Ohne Moos nix los!


Wie die Politik, mit der SPD, sportlicher wird!

Ginge es nach den Sozialdemokraten, würden in Deutschland Wahlwochen eingeführt. Ich finde das eine blendende Idee. Ja, warum nicht!

Hat man heute keine Zeit, wählt man eben morgen. Hat man heute wichtige Termine, wählt man eben morgen. Und geht man heute und morgen lieber zum Bummeln in die Stadt, wählt man eben überhaupt nicht! Wir sind keine DDR, in der es Wahlzwang gab.

Seien wir mal ehrlich: Die DDR hatte eine Menge Vorteile. Die Wahlen waren bereits entschieden, noch bevor die Wähler ihre Kreuze gemacht hatten – was eine Erleichterung für die Wähler. So mussten sie nicht mitfiebern, wer eventuell gewinnen könnte. Auch mussten sich die Bürger der DDR nicht über Inhalte den Kopf zerbrechen. (Es gab keine!) Auch stellten sich immer die gleichen Kandidaten zur Wahl, was einem das Gefühl familiärer Bindung gab und eine Wahl richtig heimelig werden ließ. Und sollte man doch nicht einverstanden sein, konnte man gehen. Dazu musste man lediglich Stacheldraht überwinden, sowie Schießanlagen, Gräben, Kugeln der Grenzwächter und eine haushohe Mauer, die um das ganze Land gezogen war. Aber dann war man frei! Man muss der DDR zugutehalten, dass jeder die Chance auf Freiheit besaß! So miserabel war der Sozialismus also nicht, wie einige Miesepeter behaupten.

Ich bin mir sicher Yasmin Fahimi, Generalsekretärin der SPD, hätte sich dort nicht unwohl gefühlt. Zielen doch ihre Vorschläge in diese Richtung. Auch bei der SPD führen Inhalte ein kümmerliches Leben. Man ist irgendwie dafür, aber auch flexibel genug, um dagegen zu sein. Wobei die Themen austauschbar sind, sie müssen nur zulasten des Volkes gehen. Das sieht man bei Herrn Maas, dem Bundesjustizminister der SPD. Er ist irgendwie für Meinungsfreiheit, aber auch dagegen. Ja, der Mann ist flexibel! Dazu hat er auch eine überzeugende Begründung parat. Er ist für Redefreiheit, aber gegen „Hasskriminalität“. Was genau das ist, weiß er selbst nicht, in diese Kategorie fallen aber all jene, die gegen ihn oder die SPD sind. Alle anderen Themen sind dann Verhandlungssache. Einfacher kann Politik nicht sein. Erich Honecker hätte sich über einen Maas, in seinem Kabinett, gefreut. Kritik an Honecker wäre dann etwa so ausgefallen: Politiker X. zu Honecker: „Sie sind ein Despot und gehören verurteilt!“ Dazu Maas: „Jeder hat das Recht, seine Meinung zu sagen, wie sie mit der sozialistischen Linie unseres Landes übereinstimmt. Und jetzt ergreift diesen Verräter am Sozialismus!“ Da wir aber nicht in der DDR leben, muss der arme Maas von „Hasskriminalität“ faseln. Er kann einem wirklich leidtun. In der DDR war Politik um so vieles leichter. Schade, dass sie von Miesepetern zu Fall gebracht worden ist.

Ist der westliche Wähler nicht auch ein Miesepeter? Ernsthaft: Warum geht jemand nicht wählen? Er verweigert die Wahl, weil er mit der Politik nicht einverstanden ist und auch nicht glaubt, dass eine andere Partei besser als die aktuelle Regierung ist. Mit anderen Worten: Wähler wählen nicht, weil sie keine Wahl haben. (Oder zu haben glauben.) Das liegt vor allem daran, wenn man ihnen stets vermittelt, es gäbe keine Alternative. Ein Spruch, den Bundeskanzlerin Merkel oft gebraucht. Heißt aber Politik nicht: Lösungen schaffen und Alternativen finden? Wie kann man da von einer alternativlosen Politik reden und sich über mangelnde Wahlbeteiligung ärgern! Erfreulich ist da schon eher, was der SPD-Fraktionschef Oppermann gesagt hat. Er bejahe Bürgerbefragungen auf Bundesebene. Diese Richtung gefällt mir. Andererseits: Wenn man SPD-Themen verneint, begeht man Hasskriminalität. Insofern sind Bürgerbefragungen nur ein Gesinnungstest, ähnlich wie in der DDR. Schon erstaunlich, wie die DDR, nach ihrem fünfundzwanzigjährigen Ableben, wieder von den Toten aufersteht. Sicher gibt es einige, die sich auf eine Mauer mit Schießanlagen freuen. So hat die DDR immerhin Breitensport gefördert.Zwischen dem 13. August 1961 und dem 9. November 1989 sollen – verschiedenen Angaben zufolge – zwischen 100 und 200 Menschen getötet worden sein, als sie die Mauer überwinden wollten. Da kann man sehen, wie sportbegeistert die Wähler in der DDR waren.

Ich finde, wenn man uns Deutsche zu einem sportlicheren Volk machen will, sollte man in Zukunft nur noch SPD wählen. Herrn Maas erweist man somit auch einen Gefallen, er muss dann keinen wegen „Hasskriminalität“ anzeigen, der Oppermann ist ebenfalls zufrieden, weil dann jeder seinen Gesinnungstest besteht und die Fahimi strahlt auch vor Glück, lebt sie doch endlich im Land ihrer Träume.

Was wir Bürger brauchen – wie die Luft zum Atmen – ist eine demokratische Politik und nicht den bloßen Anschein davon. Insofern sage ich: Die SPD ist eine blendende Partei: eine Partei, die verblendet ist und Wähler blendet.

Ich hoffe, die SPD teilt das Schicksal der Freien Demokratischen Partei (FDP) und verschwindet dorthin, wo sie hingehört: in die Versenkung.

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