Dresden, die ausländerfreie Zone

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von Hagen Ernst

Als die Mauer noch stand, war ARD die Abkürzung für “Ausser Raum Dresden”, da man in “DD”, also Dunkeldeutschland, (fast) kein Westfernsehen empfang. Vielleicht waren deshalb die Sachsen 1989 so unvoreingenommen auf die Strasse gewandert und skandalierten “Wir sind das Volk”. Nun skandalieren sie wieder im “Tal der Ahnungslosen” und das trotz der Beschallung von Westfernsehen und -radio.

Auch das Potsdamer öffentlich-rechtliche Radio “Fritz”, vom rbb, zeigte sich in der gestrigen Anruf-/Meinungs- Sendung “High Noon” etwas verwundert. Sogar eine deutsche Muslimin, konvertiert, rief an und konnte die sächsische Welt nicht verstehen. Beteuerte sie doch, wie schön die Welt sei, wie freundlich liebevoll die Muslime. Fast erschien es so, als würde es ausserhalb von Deutschland nur noch Muslime geben – der Anruf der jungen Frau und die PEGIDA, irgendwie passend. Natürlich hörte man nichts davon, dass Christen derzeit die am stärksten verfolgte Religionsgruppe sind. Wenn man Islamgegner vorwirft rassistisch zu sein, was sind dann Christenjäger?

Aber selbst Schuld! Der Christ hat verlernt sich gegenseitig zu unterstützen und schaut in Ruhe zu, wie seine Mitgläubigen abgeschlachtet werden. Im wahrsten Sinne des Wortes, den Kopf verlieren. Mehr noch, statt Widerstand zu leisten, hat man Verständnis, zeigt Toleranz bis zur Selbstaufgabe. Hätten das die Wiener 1683 gewusst, wäre die Welt heute eine andere. Doch wer schaut schon in die Geschichte?

Deshalb können wir heute bei aller Freiheit uns die Köpfeabhauer anschauen und Applaus spenden. Oder eine Runde Mitleid, je nach Konfession. Nur helfen, das dürfen wir nicht.

Aber all das ist weit weg von Dresden, berichten die Experten voller Expertenwissen. Nur 0,2% bis 2,2 % Ausländer in der sächsischen Metropole. Wobei immer die Frage ist, wer ist ein Ausländer? Der ohne Personalausweis oder derjenige der an seiner, wenn auch alten, Heimat hängt? Nur 0,2% Ausländer und kaum Muslime. Ja selbst die ehemals größte Moschee, die in Dresden steht ist eigentlich keine Moschee. Die Yendize war nur eine Zigarettenfabrik, was ähnlich schädlich für die Bürger sein kann, und heute ein Bürogebäude. Warum also hat man gerade in Dresden Angst vor Ausländer, Migranten und Islamisierung?

Nur einen Tag später fand ich folgende Nachricht:

Massenfestnahme Dresden Mopo24

Zitieren wir noch einmal Mopo24, die die Spaziergänge bisher nie verstand …

“Unsere Polizisten wollten die Männer kontrollieren.” Plötzlich kippte die Lage. “Die Beamten wurden mit Flaschen beworfen und sogar mit abgeschlagenen Flaschen bedroht.” […]

“Die Gruppe von rund 40 Personen wird jetzt vorläufig festgenommen und zur Dienststelle gebracht” […]

Der Einsatz lief im Rahmen der Bekämpfung der Straßenkriminalität im Stadtzentrum. Die Männer sind wohl Drogendealer und stammen vermutlich aus Nordafrika.

 

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