Hackerangriff: JN im Visier der Ermittlungen

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Regelmäßig werden „rechte“ Netzseiten oder Netzläden gehackt. Kundendaten werden veröffentlicht und eben diese Kunden bekommen dann nicht selten nächtlichen Besuch. Man wacht durch den Lärm eines eingeworfenen Fensters oder gesprengten Briefkasten auf. Oftmals werden auch nur die Hauswände beschmiert. Das ist noch harmlos, denn nicht selten kommt es zu persönlichen Übergriffen. Doch die Verfahren werden meist eingestellt. Täter sind nicht zu ermitteln. Liest man ja oft genug in der Zeitung. Ach, Irrtum. Davon verliert sich kein Wort in der Presse.


Aber wehe, ein „linker Internetshop“ wird gehackt. Auch ohne dass da weiter etwas passiert, geht es durch die Medien. Die Polizei ermittelt, als wenn sie nichts anderes zu tun hätte.
Aus „Vergeltung“ für die Angriffe auf nationale Seiten hackte sich eine Gruppe Namens „National Sozialistische Hacker Crew“ den „linken“ Versandhandel „Impact Mailorder“. Eine Grußbotschaft wurde hinterlassen (Seid gegrüsst Zeckenpack!!“), Daten, rund 40.000 Adressen, wurden im Netz veröffentlicht. Diese machten auch schnell auf Facebook die Runde. Auch die JN, die Jugendorganisation der NPD, teilte diese Daten. Die Polizei ist sich schnell einig,  diese müssen deswegen die Täter sein. Schreibt zumindest die SHZ.
Außer dem Versandhandel, dessen Seite noch nicht wieder in Betrieb sei, ist bisher keine Person zu schaden gekommen. Trotzdem geht ein Aufschrei durchs Land, denn neben „Impact-Mailorder“ hat auch die schleswig-holsteinische Landtagsabgeordnete der Piratenfraktion, Angelika Beer, Strafanzeige erstattet.
Gerade die Piraten, deren „linke“ Fraktion für Hackerangriffe auf „rechte“ Netzseiten berüchtigt ist.

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