Ohne Moos nix los!


Die kaufende Kanzlerin?

(he) Facebooklikes sind die neue Marketingwährung. Wer nicht in Facebook ist, den gibt es nicht! Und wer keine Likes und Daumen vorweisen kann, dessen Unternehmensdarstellung ist, gelinde gesagt, Schrott. So zumindest denkt man mittlerweile im Social Network.

Das Unternehmen sich teilweise mit gekauften Likes den Rang verbessern ist bekannt. Doch auch die Politiker versuchen wohl, zum Teil, über gekaufte “Gefällt mir”-Klicks sich besser, interessanter zu machen, als sie eigentlich sind. So traf es einst die ehemalige Grünenpolitikerin und heute streitbare Autorin Jutta von Ditfurth. Ihr wurde vorgeworfen, sich mit gekauften Likes positioniert zu haben. Sie selbst meinte jedoch, das wäre der politische Gegner, den sie bei den Neurechten und Montagsdemogängern vermutet, gewesen.

Nun ist aber auch die Facebook-Seite von der Kanzlerin Angela Merkel untersucht worden. Nur gute 50%, also 283757 von 581000 Likes,  seien “Gefällt mir”-Angaben aus Deutschland, stellte man fest. 45,4% aller Likes kommen aus dem Ausland, wie Albanien und Rumänien. Auch so manche Einträge lassen die Vermutung zu, “das ist alles nur gekauft”, um sich an ein Lied der Prinzen anzulehnen.

Auch die Qualität der Posts auf Merkels Seite liefert Hinweise, dass die Seite der Bundeskanzlerin kein seriöses Publikum gefunden hat.  So kann man sich an Pfingsten einen Link zur verschwörungstheoretischen Alex-Jones-Show (“Info-Warrior) ansehen, gepostet von Мила Кирьякова. Auch فاروق کتابی liefert immer wieder Likes zu speziellen Aussagen der Kanzlerin, etwa am Sonntag zu ihrer wichtigen Botschaft „Frieden, Freiheit und Wohlstand festigen“. Ob فاروق کتابی das verstanden hat, kann man nicht beurteilen.

schreiben die Deutschen Wirtschafts-Nachrichten und setzen nach:

Andere User posten wieder Dinge wie Walace Aquino. Er schreibt: „Hey Guys – Could you please ADD ME.. Girls or boys. It does not matter… I’m looking for good friends from all over the world! I’m from Brazil and I study English since 2010. So I need to practice this language! Thanks.“

Die Beliebigkeit der Postings deutet darauf hin, dass Merkel tatsächlich derkäuflichen Liebe im Internet zuspricht.

Es ist die Frage, wie weit man Klicks kaufen darf und wie weit der Schritt zu gekauften Stimmen dann ist bzw. wird. Aber auch die Vertrauensfrage kann gestellt werden. Kann ich einer Kanzlerin vertrauen, die sich als “mehr” darstellt, was sie eigentlich ist. Anders gefragt, kann ich ihr vertrauen, ihr eine Führungsrolle anmassen, wenn sie in der letzten Werbekiste kramt und Menschen kauft?

Auch der Preußische Anzeiger ist auf Facebook vertreten. Unter den vorhandenen knapp 1000 “Fans” ist jedoch kein gekaufter Like dabei. Und die meisten Fans kommen, wie unsere Leser, Achtung, Überraschung und Trommelwirbel, aus Deutschland! Der direkte Vergleich:

Stern-FB-Check-Merkel Stern-FB-Check-PA

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One comment on “Die kaufende Kanzlerin?
  1. naja, wenn die mutti im eigenen land / haus nicht geliebt wird, muss sie sich halt das zeug im ausland kaufen damit sie ihre bedürfnisse gestillt bekommt 😉

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