Flüchtlingslager Dresden: Kein Angriff, aber Räumung und Hungerstreik

Deutschland

„Polizei muss Asylcamp vor Pegida schützen”, „Neonazis attackieren Flüchtlings-Protestler”, „Räumung nach Angriff auf Flüchtlingslager in Dresden.” So lauten die Schlagzeilen am heutigen Tag in der Systempresse nach der PEGIDA in Dresden. Die Polizei schildert den Vorfall ganz anders.


Nach Angaben der BILD liefen im Anschluss an die PEGIDA etwa 300 Teilnehmer zum Dresdner Theaterplatz, wo die Asylanten ihre Zelte aufschlugen. Angeblich konnte die Polizei den „vermummten PEGIDA-Mob” gerade noch den Weg versperren und die „aggressiven PEGIDA-Anhänger” mit einer Polizeikette zurückdrängen.
Laut DNN waren es immerhin noch 100 PEGIDA-Teilnehmer, die zum besetzten Platz gingen, wovon etwa zwei Dutzend versucht hätten, diesen zu „stürmen”. Hierbei handelte es sich bei den Angreifern im Gegensatz zur BILD ausschließlich um „Rechtsextreme”.

Noch hetzerischer äußert sich der ZEIT-Blog „Störungsmelder”:

Etwa 150 PEGIDA-Anhänger greifen von allen Seiten das Camp an. Die Situation eskaliert, als Feuerwerkskörper von Seiten der Angreifer auf das Camp geworfen werden. Schnell rücken Polizeikräfte an und versuchen sie vom Camp fernzuhalten. Die Unterstützenden bilden eine Kette rund um die Zelte. Auf den Seiten der Angreifer sind vor allem Hooligans und Neonazis zu sehen.

Die anwesende Polizei hat dieses Geschehen jedoch anders in Erinnerung. So lautet es im Polizeibericht:

Nach Ende der Versammlung auf dem Neumarkt begaben sich einige Personen [Teilnehmer der PEGIDA, Anm. d. Red.] in Richtung Theaterplatz. Letztlich hielten sie sich im Bereich der Sophienstraße sowie am Theaterplatz auf. Zwischen diesen Personen und den noch auf dem Theaterplatz befindlichen Personen [Antideutsche und Asylanten, Anm. d. Red.] kam es wechselseitig zu verbalen Provokationen. Tätliche Auseinandersetzungen wurden durch Polizeikräfte, darunter die Polizeireiterstaffel, unterbunden.

Keine Attacke, kein Angriff, kein Durchbruchsversuch. Lediglich eine verbale Reaktion auf die Provokation durch das Zeltlager, herbeigeführt von rot/grün/bunten Deutschlandhassern und ein paar Flüchtlingen.

Auch PEGIDA stellt in einer Stellungnahme die Situation dar, wie sie sich abspielte:

Es ist natürlich wahr, dass sich ca. 100 Teilnehmer der PEGIDA-Veranstaltung nach Beendigung in Richtung Theaterplatz begeben haben um die angekündigte Räumung zu beobachten, dies ist unbestritten.
Vor Ort angekommen, war die Lage folgendermaßen: Die Polizei hatte zwei Sperrketten gebildet (beide mit Blick auf die linksautonomen, gewaltbereiten Campingplatzbetreiber, was schon alles sagt) und es wurden von diversen vermummten, nicht zuordenbaren Personen bereits bei Ankunft sinnlose Sprechchöre skandiert.

Der Spuk hat hat jedoch ein Ende. Ein Eilantrag vor dem Dresdner Verwaltungsgericht gegen die Räumungsverfügung der Stadt scheiterte. Anders als gestern noch angekündigt (der Preussische Anzeiger berichtete) räumte die Polizei bereits am Dienstagmorgen den Platz. Zelte, Schlafplätze und Toiletten wurden entfernt. Bleiben wollen die Unterstützer und ihre Asylanten trotzdem bis zum 25. März. Auch ohne Stühle, Schlafsäcke und Klos. Aber auch ohne Kochmöglichkeiten. Somit treten sie jetzt in den Hungerstreik, bis ihre Forderungen erfüllt sind.

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8 thoughts on “Flüchtlingslager Dresden: Kein Angriff, aber Räumung und Hungerstreik”

  1. Sie treten in den Hungerstreik?
    Na dann lasst sie verhungern, damit haben sich dann auch deren “Forderungen” erledigt 🙂
    Aber Spaß beiseite.
    Wenn sich der Staat von solchen Asozialen erpressen lässt, wäre das ein echtes Armutszeugnis.

  2. Das die Presse lügt ist mir vollkommen klar das macht sie immer leider oder meistens.

    Den Polizei Bericht glaube ich eher als der presse, aber natürlich auch nicht 100%.

    Ich finde das sind Idioten die dortigen Asylanten weil es ihnen nicht reicht was sie schon bekommen und weil sie nicht ein sehen können das sie einfach zufrieden sein müssen was se bekommen.

    Die Asylanten sollten einfach die Wohnungen oder das was sie haben so einrichten (dekorieren) wie sie es wollen.

    Andere Menschen haben gar nichts oder leben auf der Straße und dazu muss ich leider sagen das leben ist nun mal kein Ponihof oder der Garten Eden.

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