Ohne Moos nix los!


Hartzer Kraftwerke

(he) Nein kein Schreibfehler. Sigmar Gabriel, Sie wissen schon; der mit dem Quecksilberlampenzwang für Kinderzimmer, auch Energiesparlampe genannt; hat es auf arbeitslose Mitbürger in Deutschland abgesehen. Nur gut, dass er derzeit nicht zur Wahl steht, denn gerade für eine Sozialdemokratische Partei war sein Ausspruch auf einer Tagung mehr als nur unsachlich.

Gabriel, Minister und Vizekanzler, diffamierte HartzIV Empfänger mit den Worten:

„Was der Kapazitätsmarkt nicht werden kann, ist so was wie Hartz-IV für Kraftwerke: Nicht arbeiten, aber Geld verdienen.“

Hat Gabriel vergessen, dass wegen seiner Partei viele auf eine HartzIV-Aufstockung; das bedeutet 40 Stunden Woche in Arbeit plus Nebenjob und trotzdem am Zipfel des Staates hängen; angewiesen sind. Oder kranke Mitbürger, Alleinerziehende und arbeitssuchende? Dem ist wohl so.

Gabriel diskriminiert und diffamiert mit seinem Ausspruch unzählige Menschen in Deutschland, die täglich versuchen, ihren Weg aus Hartz IV zu finden, die an Maßnahmen der Jobcenter teilnehmen, die sich auf jede nur im Ansatz passende Stelle bewerben, die bei der Arbeitsagentur für Förderung und Weiterbildung kämpfen, die als Alleinerziehende nicht Vollzeit arbeiten können und mit Hartz IV aufstocken müssen und jene, die zum Teil mehr als 40 Stunden in der Woche arbeiten und trotzdem am Monatsende nicht genug Geld haben, um ihren Lebensunterhalt davon bestreiten zu können. Er beleidigt Erwerbslose, die nicht arbeiten können, weil sie krank sind oder ihre Angehörigen pflegen. Für all diese Menschen muss sich der Satz des Bundeswirtschaftsministers wie ein Schlag ins Gesicht anfühlen. 

Dass das Klischee vom „faulen, arbeitsunwilligen“ Hartz IV-Bezieher, der fürs „Nichtstun“ Geld vom Staat bekommt, nichts mit der Realität zu tun hat, sollte der SPD Politiker Gabriel mit linker Vergangenheit eigentlich wissen. Noch im Jahr 2012 entschuldigte er sich öffentlich für Fehler bei den Hartz-Reformen, die von seinem Vorgänger, Gerhard Schröder, auf den Weg gebracht wurden. Er erklärte damals, dass die „Ausweitung des Niedriglohnsektors durch die Agenda 2010 schlichtweg falsch gewesen“ sei. Waren seine Aussagen mehr Schein als Sein? Ist für den Bundeswirtschaftsminister nur derjenige „etwas wert“, der entsprechend seiner Definition etwas leistet, also genug Geld verdient? Erwerbslose und Aufstocker scheinen für Gabriel jedenfalls nicht in diese Kategorie zu fallen. Dieses Armutszeugnis hat sich Herr Gabriel selbst ausgestellt.

formuliert die Internetseite gegen-hartz treffend!

Und er wird sich umschauen. Denn die Aufstockung vom Staat wird wachsen müssen. Durch unüberlegte Handlungen, sei es im Energiemissmanagement der sogenannten Energiewende, aber auch im undiplomatischen Sanktionswettlauf mit Russland werden die Preise für Energie, Kraftstoffe und Heizung weiter steigen. Viele Fehler, die er mitzuverantworten hat, werden den Bürger noch weiter in die Armut und Enge treiben…

Es bleibt die Frage, wie lange sich die HartzIV-Empfänger, Arbeitslose aber auch Arbeiter und Angestellte sowie Selbstständige, allgemein also das Volk, sich diese Diffamierungen noch gefallen lassen. Per Wort, Gesetz und Diebstahl aus der Briefbörse.

Kommentar verfassen

Bitte "Daumen drücken"

Mit einem Klick geht es weiter: zeigen Sie was Sie sehen - oder warten Sie wenige Sekunden, um weiterlesen zu können. Vielen Dank!


||Nach oben||||Zur Starseite||||Impressum||

Copyright © 2016 Das Copyright dieser Seite liegt, wenn nicht anders vermerkt, bei Romowe - Beiträge stellen ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.