Deutschland bekommt eine neue Partei ohne Programm oder irgendwas mit sozialer Liberalismus. (Wolfgang Luley)

Satire & Humor , , , , , , , , , , , ,

Wenn man die Politik nicht ändern kann, muss man eben die Parteilandschaft ändern! Unter diesem Motto kann man die bevorstehende Parteigründen sehen, die Ende September von ehemaligen Mitgliedern der FDP gestartet werden soll. Zwar fehlt der Partei ein Namen und ein Programm, es soll aber irgendwas mit Sozialliberalismus sein.

Braucht Deutschland wirklich eine weitere linke Partei?

Zwar kann man Najib Karim und Dieter Biallas, die beiden Hauptinitiatoren dieses Projekts, nicht vorwerfen, sie seien untätig, aber nachlässig sind beide schon. Die Idee, ohne Plan, aber irgendwas mit Sozialliberalismus zu unternehmen, hatten anfangs der 80iger Jahre des letzten Jahrhunderts schon einmal enttäuschte Mitglieder der FDP. Die Koalition aus SPD und FPD war 1982 zerbrochen, was einige Mitlieder der FDP zum Anlass nahmen, zu den Grünen oder der SPD überzulaufen. Einige, etwa 1000 traten aus und gründeten eine neue Partei, die sogenannten „Liberale Demokraten“, die es noch heute gibt.

Überhaupt: sozialer Liberalismus – wer braucht das? Wer sich erinnert, weiß, dass Christian Lindner, aktueller Bundesvorsitzender der FDP, einen „mitfühlenden Liberalismus“ vertritt. So forderte etwa der FDP-Politiker Lars Lindemann, Anfang August, Hartz IV Empfänger sollen aus dem Stadtkern von Berlin an dessen Rändern ziehen, damit so das Wohnungsproblem gelöst werden könne. Warum nicht einfach alle Hartz IV Empfänger in Arbeitslager stecken? Oder noch besser: alle gleich an die Wand stellen! So werden garantiert Wohnungen frei. Wenn schon „mitfühlender Liberalismus“ dann richtig.

Ich bin der Meinung, wir brauchen keinen Liberalismus, sondern Patriotismus! Wir brauchen eine Politik, die sich um Heimat und Tradition dreht, nicht eine, die Marktlogik vertritt. Mag diese Logik auch ein etwas freundlicheres Gesicht haben. Letzten Endes predigt dieses Logik nur die Gebote des Marktes. Und was heißt das im Zeitalter der Globalisierung? Die Welt wird ein großes Markthaus, in dem nur Konsum herrscht. Wer hat, kann sich alles leisten, wer nichts hat, ist verloren. Gut, dann kriegt er eben von den sozialen Liberalen ein wenig, mit dem er sich die Taschen füllen kann – ist das aber ein Leben?

Was für ein Leben Najib Karim und Dieter Biallas führen wollen, weiß ich nicht. Ich glaube aber, ein erfolgreiches. Ich unterstelle ihnen, sie wollen hauptsächlich den raschen Erfolg. Vielleicht haben sie den Erfolg der Alternative für Deutschland vor Augen, die in diesem Jahr ins Europaparlament einziehen konnten? Wäre es anders, hätten sie sich der LD anschließen können. Die hat aber keine Bundestagsmandate und keine staatlichen Zuschüsse. Mist aber auch! Die ID ist ein Haufen von Idealisten, die an ihre Sache glauben und nicht den raschen Erfolg suchen. Überhaupt darf man sich fragen, ob mit dem „mitfühlenden Liberalismus“ oder mit dem sozialen Liberalismus tatsächlich das schnöde Volk oder mehr der Geldbeutel in der eignen Tasche gemeint ist!

Brauchen wir eine weitere linke Partei? Wir müssen aufhören, unser Leben den Parteien zu überlassen. Wir müssen aufhören anderen beim Leben zuzusehen. Lasst uns aufstehen!

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