Sibylle Berg über Pegida oder: Hetze im Namen der Toleranz! (Wolfgang Luley)

Satire & Humor

Sibylle Berg ist Kult! Diesmal offenbart sie uns ihr Unwissen und ihre Meinung über Pegida. Keine Sorge, bei ihr ist das kein Widerspruch! Frau Berg ist nämlich eine kleine Elfe, die in einer Zauberwelt lebt. Und in der hören die Gesetze der Vernunft auf Frau Berg. Unser Pech, dass wir ihr nicht bis dahin folgen können!

Eines muss ich aber Frau Berg zugestehen: Sie ist immerhin klug genug, ihre absurden Ideen im Gewand eines Gedankenexperiments vorzuführen. Das erinnert an Schulaufsätze, die man als Schüler als Hausaufgabe bekam. Thema: Wie könnte Deutschland in 100 Jahren aussehen? Dann durfte man alles Mögliche schreiben und es wurde positiv benotet. Schon allein deshalb, weil von den Anwesenden niemand in 100 Jahren da sein würde, um das Gegenteil beweisen zu können. Auf dieser Ebene ist auch die Kolumne der Berg angesiedelt. Das wird gleich zu Beginn deutlich, wenn sie schreibt: „Im fiktiven Land der Biodeutschen herrschen die Sarrazins, Steinbachs und Voigts. Und Leitkultur bis zum Abwinken. Mauer drumherum, von allen schädlichen Einflüssen fernhalten – na, wäre das was, Pegida?“ Gute Frage, Frau Berg. Verschonen einen diese Mauern vor Ihren Kolumnen? Wenn ja, ist es eine Überlegung wert. Allerdings wird es hinter der Mauer für Sie recht einsam werden. Das aber ist für uns ein kleines Opfer, sind wir dann vor ihren schädlichen Einflüssen geschützt. Was Sie betreiben, ist Hetze im Namen der Toleranz. Ihren Vorstellungen nach werden Bürger, die Pegida-Veranstaltungen besuchen, auf ein Gebiet „rechts von Deutschland“ umgesiedelt und hinter hohen Mauern gesperrt. Auf diesem Gebiet „hat es vielleicht noch Material von früher.“ Mit anderen Worten: Rechte ins Ghetto? Ins Konzentrationslager? Erschreckend, was kleinen Elfen ein Lachen ins Gesicht treibt. Ich wette, beim nächsten Einfall haben Sie sich vor Lachen geschüttelt – stimmt`s? Sie schreiben, nachdem die Mauer errichtet ist, sei Deutschland, wie es mal „gedacht war, kurz nach Kriegsende.“ Wir halten fest, sie wollen Bürger hinter Mauern einsperren und das ist dann wie nach Kriegsende? Kleiner Tipp: Erst denken, dann schreiben. Aber gut – das ist eben Sibylle Berg. Weiter! Hinter diesen Mauern, die wie ein vom Krieg zerstörtes Land sind, (wahrscheinlich zerstört durch Ihren bombigen Humor!) sollen „Autobahnen“ gebaut werden, und zwar „Tag und Nacht“. Frau Berg, mal ehrlich, wenn Sie ein Gebiet „rechts von Deutschland“ nehmen, werden Autobahnen zur Genüge vorhanden sein. Sollen die Bürger etwa, auf den vorhandenen Autobahnen, neue Autobahnen errichten? Pardon, mein Fehler. Ich darf einfach nicht logisch denken. Wir sind ja im Elfenland. Nachdem also die Mauer errichtet ist und alle Rechten auf den Autobahnen „hin- und her brettern“ erreichen Sie, Frau Berg, den Tiefpunkt Ihrer Kolumne. Was Sie jetzt schreiben, ist für mich, Volksverhetzung: „Dass die um ihre guten Bürgerrechte besorgten Menschen einem Irrtum aufsitzen und gegen eine Religion demonstrieren, eigentlich aber nur verblödete Menschen, vorwiegend geisteskranke Männer mit einem gewaltigen Hormonüberschuss und Verstandesmangel meinen?“ Ich bin mir sicher, würde ich gegen Sie eine Anzeige einreichen, würde ich scheitern. Ihre Aussage sei mit einem Augenzwinkern zu verstehen und obendrein als Frage geschrieben. Gut, clever gemacht. Trotzdem ist es, für mich, nur eins: Volksverhetzung. Sie offenbaren hier eine Geistesart, die weit unter der von Pegida liegt. Würden Sie einfach nur dumme Kommentare abgeben, ginge das noch. Sie aber reden im Namen der Toleranz, das ist menschenverachtende Heuchelei. Das wird auch nicht durch Ihre dreiste Lüge verdeckt, die Pegida würde den „Führer ehren.“

Ihre mäßig witzigen Kolumnen sind durch Tiefgang noch nie aufgefallen. Hier aber schießen Sie den Vogel ab. Ihre Kolumne ist Gosse. Die will nicht mal ein Stammtisch von Männern, die „vorwiegend geisteskrank“ sind und „gewaltigen Hormonüberschuss“ haben. In Ihrem Elfenland mag sich die Kolumne vielleicht witzig und tiefgründig lesen, das sagen aber auch Leute von sich, die besoffen sind. Hört man denen, als nüchterner Mensch zu, weiß man, was sie für Geistesmüll absondern.

In der Schule hätte Ihnen Ihr Lehrer sicher eine gute Note gegeben. Ihre Kolumne ist ja ein Gedankenexperiment, insofern konnten sie nichts falsch machen. Im Gegenteil, ich muss Sie ausdrücklich loben! Ihr Text zeigt auch dem Begriffsstutzigsten, was Sie für ein Mensch sind. Und das ist gut.

Um aber versöhnlich zu enden: Sybille Berg ist Kult. Hat nicht auch der Trash seinen Kult!

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