Ohne Moos nix los!


„Gott bedroht die menschliche Freiheit!„ (Wolfgang Luley)

Wie tolerant, wie friedfertig, ist der Islam? Diese Frage beschäftigte gestern Kai Diekmann in seinem neuesten Bild-Zeitungs-Kommentar. Auch glaubte er zwischen der „Weltreligion“ Islam und der „menschenverachtenden“ Ideologie des Islamismus unterscheiden zu müssen.

Während also zuvor Nicolaus Fest, stellvertretender Chef-Redakteur der Bild am Sonntag, den Islam angreift, glaubt Diekmann, Chef-Redakteur der Bild, ihn verteidigen zu müssen. Peinlich sind sie aber beide. Wenn auch jeder auf seine Art.

Beginnen wir bei Nicolaus Fest. Er hatte sich am Sonntag gegen den Islam ausgesprochen; in wenigen Zeilen, die wie eine Notiz wirken, verkündete er seine Abneigung gegen den Islam, wobei er Juden- und Christentum ausnahm – und das als bekennender Atheist! Was Fest umtreibt, brachte er mit folgenden Worten auf den Punkt: „Islam als Integrationshindernis.“ Integrationshindernis? Mit anderen Worten: würden Muslime sich besser integrieren, wäre ihm der Islam genehmer. Mir scheint, Herr Fest hat den Koran nicht gelesen. Hätte er, wäre sein Kommentar treffender geworden.

Das bringt uns zu Kai Diekmann und seiner Frage, wie tolerant und friedlich der Islam ist. Nun, Diekmännelchen, auch Du hast, trotz Brille, keinen Durchblick! Hättest Du ihn, wäre Dir folgender Patzer erspart geblieben. „Wer eine Religion pauschal ablehnt, der stellt sich gegen Millionen und Milliarden Menschen, die in überwältigender Mehrheit friedlich leben.“ Mir kommen gleich die Tränen! Aber schauen wir mal im Koran, dem heiligen Buch der Muslime, nach. Ich gehe mal davon aus, dass Du und Fest lesen könnt, also, spitzt die Augen!

Kann ein Moslem, der gezielt Terror und Attentate auf Zivilisten verübt, dies mit dem Koran in Einklang bringen? Sure 2, Vers 191 sagt dazu: „Und tötet sie, wo immer ihr auf sie stoßt, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben; denn die Verführung (zum Unglauben) ist schlimmer als Töten.“ Oder mit anderen Worten: Tot allen Ungläubigen!

Können Moslems und Nicht-Moslems miteinander Waffenstillstandsverhandlungen eingehen? Dazu sagt Sure 47, Vers 35: „So lasset (im Kampf) nicht nach und ruft nicht zum Waffenstillstand auf, wo ihr doch die Oberhand habt. Und Allah ist mit euch, und Er wird euch eure Taten nicht schmälern.“ Diese Sure kann man, Allah sei Danke!, auch so verstehen, dass Moslems, so lange sie die Minderheit bilden, sich still und friedlich geben sollen, bis sie stark genug für den Kampf sind.
Oder mit anderen Worten: Tot allen Ungläubigen!

Wer sind in den Augen Allahs „Ungläubige“? Dazu sagt Sure 5, Vers 17: „Wahrlich, ungläubig sind diejenigen, die sagen: „Allah ist der Messias, der Sohn der Maria.“ Mit anderen Worten: ungläubig sind alle, die behaupten, dass Jesus der Sohn Marias sei. Pech für Christen!

Können Atheisten und Moslems in Frieden leben? Dazu sagt Sure 5, Vers 33: „Der Lohn derer, die gegen Allah und Seinen Gesandten Krieg führen und Verderben im Lande zu erregen trachten, soll sein, dass sie getötet oder gekreuzigt werden oder dass ihnen Hände und Füße wechselweise abgeschlagen werden oder dass sie aus dem Lande vertrieben werden. Das wird für sie eine Schmach in dieser Welt sein, und im Jenseits wird ihnen eine schwere Strafe zuteil.“ Mit anderen Worten: Tot allen Ungläubigen!

Dürfen sich Moslems in eine christlich geprägte Gesellschaft integrieren? Dazu sagt Sure 5, Vers 51 folgendes: „O ihr, die ihr glaubt! Nehmt nicht die Juden und die Christen zu Beschützern (Freunden). Sie sind einander Beschützer (Freunde). Und wer sie von euch zu Beschützern (Freunden) nimmt, der gehört wahrlich zu ihnen. Wahrlich, Allah weist nicht dem Volk der Ungerechten den Weg.“ Mit anderen Worten: Nein!

Diese Beispiele aus dem Koran sprechen für sich. Der Islam ist friedlich und tolerant, so lange er in der Minderzahl ist. Ist er in der Mehrzahl, ändert er seinen Ton.

Nun werde ich aber nicht den Islam allein kritisieren. Daher, zum Abschluss, etwas über Atheismus. Fündig geworden bin ich bei dem französischen Philosophen Jean-Paul Sartre (1905-1980), der kurz und prägnant formulierte: „Gott bedroht die menschliche Freiheit“.

Sartre hat über diesen Gedanken dicke Bücher geschrieben, ich will aber versuchen, euch das Wesentliche in einigen Sätzen zu erklären. Nimmt man einen großen Schöpfer an, der über unsere Taten wacht, kann man Ethik und Moral begründen, Die Begründung ist Gott. Er belohnt oder bestraft und entscheidet, was gut oder weniger gut ist. Gott ist quasi der Richter aller Richter. Nun gibt es für Gott aber keine Beweise, weshalb man auch von Gläubigen angehalten wird, an ihn zu glauben. Wir Atheisten wollen aber nicht glauben, sondern wissen. Es gibt also keinen Gott – außer in den Vorstellungen der Gläubigen – wie kann man Ethik und Moral anders begründen? Antwort: Der Mensch ist für seine Taten selbst verantwortlich, einfach, weil das zu seinem Leben als Mensch dazugehört. Dazu gehört auch, dass wir für uns und unsere Gesellschaft Verantwortung tragen lernen. Und da Gott fehlt, gibt es auch keine Vorausbestimmung mehr. Alles, was ein Mensch tut oder es unterlässt, trägt er Verantwortung. Es gibt keine Entschuldigung! Dazu gehört auch, dass er sich darüber Gedanken macht, was es heißt, ein Mensch zu sein. (Nicht ein Mensch, der von einem Gott definiert wird, sondern ein Mensch, der sich um eigene Definitionen bemühen muss.) So gesehen, sind alle, die an Gott glauben, unfrei.

Wie tolerant, oder friedlich, Religionen sind, ist nur für Leute eine Frage, die unfrei sein wollen.

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