Ohne Moos nix los!


Demokratie als Sandsack oder Erdowahn sucht Deutschland heim (Wolfgang Luley)

Es gibt nicht viele Premierminister, die Ohrfeigen für ihr Land sind, Tayyip Erdogan jedenfalls ist ein Faustschlag. Demokratie ist für ihn nur ein Sandsack, auf den er losschlagen kann. Und in diesem Sandsack steckt die Türkei.

Bald auch Deutschland?

Ginge es nach „Erdowahn“ dann sicher. Am 24. Mai sucht er die Kölner Lanxess-Arena heim, dort will er Stimmen für seine Wahl zum Präsidenten abgreifen.

Zwar protestieren in Deutschland die parlamentarischen Parteien, an der Heimsuchung Erdowahns wird das aber keinen Deut ändern. Wie auch? Wir haben eine Mickymaus als Kanzlerin, die mit ihrer piepsigen Zurückhaltung allem und jedem ein Forum bietet. So auch Erdogan, der bei seinen Besuchen in Deutschland gerne davon spricht, dass Tüken Opfer deutscher Kultur seien, die die armen Türken nur assimilieren wolle. Offenbar hält Erdowahn die deutsche Kultur für ein Monster, dass nach Türken lechzt. Man darf sich fragen, warum dann Türken freiwillig hier leben? Und auch: was will er hier? Ach ja, er will Stimmen!

Ob er die bekommt? Die Berliner Zeitung veröffentlichte heute ein Interview mit dem Chef der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Safer Cinar, in dem sie ihn fragte, ob Erdogan zurücktreten muss. Cinar antwortete: „Falls die Meldungen über Tätlichkeiten und Beschimpfungen gegenüber Bürgern zutreffen sollten, sollte er sich entschuldigen und gegebenenfalls zurücktreten.“ Kritisch äußerten sich auch Politiker der parlamentarischen Parteien, nur unsere Mickeymouse piepst lieber.

Ein Stück weit kann ich sie ja verstehen. Wer die Bilder des prügelnden Premiers gesehen hat, dem kann es leicht die Sprache verschlagen. Etwa dem Bild, als er Betroffene des Grubenunglücks in Soma ohrfeigt. Die hatten ihm doch glatt eine Mitschuld an dem Grubenunglück gegeben, und das nur, weil seine Regierung in Bezug auf Sicherheitsvorschriften geschlampt hatte. Inzwischen liegt die Anzahl der Toten Kumpel bei über 300. Aber trotzdem: Erdogan deshalb eine Mitschuld zu unterstellen, ist ein kleinlicher Grund! Der hat 2013 auf Demonstranten schießen lassen, weil sie gewagt hatten gegen ein Bauvorhaben der Regierung zu protestieren – war das besser? Offenbar sind die Türken von den Schlägen des Premiers nicht mehr bei Sinnen!

Von Sinnen ist Deutschland aber gleichfalls! Warum darf Erdogan hier auftreten? Edward Snowden zum Beispiel darf nicht in Deutschland seine Aussagen machen, in welchem Umfang wir durch die Amerikanische Regierung ausspioniert werden. Gleichwohl wurde Barack Obama, der für diese Spionage-Aktion verantwortlich ist, in Berlin empfangen. Demokraten sind in Deutschland erst willkommen, ist ihre schöne weiße Weste dreckig!

Wäre die Deutsche Regierung tatsächlich gegen Erdogan, würde sie veranlassen, dass die Kölner Arena dessen Auftritt kündigt. So aber kann er Deutschland in seinen Sandsack stecken. Unserer Mickeymouse sei dank!

One comment on “Demokratie als Sandsack oder Erdowahn sucht Deutschland heim (Wolfgang Luley)
  1. Ja Erdogan ist ein Fehlschlag, das sehen meine Freunde vom „Orden der Patrioten“ und ich ganz genauso!
    Aber das hindert unsere politische Pseudoelite leider nicht daran ihn hier öffentlich Wahlkampf machen zu lassen :_(

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