Vorurteile im Kleid der Satire oder: Schwarze als Kononenfutter

Satire & Humor

Wie Satire Vorurteile schürt, zeigt dieser Tage das Satiremagazin „Titanic“. In der neuen Ausgabe hetzt das Magazin gegen Schwarze und gegen die „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida). Allerdings hetzt das Magazin in Bachmanns Namen gegen Schwarze. Der arme Bachmann! Sein Name muss als Maske herhalten; offenbar fehlt der Redaktion Mumm zur offenen Hetze! Nach dem Willen der Redaktion soll der Kommentar aber nicht den Rassismus der Redaktion bloß legen, sondern den vom Pegida-Organisator. In dem Kommentar beschwert sich der angebliche Bachmann, in Dresden wurde ein Schwarzer ermordet, aber nicht den Mord kritisiert er, sondern bestreitet ihn und die moralische Verantwortung dafür. Am Ende des erlogenen Textes schreibt „Titanic“: „Heil Hitler und einen schönen Tag.“ Dass es Bachmann um Islam geht, scheint die Redaktion nicht weiter zu interessieren. Warum auch? Anfang des Jahres wurden Satiriker in Frankreich getötet – was interessiert das in Deutschland! Islamkritik in Deutschland bedeutet: Man kritisiert Islamkritiker. Leider ist eine solche vorauseilende Arschkriecherei auch kein Schutz vor islamischen Anschlägen. Kürzlich veröffentlichte der Publizist Jürgen Todenhöfer ein Interview mit dem deutschen Dschihadisten Christan Emde, das er letztes Jahr in Syrien geführt hatte. Emde sagt, Deutschland würde von islamischen Anschlägen nicht verschont werden. Man kann sich Fragen, wie das zu verhindern sei; das würde aber eine Diskussion über den Islam mit einschließen, oder: Man verschließt die Augen davor und kritisiert Islamkritiker. Man darf raten, für welchen Weg sich die „Titanic“ entschlossen hat!

Apropos: moralische Verantwortung! Wer Schwarze als Opfer für angeblichen Rassismus ins Felde bringt, zeigt, was er in Wahrheit von ihnen hält: Für ihn sind die nur „Kanonenfutter“! Und das soll moralische Überlegenheit sein! Stellvertretend für die „Titanic“ entschuldige ich mich bei den in Deutschland lebenden Schwarzen: Ihr seid keine Opfer, ihr seid vollwertige Mitglieder unserer Gesellschaft! Bitte entschuldigt, dass Deutsche, die unbedingt recht haben wollen, euch als Opfer missbrauchen, damit sie als Helden auftreten können.

Einen Witz ist der „Titanic“- Redaktion allerdings gelungen. Ihren erfundenen Text haben sie mit der Überschrift versehen: Bitte keine Vorurteile.

Dem Islam in den Arsch kriechen und Schwarze als Opfer missbrauchen: Deutschland Deine Demokraten!

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