Ohne Moos nix los!


Republik der Zentralräte

(he) Deutschland, ein zerzaustes Land. Geteilt, gedemütigt und immer wieder aufgebaut. Aber auch ein Land der Räte. Soldatenräte, Arbeiterräte waren es einst, dann kamen die Zentralräte. Erst die des real existierenden Sozialismus, dann die der anderen:

Zentralrat der Juden, Zentralrat der Afrikaner; der afrikanischen Gemeinde; Zentralrat der Muslime, Zentralrat der Sinti und Roma, Zentralrat der Armenier in Deutschland, Zentralrat der Yeziden, Zentralrat orientalischer Christen, Zentralrat der Serben und viele weitere Räte mehr.

Diese Interessenvertretungen haben nichts gemein mit der provisorischen Regierung der Münchener Räterepublik oder dem Reichsrätekongress 1918, der die Volksvertreter überwachen sollte.

Nein, diese Räte stehen ein für Forderungen – Forderungen gegen die Bundesrepublik Deutschland, gegen die deutsche Bevölkerung. Sie fordern, selbst dann, wenn die Volksteile, für die sie eintreten sollten und wollen, längst gegenteiliger Meinung sind. Wie bei dem Zentralrat der Sinti und Roma – zu dem zumindest mir bekannte Zigeuner ein eher negatives Verhältnis haben. Allein weil sie sagen, wir sind Zigeuner, Zigaan, und keine Sinti oder Roma. Oder wie beim Zentralrat der Muslime, wenn mir Muslime erzählen, dass Moslems eben nicht strukturiert sind, wie die christlichen Kirchen. Somit ist dieser Rat überflüssig, weil jeder Muslim eine andere Ansicht haben kann und darf. Und der Rat wäre, so wurde es mir gegenüber betont, gar nicht für Muslime in Deutschland, sondern stehe ein für Muslime fordern mehr Rechte in Deutschland.

Ein kleiner aber gewaltiger Unterschied, den alle diese Räte betreffen. Denn sie fordern – einseitig: Mehr Rechte, mehr Geld, mehr Lebensraum, mehr Lebensqualität, mehr Freiraum; auch gesetzlicher Natur.

Dabei sollte ein Rat beraten und für etwas einstehen. Entscheidungen treffen, Beschlüsse fassen die der Allgemeinheit dienen. Doch aufgeführte Räte dienen nicht der Allgemeinheit, oft nicht mal den Interessen ihrer eigenen Leute. Anders als die alten germanischen Räte bis hin zum Thing, ist nicht einmal das Volk anwesend bei Entscheidungen und haben keinen Einfluss auf die Forderungen. Demokratie bei diesen Räten ist oft bei genauerem hinsehen eine Farce.

Und trotzdem werden sie gehört – von Medien bis zur Regierung, die sich eigentlich ums gesamte Volk kümmern sollte. Also neben Deutschen auch um die Volksgruppen Deutschlands, wie Dänen oder Serben. Darunter auch Zigeuner, Juden oder andere Bevölkerungsgruppen die seit Jahrhunderten auf deutschen Boden bauten und lebten. Da braucht es jene selbsternannten und zumeist mit ausländischen Geldern und einheimischen Steuern mitfinanzierte Zentralräte nicht. Denn sie reden nicht für “ihre” Leute, sondern sind ein Rufrohr der anderen. Meist ihrer Geldgeber. Deshalb können sie auch ungeniert Forderungen stellen und weiter fordern, bis der Mond sich hinter die Sonne schiebt. Sie fordern um des Forderns willen – und nicht um der BRD, Deutschland oder ihre Bewohner zu nützen, zu beschützen. Wer sich jene Forderungen anschaut, kann oft genug vom Glauben abfallen.

