Ohne Moos nix los!


Treten Sie zurück – Herr Gauck! (Wolfgang Luley)

Joachim Gauck ist Gott. Entschuldigung, ich meinte natürlich, er ist Bundespräsident. Geht es nach Thomas Oppermann (SPD), ist Gauck mindestens ein Heiliger. Er stellt ihn auf eine Stufe mit Friedrich Ebert, den ersten Reichspräsidenten der Weimarer Republik.

Ob Gauck ein Heiliger und Oppermann geistig gesund ist, lasse ich dahingestellt. Interessant aber ist die Frage, ob man Herrn Gauck kritisieren darf. Er zumindest nimmt sich enorm viel heraus, so bezeichnet er Wähler als Spinner und das ganze Volk als nicht fähig, komplexe Sachverhalte, wie zum Beispiel Wahlen, zu verstehen. Er selbst ist natürlich ein Genie…

Kein Genie, sondern ein „widerlicher Kriegshetzer“ ist er für den Landtagsabgeordneten der Linken Norbert Müller. Nun prüft die Staatsanwaltschaft, ob man widerliche Kriegshetzer auch als widerliche Kriegshetzer bezeichnen darf. Laut Paragraf 90 des Strafgesetzbuches ist es nämlich verboten, die Dinge beim Namen zu nennen. Entschuldigung: ich meine natürlich, den Bundes-Gauckler zu beleidigen.

Seit Anfang des Jahres, auf der Münchner Sicherheitskonferenz, wettert Gauck gegen eine, wie er es nennt „Selbstprivilegierung“. Und mit donnernden Worten beschwört er die große Verantwortung, der sich Deutschland zu stellen habe. Überall, wo Unrecht geschieht, wo sich Despoten aufspielen, müsse Deutschland zur Waffe greifen und jeden niederballern, der ihm bei seinen Interessen im Weg steht. Nein, das hat er so nicht gesagt. Er schwafelte lieber von Weltfrieden und so. Klar, Deutschland ist nach China und Amerika der größte Exporteur von Waffen und will der Welt Frieden bringen. Ich wüsste eine Abkürzung: Atombomben zünden, dann ist Ruhe – für immer. Auf nichts Anderes läuft dieser Friede, der nur ein anderes Wort für Krieg ist, hinaus. Das hat indirekt Horst Köhler, der Vorvorgänger von Gauck bestätigt, als er, über die Afghanistaneinsätze der Bundeswehr gefragt wurde, offen sagte: „Krieg dient zur Sicherung wirtschaftlicher Interessen.“ Ähnlich hatte sich bereits zuvor Peter Struck, der damalige Vorsitzende der SPD-Fraktion im Bundestag geäußert, er sagte: „Deutschland am Hindukusch verteidigen.“ Entweder sind Strucks Kenntnisse in Geografie schlecht oder die Grenzen Deutschlands haben sich enorm geweitet. Auf der anderen Seite, wäre die ganze Welt Deutschland, wäre auch Ruhe. Ich kann mich natürlich irren, ich glaube aber, die Welt hat etwas dagegen, deutsch zu werden. Zumindest hat sie zwei Versuche abgewehrt. Doch wie sagt man: alle guten Dinge sind drei!

Zurück zu Oppermann. Dieses lustige Kerlchen unterstellte der Linken, die würden in die Fußstapfen der Nazis treten. Und warum? Spiegel Online zitiert ihn mit folgenden Worten: „Strategie der Nazis in der Weimarer Republik“. Aha. Die Linken sind also Nazis, weil sie Gauck kritisieren? Ich dachte immer, ich sei hier der Satiriker! Offenbar habe ich mich in Herrn Oppermann getäuscht. Er ist ein Satiriker und hat gute Geschichtskenntnisse. In der Tat wurde Ebert von der Rechten kritisiert. Da fällt mir auf: Oppermann trägt einen Scheitel – hatte nicht auch Hitler einen Scheitel? Ganz richtig! Oppermann ist Hitler! Ja, so kann es mit Vergleichen gehen. Natürlich ist weder Oppermann Hitler noch Gauck Ebert. Ebert wurde von den Rechten auch nicht kritisiert, sondern er wurde von ihnen gehasst. Sie hatten ihm Vorgeworfen, Deutschland einen Dolch in den Rücken gerammt zu haben. Das erwies sich aber im sogenannten „Dolchstoßprozess“ von 1925 als eine Lüge. (Die Rechten hatten behauptet, die deutschen Soldaten seinen nicht vom Feind, sondern von den Linken und Pazifisten im eigenen Land besiegt worden, weil sie auf ein Ende des Krieges gedrängt hätten) In Wahrheit war das deutsche Heer aber geschlagen und ein Ende notwendig. Und so verschiedene historische Situationen mixt Herr Oppermann zusammen. Ich schlage vor, in Zukunft unterscheide man zwischen historisch korrekten Vergleichen und Oppermännern. Das wird die satirischen Blätter sicher füllen und füllen und füllen.

Und was Gauck betrifft: ich akzeptiere ihn nicht als Bundespräsidenten. Im Netz gibt es sogar erste Petitionen, die eine Absetzung von Gauck fordern. Das finde ich angemessen.

One comment on “Treten Sie zurück – Herr Gauck! (Wolfgang Luley)
  1. Es dürfte die Leute vom Preußischen Anzeiger sicherlich interessieren, dass meine Freunde vom „Orden der Patrioten“ und ich herausgefunden haben, dass der Oppoturnist Oppermann von der SPD Mitglied im Fernsehrat der ARD ist. Er kassiert dafür einen Haufen Kohle und hat jede Menge Einfluss auf das was im öffentlich rechtlichen gesendet wird 🙁

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