Ohne Moos nix los!


Unsere Regierung und der Ramadan oder: Raif Badawi lässt grüßen! (Wolfgang Luley)

Was habe ich mit dem Ramadan zu tun? Keine Ahnung? Ich auch nicht! Auch weiß ich nicht, dass unsere Regierung zu einem Fest aufruft, auf dem Atheismus gefeiert wird. Wohl aber lädt Kanzlerin Merkel zur alljährlichen Weihnachtsfeier ein. Ist das ein Grund, dass sie nun auch zum Ramadan einladen sollte?

Ich habe das unbestimmte Gefühl im Magen, dass in unseren Land einiges falsch läuft. So zum Beispiel die zunehmende Verreligiösung unseres Alltags.

Mir selbst ist es zum Beispiel unwichtig, ob jemand an eine Religion glaubt oder nicht. Das heißt aber auch: er hat seinen Glauben für sich zu behalten. Ein Kreuz im Klassenzimmer empfinde ich daher als Zwang. Nichts Anderes ist es, wenn eine muslimische Lehrerin mit einem Kopftuch die Klasse unterrichtet. Das gewohnte Schema: was Christen dürfen, ist auch ein Recht der Muslime, verfängt bei mir nicht. Wir leben in einem Land, in dem Religion und Staat getrennte Wege gehen; zudem ist Religion eine Privatangelegenheit. Insofern kann ich froh sein, dass ich in einem christlich geprägten Land wohne. Würde ich in Saudi – Arabien oder im Iran leben, wäre der Islam Staatsreligion und ich würde dazu angehalten werden, mich ihm zu fügen. Was einem geschieht, wenn man sich widersetzt, sieht man aktuell in Saudi – Arabien. Dort wird Raif Badawi hinter Gitter gehalten, weil er ein Online – Forum gegründet hat, auf dem er über seine liberalen religiösen Vorstellungen schrieb. Die Folge war, dass ihn das oberste Gericht zehn Jahr Haft, 1000 Peitschenhiebe und 194. 000 Euro Strafe aufgebürdet hat. Und weshalb? Weil er angeblich den Islam beleidigt haben soll. Mit Verlaub: aber das ist keine Zukunft, die ich unserem Land wünsche. Ich will nicht, dass jene, die nach mir folgen, unter solchen Bedingungen leben müssen. Und ja, die Kirche war auch nicht besser. Sie hat ebenfalls „Ungläubige“ gefoltert und auf Scheiterhaufen verbrennen lassen. Wie gesagt: ich bin Atheist. Und als solcher Frage ich mich, warum der Islam bei uns „ankommen“ muss? Zwar hat das Christian Wulff in seiner Rede, als Bundespräsident, 2010 gefordert, aber, da hat er als Christ gesprochen. Für mich jedoch gehört der Islam nicht zu Deutschland und sollte es auch nie! Im Gegenteil: wenn Hüseyin Avni Karslioglu, türkischer Botschafter in Deutschland, die Bitte an unsere Bundesregierung stellt, sie mögen zukünftig das Ramadan – Fest ausrichten, weil dies zeige, dass „der Islam in Deutschland angekommen sei“, muss ich ihm widersprechen. Türken sind in Deutschland willkommen, sie haben aber ihre Religion für sich zu behalten. Ich will keine Aufwertung des Islam oder von Religion. Ich brauche weder ein christliches noch ein islamisches Deutschland.

Dieser Meinung würde sich auch der Islamkritiker Hamad Abdel – Samad anschießen; er verlässt aber unser Land. Auf Facebook verkündete er: „Ja, ich bin müde geworden und kann den Druck nicht mehr aushalten…“ Samad lebt unter Polizeischutz, nachdem letztes Jahr der ägyptische Prediger Assem Abdel – Maged, nach einem Vortag Samads in Kairo, zum Mord an Samad aufgerufen hatte, weil Samad angeblich den Islam beleidigt hätte. Und selbst wenn? Was maßt sich dieser Prediger an! Was maßen sich die Moslems hier an, die Samad nachstellen! Es klingt ernüchternd, wenn Samad, in seiner persönlichen Erklärung, außerdem schreibt: er wolle „Normalität und Ruhe“ finden. Ein Wunsch, den er bei uns – noch – äußern kann, würde er in Saudi – Arabien leben, müsste er das Schicksal von Raif Badawi teilen.

Nein, der Islam soll ruhig bleiben wo der Pfeffer wächst. Und Christen, die sich in ihrer ach so tollen Rolle als Toleranz – Apostel gefallen, soll er gleich mitnehmen.

Was ich mit dem Ramadan zu tun habe? Ich habe – noch – die freie Wahl, mit ihm nichts zu tun haben zu wollen!

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