Nun wird es persönlich

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Wenn man gegen den Strom schwimmt, kostet es Kraft und oft genug schwimmt man allein. Ob als Fisch oder als Mensch, die Gefahren lauern überall. Und plötzlich kommt von links ein großer Fisch der zubeißt, aber nicht anpackt. Das nennt man in der BRD Meinungsfreiheit und Demokratie. Die Meinung ist nämlich so frei, so lange sie in das vorgegebene Konzept, um nicht Korsett zu sagen, passt. Weitere Denkprozesse sind nicht gern gesehen oder erst gar nicht erlaubt.

Was in dieser Kurzbeschreibung nach Diktatur klingt, ist in der BRD Alltag. Eine Diktatur der politischen Korrektheit, eine Blockade der Meinungsfreiheit.

Peter Willweber wird davon ab heute ein Lied singen können. Der Inhaber einer Mietwohnzentrale in Dresden sprach auf der gestrigen PEGIDA und wird von Medien und Mitbürgern dafür angefeindet. Was er sagte, um Hass zu erzeugen?

Nach Mopo24 Angaben:

“War die Wende 89 umsonst, gibt’s die Bürgerrechte nur noch auf dem Papier?”  “Die Dresdner Thesen sind völlig normale Forderungen, die längst realisiert sein müssten.” “Wir verlangen unsere Freiheit, Demokratie und unser Land zurück”

Für diese Aussagen will so mancher links-schaffender Bürger nun Willweber die berufliche Zukunft verbauen. Über Facebook wird dazu aufgerufen sich über ihn bei der Firmenzentrale der Mietwohnzentrale zu beschweren, um ihm die Lizenz für seinen sächsischen Ableger zu entziehen.

und wann werden wieder - PADer Autor dieser Zeilen wundert sich darüber nicht, war er persönlich gestern auf einer Veranstaltung, auf der gegen die “rechten Umtriebe” im Norden diskutiert werden sollte. Von Diskussion war wenig zu spüren. Es gab keine Widerworte zu den Thesen der Vortragenden. Es erinnerte an einen FDJ-Abend, nur freiwilliger. Die rechten Umtriebe, die dargestellt wurden, waren, nach meiner Ansicht, ein klassisches Symbol für Demokratie und Meinungsfreiheit. Denn es ging nicht um Nazipropaganda oder irgendwelche Gewaltübergriffe. Es ging darum, wie man beispielsweise PEGIDAS und Montagsdemonstrationen sowie die kleinen Friedenskreise im Norden bisher erfolgreich verhindern konnte und in Zukunft verhindern würde. Es ging, kurz gesagt, darum, wie man verhindern kann, dass jemand seine Meinung sagt.

Auch der Preußische Anzeiger war einmal mehr Thema. Natürlich wurde über den Herausgeber und das Magazin gesprochen. Mit ihm? Keineswegs! Er wurde auch nicht eingeladen, um seine Sicht darzustellen. Er war nur zufällig vor Ort, konnte sein Gesicht am aufgestellten PC-Monitor erkennen und lauschen, wie böse er doch sei. Und nein, er meldete sich nicht zu Wort um die Sachlage nicht eskalieren zu lassen.

Wenn in der Bundesrepublik Deutschland Mitbürgern, also Nachbarn, Kollegen oder aber zufälligen Gästen in einem Lokal, die Meinung untersagt wird, wenn in der BRD nur noch eine Meinung zu gelten hat, wenn in unserem Land dafür gesorgt wird, dass Menschen ihre Zukunft verbaut wird – was unterscheidet uns im Jahre 2015 dann noch von den Anfängen der 1930er, den 1950er Jahren? Was unterscheidet diese Meinungskultur dann noch von den diktatorischen deutschen Staaten?

Und wann werden Freidenker wieder in Gefängnisse gesperrt, gefoltert oder in Arbeitslager interniert? Oder gibt es das alles bereits und wir sagen in 10 Jahren: “Wir haben nichts gewusst, wir haben nichts gesehen?

2 thoughts on “Nun wird es persönlich”

  1. Zitat:
    “Wenn man gegen den Strom schwimmt, kostet es Kraft und oft genug schwimmt man allein. Ob als Fisch oder als Mensch, die Gefahren lauern überall.”
    Aber Sie schwimmen nicht ganz allein Herr Ernst.
    Ihre Mitautoren wie Herr Luley oder Herr Schwochert schwimmen mit Ihnen.
    Und Ihre Leser, wie ich z.B. schwimmen auch mit Ihnen.
    Sie sind nicht allein.

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