Ohne Moos nix los!


Flüchtlinge nur für Arme

Die grauen Vorstadtviertel werden um ein Flüchtlingsheim nach dem andren kulturbereichert. Ganze Stadtviertel darf kann man als Deutscher nicht mehr betreten. Glücklich können sich die Reichen der Oberschicht in den Nobelvierteln Hamburgs schätzen. Das Verwaltungsgericht Hamburg gab einem Eilantrag von drei Anwohnern im Stadtteil Harvesterhude statt und erließ in einem Gerichtsbeschluss den sofortigen Baustopp für ein geplantes Asylantenheim. Das Gebiet sei ein besonders geschütztes Wohngebiet, hieß es in der Begründung. Harvesterhude ist nicht das einzige Bonzenviertel, welches diesen Titel trägt. Die Oberschicht in Hamburg darf aufatmen.

Leserbriefe an die MoPo zeigen den Unmut der „Unterschicht“:

Die Argumentation, dass Flüchtlinge dem Ansehen eines Viertels schaden, sei unglaublich. Weil in Harvestehude „ein paar arrogante Bewohner fürchten, dass mal ein kleines traumatisiertes Kind in der Nacht weinen“ oder mehr Verkehr auftreten könnte „Ich habe noch keinen Flüchtling gesehen, der sein Auto mitgebracht oder sich hier eines zugelegt hat.“

Jetzt habe die „egoistische feine Gesellschaft in Harvestehude ihr Ziel erreicht“, schreibt ein anderer Leser. Nun hieße es im Nobelviertel „Ausländer raus!“. Es sei eine Schande für „unsere weltoffene, liberale Stadt“ und ein Schlag ins Gesicht „für alle Bürger, die klaglos mit Hunderten von Asylbewerbern Nachbarschaft leben.“ Bei PEGIDA würden laut diesem Leser jetzt die Sektkorken knallen.

Alles nach dem Motto: Flüchtlinge zu uns, aber nicht bei mir…

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