Ohne Moos nix los!


Lasst uns Täter erkennen und nicht nach „richtigen“ Tätern suchen! (Wolfgang Luley)

Ein gebürtiger Ägypter aus Berlin, Nazis und ausländerfeindliche Parolen, weisen diese Zutaten auf ein Verbrechen oder eine Farce hin? Eine gute Frage.

Keine Frage, sondern eine Tatsache, glaubt hingegen die Grüne Politikerin Canan Bayram; sie hat dem Ägypter Badiny zu einem Straßenfest „gegen Rechts“ und zu Spenden verholfen.

Hussein Badiny (43) ist stolzer Besitzer eines Restaurants in Berlin-Friedrichthain, das ihm in der Nacht zum 27. Mai zerstört worden ist. Als er morgens sein Restaurant aufschloss, fand er es verwüstet und mit Parolen beschmiert vor. Soweit eine Version der Geschichte.

Die Polizei ermittelt derzeit noch, auch gegen Herrn Badiny. Für Canan Bayram stehen die Täter aber fest und sie hält den Verdacht gegen den Restaurantbesitzer für reine Tortur. Auch in den Medien ist die Meinung gespalten.

Nun kann man sich über die Blindheit der Polizei wundern, die offensichtliche Hinweise nicht so würdigt, wie diese es verdienen. Erinnert sei in diesem Zusammenhang an die Verbrechen des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU), die von der Polizei falsch gedeutet worden waren und zu Untersuchungen und Verdächtigungen gegen die Opfer geführt hatten. Würde eine ähnliche Blindheit jetzt ebenso wild um sich schlagen, wäre das fatal. Der NSU hat aber Mordanschläge verübt und in den Jahren 2000 bis 2006 elf Menschen getötet. Herr Badiny aber lebt noch, nicht dass ich ihm den Tod wünsche, aber bei ihm wurde Mobiliar verwüstet und Parolen an die Wände geschmiert. Das ist eine andere Verhältnismäßigkeit als beim NSU. Daher kann man Frau Bayram auch nicht zustimmen, wenn sie zwischen beiden Fällen einen Zusammenhang herzustellen versucht. Allein das kommt einer Farce nahe.

Man kann der Polizei aber auch mangelnde Blauäugigkeit unterstellen! Im Jahr 2000 wurde ein Verbrechen bekannt, das sich später als Phantom herausstellte. Im sächsischen Seebad Sebnitz soll ein irakischer Junge von Nazis im See ertränkt worden sein. Obendrein sollen dreihundert Badegäste zugesehen und keiner von ihnen den Finger gerührt haben. Das klang von Beginn an unglaubwürdig und beherrschte doch wochenlang die Medienlandschaft. Dieser „Fall Joseph“ wurde dann als Unfall erkannt. Sonst wäre er ein Kniefall der Wahrheit vor der Lüge geworden. Und solche Versuche, die Wahrheit in die Knie zu zwingen hat es einige gegeben. Da gab es den Italiener Gianni C. der voll wie ein Schluckspecht, am Berliner Alexanderplatz ins Gleisbett gefallen war und phantasiert hatte, er wäre von pösen, pösen Nazis geschubst worden. Nicht weniger phantasiereich war der Deutsch-Äthiopier Erymas M., der an einer Bushaltestelle in Potsdam von Rechten ins Koma geprügelt worden sein wollte. Was für Phantasien um sich schlagen!

Natürlich sagen diese wilden Phantasien nichts darüber aus, ob Herr Badiny Opfer rechter Gewalt wurde oder nicht. Wer aber der Polizei vorschreiben will, wer der „richtige“ Täter zu sein hat, der zwingt die Wahrheit erneut in die Knie.

Obendrein sollte man sich angewöhnen, auch Straßenfeste „gegen Links“ zu organisieren. Täter sind nicht immer rechts.

Lasst uns Täter erkennen und nicht nach „richtigen“ Tätern suchen!

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