

Eine repräsentative Emnid-Umfrage im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung hat nun weitere Fakten erhoben, die aufzeigt, dass die sogenannte “Willkommenskultur” steigt. So finden sechs von zehn Deutschen, dass Zuwanderer hierzulande freundlich empfangen werden, 68 Prozent der befragten Zuwanderer fühlen sich von staatlichen Stellen willkommen geheißen. Nach der Auswertung der Umfrage, will eine große Mehrheit der Deutschen, dass die Bundesrepublik noch attraktiver für Zuwanderer wird:  82 Prozent der Befragten befürworten spezielle Hilfen für Migranten auf Arbeitsämtern, 76 Prozent eine leichtere Anerkennung ausländischer Schul- und Berufsabschlüsse 4 Prozent der Befragten würden gegen die Benachteiligung von Einwanderern mit Gesetzen vorgehen. Mehr als die Hälfte der Deutschen würde die rechtliche Grundlage für Zugezogene verbessern: 56 Prozent der Befragten fordern eine Erleichterung der Einbürgerung, 62 Prozent ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht für Einwanderer aus anderen Ländern.

Allerdings ist die Meinung zur Fragestellung ob Einwanderung nutzt oder schadet nicht eindeutig. Die Mehrheit von jeweils über 60% befürchtet soziale Spannungen und eine Belastung des Sozialwesens der BRD sowie Probleme in der weiteren Schulbildung. Dem gegenüber stehen 67% er Befragten mit der Aussage, dass man dank der Zuwanderung ein interessanteres Leben hätte. Wie interessant in diesem Fall gewertet werden soll, wurde nicht aufgeschlüsselt. Vorteile sehen die Befragten jedoch für die demographische Entwicklung und für die internationale Wirtschaft.

Vier von fünf Deutschen wünschten sich von Einwanderern, dass sie mehr von ihrer jeweils eigenen Kultur vermitteln. Demgegenüber steht der Wunsch nach der Integration von Zugezogenen deutlich: 97 Prozent der Befragten finden, dass Einwanderer sich um ein gutes Zusammenleben mit Deutschen bemühen sollten, vier von fünf fordern mehr soziales Engagement von ihnen. Drei Viertel der Deutschen erwarten schließlich von Einwanderern, sich an die deutsche Kultur anzupassen.

Vor allem fällt auf, dass Westdeutschland teilweise beim Thema anders denkt, als die mitteldeutschen Bürger. Der “Westen” scheint mehr die Chance in einem Einwanderungsland zu sehen, als die Länder östlich der Elbe.

Ein Kommentar zu diesen Daten erscheint heute noch auf Demokratur.eu

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