So gibt der Zentralrat der Juden einen Einblick:

Als Körperschaft des öffentlichen Rechts hat der Zentralrat der Juden in Deutschland vor allem die Aufgabe, die Interessen seiner Mitglieder nach Außen zu vertreten. Im Laufe seiner inzwischen 60-jährigen Geschichte stand er vor zahlreichen großen Herausforderungen: die Anfänge nach dem Krieg, die Öffnung der Mauer und die Zusammenführung der Gemeinden in Ost und West, die Integration der Zuwanderer aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion. Darüber hinaus setzt er sich intensiv für das gegenseitige Verständnis von Juden und Nichtjuden ein.

Es heisst auf der eigenen Seite: “die Aufgabe, die Interessen seiner Mitglieder” Dagegen stehen unsere Räte – Bundesrat und Bundestag, sowie die Räte der Gemeinden, Städte und Kommunen eindeutig in der Pflicht zum Wohle des Volkes, zum Wohle der Deutschen zu handeln. Allein aus dieser Sicht, müsste jedem klar sein, dass die Räte und die Regierung im wahrsten Sinne des Wortes Verhandlungsgegner sein müssten. Wie Gewerkschaft und Arbeitgeber, Staatsanwalt und Anwalt. Statt dessen aber demütigt sich die deutsche Politik selbst, in dem sie jeder Forderung der Zentralräte versucht nachzukommen – ohne Rückgrad.

Dadurch wird die Möglichkeit eines friedlichen Miteinanders, eines friedlichen Ineinanderlebens, durch beide Seiten verspielt. Keine der Räte, keine der Regierungen ist für den hier lebenden Menschen in Aktion und handelt im Sinne aller. Es wäre an der Zeit, wenn die Zentralräte ihre einseitige Aufgabe überdenken und sich dafür einsetzen, dass ihre Wahlheimat zur Heimat wird. Auch zu ihrer! Das funktioniert nicht mit Forderungen, sondern durch Taten, durch anpacken! Denken wir zurück:

Als die Franzosen aus Frankreich flüchteten, in Preußen eine neue Heimat bekamen, wurden sie schnell heimisch. Nicht durch Landschenkungen, sondern durch harte Arbeit an einer Zukunft. Einer Zukunft für sich und ihre Kinder. Einer Zukunft, in der die Franzosen das deutsche Leben annahmen und mit, unter, bei, für die Deutschen, für den deutschen Boden lebten – und sich selbst alsbald als Deutsche fühlten. Und das ohne Zentralrat. Ob wir daraus lernen können?

Wir brauchen, wie damals, keine Räte, die Fordern statt Machen, die von ausländischen Auftraggebern, von fremden Mächten gesteuert werden. Wir brauchen Menschen, die unsere Heimat schützen und aufbauen und mit ihr – und den Einwohnern leben wollen. Dafür auch bereit sind, ihre Pflichten zu erfüllen, denn ohne Pflichten keine Rechte, ohne Arbeit für die Gemeinschaft kein Brot der Gemeinschaft!

Diese Räte sind ein Relikt, eine Interessenvertretung die keiner mehr braucht. Stattdessen könnten die Benachteiligten Volksgruppen von heute Räte erschaffen, um ihre Sorgen erhört zu bekommen. Die Rentner, die Arbeiter, die Kinder – jene, die täglich von Armut bedroht werden und sich fragen, woher Frau Merkel wissen möchte, dass jeder Deutsche 3000 Euro im Monat zur Verfügung hat. (Österreichische EU-Politiker stehen diesem Fehldenken kaum nach) – Vielleicht braucht es einen Zentralrat der Deutschen, einen Zentralrat der freien Bürger. Eine Gewerkschaft, einen Rat für alle – die Deutschland festigen wollen.

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One comment on “Republik der Zentralräte
  1. Eine gute Idee ! Ein Zentralrat der Schweizer in Deutschland. Dann fordern wir die Abschaffung von diesem Hochdeutsch und die Einführung des Dialekts. Ich bin sicher die Preussen, Kölner und Bayer wären davon sicher auch begeistert…

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