Ohne Moos nix los!


Diskriminierung auf niederländisch oder: Rassisten wittern überall Rassismus! (Wolfgang Luley)

Ich bin von Rassismus umgeben! Neulich öffne ich eine Packung Schokolade und stellen Sie sich vor, die war schwarz! Eine schwarze Schokolade zum essen, wie rassistisch. Ich überlege, ob ich am Internationalen Gerichtshof für Menschenrechte Klage einlege.

Sie finden das lächerlich? Dann wird Ihnen der Rassismus-Streit in den Niederlanden, um den Schwarzen Peter, erst recht ein Lachen ins Gesicht treiben.

Sie wissen ja, der niederländische Nikolaus hat einen Helfer, den Peter. Nein, das ist nicht der Peter, der mit der Heidi auf der Alm beim Almöhi lebt, das ist ein anderer Peter. Obwohl, der Nikolaus ist auch so eine Art Almöhi, hat er doch einen Bart und lebt im hohen Norden. Aber, ich schweife ab, es geht hier um Rassismus – jawohl.

Ein niederländisches Gericht hat nämlich höchstamtlich festgestellt, dass dem himmlischen Almöhi sein Gehilfe schwarz ist und dies sei „negative Stereotypisierung“. Genau, Schwarze, die arbeiteten: was für eine Stereotypisierung! Pardon, ich meine: ein Schwarzer, der einem weißen Ausbeuter dient, was für eine… na, Sie wissen schon!

Und der arme Schwarze verteilt schwarze Schokolade an weiße Kinder. Nein! Doch! Oh! Da ist es gut, dass das Amsterdamer Verwaltungsgericht diesen rassistischen Umtrieben, Anfang Juli, Einhalt geboten hat. So ist das Weihnachtsfest gerettet. Oder etwa doch nicht?

Wie Spiegel Online in seiner gestrigen Ausgabe schrieb, hat der himmlische Almöhi dagegen Protest eingelegt. Pardon, natürlich nicht der himmlische Almöhi, sondern treue Anhänger von ihm. Natürlich müssen die allesamt als Rassisten bezeichnet werden. Kämpfen sie doch für die Sklaverei des schwarzen Mannes. Und derart unterdrückerisch gesonnen, wollen sie gegen das Urteil des Amsterdamer Verwaltungsgerichts Widerspruch einlegen. Ich sag es ja, diese „Pietengilde“ ist ein Verein von Rassisten! Man sollte sie alle schwarz anmalen und zum Säcke schleppen in der Weihnachtszeit verurteilen. Wie, das tun die freiwillig und zwar jedes Jahr? Und es sind überwiegend Weiße? Und die beschenken jeden – sogar die Neger? Ach, Geschenke annehmen, aber sich über die Farbe aufregen. Das ist eine sehr bequeme Art von Diskriminierung!

Da fällt mir gerade ein anderer Fall ein, bei dem es um Rassismus geht. Er ist sogar noch viel Schlimmer. Am Dienstag hat die Online-Ausgabe der Huffington Post berichtet, dass in den USA eine ältere Frau zu McDonnalds gegangen ist und ein Hakenkreuz unter ihrem Burger gefunden hat. (Der Griller hatte ihren Chickenburger mit Butter bestrichen und die hatte zufällig die Form eines Hakenkreuzes.) Natürlich hat er das mit Absicht gemacht und deshalb wurde er auch konsequenterweise entlassen. Zumal er genau vorhersehen konnte, dass die ältere Dame die Brotscheibe ihres Bürgers anhebt, um zu sehen, was darunter liegt. So sind eben die Faschisten und Rassisten, sie lassen überall ihrem Wahn die Zügel sprießen. Der Rassismus ist Weiß. Zum Glück aber bin ich da und passe auf.

Hätte nicht bereits der Rassismus-Ausschuss der Vereinten Nationen die „Pietergilde“ für deren rassistische Umtriebe kritisiert, hätte ich das getan. Die haben Glück, dass nicht ich deren Feind bin. Jeder, der Rassistisch und Faschistisch ist, gehört vom Erdboden getilgt. Lager auf für Rassisten und Faschisten. Lang lebe die Demokratie!

Darauf eine Packung weiße Schokolade. Wie gut, dass ich zu den Weißen gehöre, die gegen Weiße nicht rassistisch sind!

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