Lügenpresse in Aktion

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Der Vorwurf „Lügenpresse“ hat sich in die Köpfe eingebrannt. Ein neuer Begriff für die sogenannten Qualitäts- und Meinungsmedien?
Daran ist die Presse, der Journalist, teilweise gar nicht Schuld. Durch den Abbau von Redaktionen, der Entlassung kritischer Journalisten und dem Einsparungswillen in Zeitungs-, Rundfunk-, und Fernsehhäusern verlassen sich auch die einstigen Informationsgeber auf fremde Nachrichtendienste. Dabei entscheidet selten die Qualität, immer öfter der Preis. Der Einkauf von Nachrichten ist eine globale Kehrseite des neuen Journalismus. Gern schickt man zusätzlich Aussenreporter an die Orte des Geschehens. Meist jedoch einige Kilometer vom tatsächlichen Aktionspunkt entfernt, erzählen diese das, was eingekauft wurde.


Erst durch das Internet erfährt so der Leser, Hörer und Zuschauer was wirklich passiert. Weil Menschen sich an jenen Orten in die Pflicht nehmen, ihre Sicht auf die Wahrheit zu verbreiten. Oft sind diese weder ausgebildet noch verfügen sie über die Mittel der Profis. Und bis Meinung gegen Meinung ausgewertet ist, ist die Nachricht zu alt – und damit nicht mehr relevant. Mit alten Nachrichten kann man kein Geld verdienen, höchstens noch den Fisch einpacken.
Vielleicht erklärt jenes, warum erst gestern Nacht, 12.01. um 23:17 Uhr, der Spiegel Online aufzeigte, dass die Politiker beim Trauermarsch in Paris gar nicht an vorderster Front gingen. Auf Twitter, Facebook, mehreren Blogs und freie Nachrichtenseiten – aber auch „Daily News“ – berichteten bereits seit Sonntag davon. „Aus Sicherheitsgründen“ gingen die Staatsmänner und Frauen nämlich auf einer abgesperrten Seitenstrasse einige Schritte. Eine Art Fototermin. Ein Fototermin der in den deutschen Medien wiedereinmal komplett anders dargestellt wurde.

Stattdessen versucht das ZDF weiter Stimmung gegen PEGIDA zu machen. Zum einen wiederholt man gern die Worte der politischen Elite, zum anderen warnte man davor, dass sich PEGIDA das Charlie Hebdo-Attentat zu eigen machen könnte. Trauer und Trauernde, ein Attentat, zum eigenen Nutzen zu machen gehört sich nicht! Da muss man den ZDF-Schreibern recht geben. Aber …

Ist nicht jener Fototermin, abseits des Trauermarsches ein „zu Eigen machen“? Sind nicht unsere Medien, die plötzlich auf das linke, teilweise anarchistische, Satireblatt zeigen und voller Anteilnahme wirken, ebenso dabei, die Opfer für sich auszunutzen? Sind nicht die Politiker in Deutschland, allen voran Frau Roth, dabei das Attentat für die eigene Karriere zu missbrauchen? Oder die neuen Gesetzeswünsche, die uns Freiheit nehmen und dafür Sicherheit vorgaukeln wollen – fahren sie nicht auf der selben Schiene? Da gefallen einem plötzlich die besonnenen Aussagen vom Innenminister de Maizière. Er blieb in den Gesprächssendungen von ARD bis Phönix ruhig und besonnen und stellte ebenso klar, jede Vorsichtsmassnahme entfernt ein Stück Freiheit!

Das Stück Freiheit jedoch, das nahmen wir uns Bürger. Bei jeder Wahl und bei jedem Kauf von BILD & Co.. Bei jedem doppelten Überlegen um ein Wort zurechtzubiegen. Bei jeder Angst, man könnte falsch ausgelegt werden, den Arbeitsplatz verlieren. …

Aber wir und die Medien können daran arbeiten. Ein erster Schritt, in die richtige Bahn, ist der Artikel von SPON. Durch solche ehrlichen Hintergrundberichte könnte das Zutrauen der Leser wieder wachsen. Dann werden vielleicht auch wieder Publikationen wie der Preußische Anzeiger unnötig. Doch ich befürchte, bis dahin ist es noch ein langer Weg!

One thought on “Lügenpresse in Aktion”

  1. Dann werden vielleicht auch wieder Publikationen wie der Preußische Anzeiger unnötig.

    Was soll dieser Unterwerfungsquatsch?? Sie heben den Spargel auf einen Thron, der ihm sozusagen als Erbhof zukommen soll? Der Spargel war schon immer ein antideutsches BRD-Medium – auch zu seinen ‘besten Zeiten’ und er wird NIE irgendetwas anderes sein können. Wenn sie also KEINE antideutsche mehr in der Welt wollen, bzw. in ihrem Fall stattdessen HOFFENTLICH eine dezidiert PREUSSISCHE Publikation, dann sollten sie aufhören bzw. gar nicht erst anfangen auf ausgerechnet den Spargel als Erfüller ihrer Wunschträume zu hoffen und stattdessen einfach selber an der und für die Erfüllung ihrer Wunschträume zu arbeiten respektive zu schreiben!

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