Ohne Moos nix los!


Satire statt Zeitungen, Humor statt Nachrichten

(he) Ja, verehrte Leser, ich gebe es zu. Ich habe mich gestern abend beim staatstragendem Fernsehen eingeschlichen. War ganz einfach: Hirn aus, Fernseher an und auf der Fernbedienung die 2 gedrückt. Und dann – der Schock. In einer Sendung in der gelacht wird, gab es Informationen.

Nun ist es schon immer so, das Kabarett, zumindest das politische, zeigt die Wahrheit auf. Ob Scheibenwischer und Distel oder die Kugelblitze und Die Anstalt. Wenn auch, traditionell, das Kanarett links, proletarisch eingestellt ist, dürfen nichtlinksgerichtete Arbeiter und Angestellte den Klamauk ebenso beklatschen. Eine Rotlichtkontrolle ist nur selten am Eingang angebracht.

Nun sah – und vor allem hörte – ich „Die Anstalt“. Ausgestrahlt im ZDF. Europakritik. Bissig! Eurokrise. Einfach und schmerzvoll erklärt! Einige Witze über Freunde und Nachbarstaaten. Moslem und Frankreich! Und eine große Backpfeife über unsere Mediengesellschaft. Jene Medien, die sich dem Käufer als unabhängig darstellen, die meinen den Leser erklären, belehren um ihn dann entmündigen zu müssen. Presseartikel wie BILD und die ZEIT, selbst das ZDF selbst bekam etwas ab. Denn humoristisch, sarkastisch verpackt, darf noch gesagt werden, was Tacheles ist. So zum Beispiel, das Herausgeber und Journalisten der Qualitätsmedien direkt am Tropf des Staates, am Zapfhahn der Verbände hängen. Jener Verbände, die zum Beispiel die EU/NATO-Ost-Erweiterung ausgearbeitet haben und sich nun erklären müssten, warum Russland da nicht mitspielt. Gut ist es dann, wenn Journalisten selbst die Strategie mit auszuarbeiten und dann anschliessend den Lehrer gegenüber dem Leser spielen dürfen. Fremdmeinungen sind dann gar nicht gern gesehen! Wer mag denn den Sachverstand des Experten, des Journalisten, des Redakteurs, des Chefredakteurs, des Mitherausgebers anzweifeln? Sie etwa, der dumme Käufer? Sie dürfen zahlen und die Klappe halten. Funktioniert bei der GEZ-Masche ja auch ganz gut!

Es ist erschreckend, wie einfach „Die Anstalt“ diese Vernetzung darstellte, die vielen bekannt ist und nicht längst vollständig aufgezeigt wurde. Wer mag da noch an die EU glauben, wenn die Medien ihre Freiheit aufgaben und der Franzose alles macht, was Mutti Merkel will. Dafür darf er sich freuen, so die Anstalt, dass Deutschland nicht Frankreich angreift. Das auch Frankreich gern Deutschland angriff, wird vorerst verschwiegen, obwohl die Geschichtsbücher nicht nur den Namen Napoleon kennen. Doch auch noch kollektiven Geschichtsunterricht in eine humoristische Stundensendung verpacken? Das ginge wohl zu weit.

Meine Endbetrachtung des Fernsehabends: Das ZDF traut sich was! Aber nur in „Die Anstalt“ und der „heute Show“. Da sagt man die Wahrheit, wenn auch humorvoll umschleiert und nur bis zu einem gewissen Punkt. Wer diese Sendungen schaut, braucht keine Tagespropaganda mehr, sondern darf und vor allem kann das Hirn wieder einschalten. Natürlich ist nicht alles Gold was glänzt, so werden auch in dieser Sendung Themen, Nachrichten unterschlagen, die Wissenswert gewesen wären. Aber dafür haben Sie ja den Preußischen Anzeiger. Einem Monatsmagazin, das weder der „Atlantischen Brücke“ noch der bundespolitischen Aufklärung verpflichtet ist. Einem Magazin, in dem die Autoren frei; soweit vom Gesetzgeber her frei definiert wurde; schreiben dürfen.

Vielleicht ist auch das der Grund, warum der Preußische Anzeiger klein aber fein ist. Kein Rückgang der Verkaufszahlen, wie bei BILD, FOCUS, SPIEGEL und Co.; kein Verrat am eigenen Leser, wie bei der jungen Freiheit; keine einseitige Sichtweise und Darstellung, wie bei den Staatssendern. Dafür allerdings auch keine hunderttausend Leser und Leserinnen, denen wir es recht machen müssen. Aber sehr gern würden wir neue Leser begrüßen, auch im Mai, dem Wonnemonat. Doch bevor Sie nun in der Anstalt Ihren PA verteilen, schauen wir doch einmal in die bissige Sendung des Gebührenfernsehens hinein!

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