AfD klopft an SPD Tür

Allgemein, Deutschland, Euro & Finanzen , ,

(he) Nun, man könnte jenen 7% Wählern der AfD sagen, wir hatten es Euch gesagt. Man könnte, aber wir halten uns dezent zurück. Ähnlich wie die AfD und ihr Chef Lucke während des Wahlkampfes. Nur, ganz anders als die Alternative für Deutschland, distanzieren wir uns nicht. “Mut für DEUtschland” schien aber nicht nur Distanzierung von konservativ oder gar politisch rechts eingestellten Wählern zu sein, die der AfD ihr Kreuzchen gaben.

Das “blaue Wunder” klopft nämlich charmant an die Türen von CDU, obwohl sie von sich selbst immer noch behauptet, man wäre konservativ, und der SPD, die der angeblich konservativen Partei, die kaum mehr als Merkel zu bieten hat, vorschreibt, was sie als Wahlsieger zu tun und zu lassen hat.

Lucke lies sich in der Presse mit den Worten:

“Wir wollen Politik konstruktiv mitgestalten und sind deshalb prinzipiell bereit, mit allen demokratischen Parteien zu koalieren”

und

“Ich würde mich Gesprächsangeboten aus den Reihen der SPD sicher nicht verschließen.”

zitieren.

Mit allen demokratischen Parteien, ausser mit Freiheit, NPD, Reps und Co. – soweit so klar, aber mit der SPD? Immerhin habe man auch Zulauf aus ihren Reihen, wird als Begründung nachgeschoben. Die ehemaliger Arbeiterparteiwähler nun als Wähler der AfD? Kann sein, mit sozialem haben beide wenig bis nichts am Hut und bei der SPD kann man auch nie vor den Wahlen wissen, wofür sie stehen. Außer für Energiesparlampen. Aber da setzt sich die Merkelpartei gern mit ins Boot.

Was bleibt, ist die Gewissheit, dass die AfD in der ersten Liga mitspielen möchte. Koste es was es wolle und wenn es der Schlag gegen die eigenen Wähler und die Basis ist. Wichtig sei, so Lucke, nur ein umdenken in der Europolitik. Fernweh könnte zum Slogan “Die DM darf kein Tabu” aufkommen. Doch was interessiert das Geschwätz von gestern? Und wen interessiert eine Protestpartei, die nie eine sein wollte?

Kommentar verfassen