Herr Bundespräsident Gauck – ich schäme mich für Sie! (Wolfgang Luley)

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Ich erzähle Ihnen einen Witz: Ein Mann beschwert sich bei seinem Psychiater, dass dieser ein übler Nazi sei. Der Psychiater sinkt betroffen auf seinen Stuhl und fragt, wie er darauf komme. „Na der Bilder wegen“, sagt der Mann und zeigt auf den Schreibtisch des Psychiaters. „Hier ist ein Bild von Eichmann, da eins von Goebbels und das ist eindeutig Hitler!“ „Ach“, sagt der Psychiater, „also für mich sind das nur Rorschachbilder!“ Schlimm, wenn für Jemanden selbst harmlose Kleckse zu Nazis werden. Was soll man dazu sagen?

Ein ähnlicher Nazi-Wahn schlägt derzeit in Deutschland wild um sich. Am letzten Freitag hat sich Bundespräsident Gauck in der Bild-Zeitung zu Wort gemeldet. Er schrieb, dass er sich auf die anstehende WM in Brasilien freue, aber…, was dann kam waren abgestandene Phrasen darüber, wie arm und benachteiligt doch Ausländer in Deutschland seien, denen wir doch soviel zu verdanken hätten. Und wieder spulte er seine Predigt ab, Deutschland sei ein Land voller Diskriminierung und Vorurteile. Wenn ich mich nicht täusche, redet doch Herr Gauck ständig von Ausländern! Ich kann mich jedenfalls an keinen Bundespräsident erinnern, der pausenlos, ja zwanghaft, von den in Deutschland lebenden Ausländern redete.

Damit steht Herr Gauck aber nicht allein da. Heute hat sich im “Freitag” Felix Werdermann mit einer Kolumne zu Wort gemeldet. Sie heißt: „Warum die Fußball-WM nationalistisch ist.“ Und Herr Werdermann kommt auf die bahnbrechende Erkenntnis, dass Fußball Hitlerei ist. Wer nämlich die Fahnen seines Landes schwenkt, sich gar freut, wenn seine Mannschaft gewinnt, ja, der ist ein übler Rassist und Nationalist! Er ist ein Nazi! Herr Werdermann hat das zwar anders formuliert, er sagte, dass „Party-Patriotismus“ dem Nationalismus ein harmloses Gesicht verpasse; im Grunde sagt er aber: jeder der Fußball schaut, ist ein kleiner Adolf. So unglaublich Verrückt das alles klingen mag, ist Herr Werdermann aber geschickt darin, seinen Wahn ein seriöses Gesicht zu geben. Er schreibt: „Die Bundesliga entspricht dem Kapitalismus, die Weltmeisterschaft dem Feudalismus.“ Demnach ist alles, was dem Kapitalismus dient und fördert böse und verachtenswert. Sind aber Patrioten für Kapitalismus? Wenn Jemand seine Heimat liebt, ist der automatisch für den Staat? Mir scheint, Herr Werdermann gefällt sich als Vernebelmännchen der Vernunft.

Die Selbstverständlichkeit, mit der Gauck und Werdermann ihre Theorien vortragen, ist gefährlich. So äußerte Gauck bereits im April dieses Jahres, dass er gegen eine direkte Demokratie nach Schweizer Vorbild sei, weil er uns, das Volk, für überfordert damit halte. Mit anderen Worten: er hält uns alle für dumm. Und überall will er auch Nazi entdeckt haben, vor denen er warnen will. Nach einem aktuellen Urteil des Bundesverfassungsgericht von Juni dieses Jahres, darf er zum Beispiel Wähler und Anhänger der NPD als „Spinner“ bezeichnen. Das kann man bejubeln, wenn man aber beachtet, dass er uns alle für dumm hält, dann passt das nur in sein Bild, das er von uns allen hat. Von uns allen – oder sollte ich besser sagen: von uns Deutschen? Dass sich Gauck in der Regel über Ausländer positiv äußert, kann man in den Medien nachschauen. Damit ist Herr Gauck einmalig in der Geschichte der Bundesrepublik: er ist der erste Bundespräsident, der uns Deutschen sagt, für wie blöd er uns hält. Ich glaube, könnte der Bundespräsident direkt gewählt werden, würde er diese Wahl verlieren. Für mich ist er kein Bundespräsident! Er ist ein Gauckler!

Alles, was mir zu den beiden einfällt, ist der Witz, den ich Ihnen anfangs erzählt habe. Vielleicht doch nicht. Wenn ich durch die Straßen gehe, sehe ich Leute mit Nationalfahnen. Sie schenken sie und kommen miteinander ins Gespräch. Es bilden sich auch lustige Grüppchen, die miteinander ins nächstgelegene Lokal gehen. Für mich wirkt das nicht bedrohlich. Es vermittelt mir ein Wir-Gefühl. Ich fühle mich anderen verbunden. Und ja: in Zeiten ohne WM fällt mir das schwerer. Woran liegt das? Ich empfinde es als Last, mich vor Deutschlandhassern rechtfertigen zu müssen. Ich möchte zu meinem Land stehen können, ohne diffamiert zu werden. Und ich empfinde es als Schande, dass es gerade Deutsche sind, die auf Deutschland pfeifen. Und dass sie ihren Hass als selbstverständlich erachten, halte ich für die Krone der Peinlichkeit.

Herr Werdermann! Herr Gauck! Ich schäme mich für Sie!

Wenn einer stolz auf seine Heimat ist, soll er das sein! Nicht der ist ein Rassist, der für sein Land auf die Straße geht, sondern der, der sagt, ein Deutscher dürfe wegen der Nazi-Vergangenheit seines Großvaters nicht auf die Straße gehen. Deutsche, geht auf die Straße und seid stolz auf euer Land!

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