Ohne Moos nix los!


Wenn Deppen räppen! (Wolfgang Luley)

Wenn Deppen räppen, müssen sie rappen. Dieser Spruch stammt von einem Bekannten und ist – zugegebenermaßen – aus einer Bierlaune heraus entstanden. Wie mich das jetzt zu Jan Delay bringt, weiß ich nicht; jedenfalls ist er natürlich kein Depp, sondern nur ein Hetzer.

Wie die Junge Freiheit in ihrer heutigen Online-Ausgabe mitteilt, hat Jan Delay, das näselnde Rapperlein, ein Schmerzensgeld von über 20.000 Euro an Heino gezahlt.

Ehrlich gesagt, ich bin kein regelmäßiger Hörer von Heinos Liedern. Gut, er kann Töne treffen und sie auch halten, was man von anderen, näselnden Möchtegernsängern, nicht behaupten kann. Der Grund aber, warum Heino nicht zu meinen Lieblingssängern zählt, ist schlicht der, dass ich ihn anstrengend finde. Bei ihm wird selbst ein Schunkellied wie „Blau, blau, blau blüht der Enzyan“ zu einem Unterricht in Volksliedkunde. Und wenn man ihn auf der Bühne sieht, wirkt er nicht wie ein Sänger, eher wie ein Lehrer, der der Schulklasse vorsingt. In dieser Hinsicht ist Jan Delay besser. Er ist einer, der nicht vor- sondern mitsingt. Ihn kann man sich am Stammtisch anhören und dabei mitklatschen und mitschunkeln.

Bin ich jetzt ein Jan-Delay-Fan? Nein, seine Lieder zählen auch nicht zu meinen persönlichen Hits. (Und um meinen Ruf, den ich nicht habe, vollends zu ruinieren, gebe ich zu, dass mir Helene Fischer zusagt!) Übrigens, der Grund, warum ich Jan Delay als Schunkelsänger bezeichne, ist der, dass man durch seinen näselnden Singsang nicht wirklich versteht, was er sagt. Das aber hat wiederum den Vorteil, dass man sich von Rhythmus seiner Lieder mitreißen lassen kann. (Würde man verstehen, was er zu singen versucht, käme man auf die Idee, dass er nicht weniger lehrerhaft als Heino ist.) Auf jeden Fall aber ist Heino der viel nettere von beiden. Er hat nie andere beleidigt oder ist ausfallend geworden.

Was Heino mit dem Schmerzensgelt beabsichtigt? Der Bild-Zeitung verriet er, dass er das Geld spenden wolle. Heino: „zwei Behindertenwerkstätten in Bad Münstereifel und Bethel in Nordrhein-Westfalen.“ Keine schlechte Idee. Mir scheint aber, Heino ist ein Sarkasmus-Teufelchen. Warum? Er wird von einem näselnden Sänger beleidigt und spendet das Geld zwei Behindertenwerkstätten. Ein Schelm, wer dabei Böses vermutet!

Ob dem Jan klar wird, dass er nicht einfach jeden, dessen Meinung ihm gegen den Strich geht, einen Nazi schimpfen darf? Bleibt abzuwarten. In der Vergangenheit hat er mehrfach Verständnis für gewaltbereite Linke (Antifa) gezeigt.

Einsicht ist bei ihm nicht zu vermuten, dass zeigt schon der Umstand, dass er sich bei Heino nicht entschuldigt hat. Ich weiß nicht warum ich jetzt wieder an meinen Bekannten und an seine Bierlaune denken muss? Wird sicher daran liegen, dass mir nach einem Stammtisch ist.

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