Ohne Moos nix los!


JuDit und die Junge Freiheit

SteinFB(he) Ein neues Bündnis scheint sich zu finden. Jutta Ditfurth und Dieter Stein. Die erstgenannte ist Ex-Grüne und macht derzeit nicht als Politikerin ihrer ÖkoLinx Schlagzeilen, sondern als Buchautorin und Montagsdemo-Hasserin. Allerdings mit viel Witz und wenig Ahnung. Der letzgenannte ist Mitgründer der Wochenzeitung "Junge Freiheit" und dessen Chefredakteur. Einst war die "Junge Freiheit" das Schlachtschiff der "Rechten" und "Neurechten". Oft zu unrecht wurden ihr rechtsradikale Tendenzen unterstellt, weil man nicht im Mainstream schwamm. Das änderte sich, als man intern wohl beschloss zu einer Art Parteiblättchen der AfD zu mutieren. Zumindest kommt einem das als Leser so vor. Nun haben beide Personen einen Pakt, so könnte man denken, wenn man Dieter Steins Facebookeintragung liest (links).

JuDit und Stein also Hand in Hand gegen Montagsdemos?

Dabei könnten beide darauf bauen: Selbstdenkende Mitbürger. Ditfurth, die einst aus der Öko- und Friedensbewegung eine Partei formte, die heute kommunistisch unterwandert ist, müsste mit Freude auf die Montagsdemonstrationen schauen. Schliesslich geht es hier um Frieden, um die Selbstfindung und Mitbestimmung der Bürger. Und ja, auch ökologisch könnte man meinen, denn man hält doch seine Heimat doch fast automatisch sauberer. Oder werfen Sie Ihre Zigarettenkippe ins Wohnzimmer, so wie auf der Strasse?

Und Dieter Stein kämpft seit Jahren mit seiner Zeitung für eine Neuausrichtung des Konservatismus. Nicht immer mit den besten Mitteln, aber immer durchdacht. Immerhin zeugt die Zeitung vom ständigen Aufschwung der Leserzahlen, die die BILD und den Focus erblassen lassen, wovon der Preußische Anzeiger nur träumen kann. Doch mit dem Aufkommen der AfD und der konservativen Bibliothek zog sich die konservative Elite, mit ihren Möchtegerns und echten Vordenkern zurück. In eben jenen Büchersaal und schenkte sich selbst ein. Leider nicht nur reinen, also wahren, Wein.

Doch beiden kann das Aufwärmen der Montagsdemos nicht passen. Jutta Ditfurth verdient gut am Teile-und-Herrsche-System der Parteien. Wenn da der einfache Bürger mitmischt, könnte dieses links/rechts, oben/unten-Getue schnell auseinanderbrechen. Und JuDit Posten und damit Geld verlieren. Stein wiederum könnte die Anerkennung der sogenannten intellektuellen Neurechten abhanden kommen. Während er mit Büchern umringt in künstlichen Debatten schwelgte, wurde Ken Jebsen praktisch. Selbst Elsässer hatte seinen Auftritt – und beide damit neue Interessenten gewinnen können. Tausende sind es mittlerweile die dem Ex-RBB-Mitarbeiter an den Lippen hängen. Und Elsässer wird die Kostenloswerbung auch nicht verabscheuen. Auch wenn er weder Mitorganisator noch Veranstalter der Demos ist. Beide könnten somit Steins Rang ablaufen. 

Damit dies nicht passiert, werden Nebenkriegsschauplätze beleuchtet. Montagsdemos als "Klassentreffen von 9/11-Chemtrails-Impfboykott-es-gab-keine-Mondlandung-Truther" deklassiert. Die Echsenbefürworter nicht zu vergessen. Zum Ende ist es also nur ein "hysterische Scheiß" wie Stein nachfragt? Mit diesen Unterstellungen wird es leicht sein, die Konservativen Friedensmitstreiter wieder auf das heimische Sofa zu bringen – kann das das Ziel des Chefredakteurs sein?

Ich schrieb bereits in der Facebook- Diskussion:

Aber der Konservatismus ist nicht dafür bekannt, sich Abstände zu suchen, wenn es um eine Sache geht. Was hier passiert, so mein Eindruck, durch 2,3 Andersdenkende eine Bewegung auseinander zu brechen. Erst die "JuDit" jetzt die jF? Das verwundert. Andererseits ist das Parteiblatt der AfD nun dabei in Luckes Fussstapfen zu treten. Sich von allem abzugrenzen, was dem Machtsspiel widersprechen könnte. Dabei sollte man lieber die Gemeinsamkeiten suchen, statt sich am Teile-und-Herrsche-Spiel zu beteiligen.

Naturgemäß kamen keine Lobeshymnen auf diesen Eintrag. Dennoch sehe ich dies als gefährlich an, wenn Dieter Stein, der in der konservativen Ecke kein Unbekannter ist, jetzt das Spiel von SPD bis ZDF mitspielt. Nämlich den Willen der Bevölkerung nicht aufzeigt und nicht mit-trägt. Stattdessen unterstützt er mit solchen Aussagen jene Leute, die Ken Jebsen, per youtube-Video-Beweis, unterstellen wollen, er wäre ein Echsenmensch. Dabei ist es egal, ob Elsässer, der einst für den "Arbeiterkampf" (kommunistischer Bund), für das marxistische Blatt "junge Welt" oder für die "Jungle World" schrieb und heute das erfolgreiche Monatsmagazin Compact betreibt, das "antideutsche" erfand. Heute wird ihm vorgeworfen, er gäbe Rechtspopulisten ein Forum…. Interessant ist bei Elsässers Werdegang doch, das er zum Beispiel sich von der "Jungle World" trennen musste, weil er gegen den Irakkrieg schrieb. Jebsen verlor seine öffentlich/rechtliche Anstellung durch Wortbeiträge für den Frieden. Sollte Frieden nicht der gemeinsame Nenner sein, unter dem sich alle Bürger – Vorurteilsfrei – treffen können und damit vielleicht unsere Welt ändern, gar verbessern, können?

Haben Ditfurth und Stein nun Angst, dass die Montagsdemos unser System durcheinander bringen könnten, wie einst 1989 in der DDR?

Man könnte dies fast glauben, wäre doch für JuDit eine Erfahrung, ein Werdegang; wie für die Bürgerrechtler der DDR; kaum machbar. Obwohl, auch damals schnappten sich eben jene selbsternannten Bürgerrechtler Parteiposten und wurden vom Volke brav gewählt. Und so mancher Künstler begab sich als Medienmacher auf neue Wege und kann jetzt zufrieden in die Brieftasche schauen. Allein aus dieser Sicht, könnte aus JuDit und Stein sich die Montagsdemo doch noch lohnen, wenn man all die Ken Jebsens und Jürgen Elsässers platt gemacht hat. Die Revolution frisst halt seine Kinder. Dies war schon immer so. Und noch bevor diese in Deutschland wirklich begonnen hat, werden die Zähne schon geschärft.

 

, ,
2 comments on “JuDit und die Junge Freiheit
  1. Sieh an sieh an, das ist frei nach Goethe des Pudels wahrer Kern. Da scheinen ja bei Herrn Stein ganz schön die Nerven blank zu liegen, wenn er so aggresiv auf Facebook postet.

  2. Pingback: Halle: Krawall auf Montagsdemo | Preußischer Anzeiger

Kommentar verfassen

Bitte "Daumen drücken"

Mit einem Klick geht es weiter: zeigen Sie was Sie sehen - oder warten Sie wenige Sekunden, um weiterlesen zu können. Vielen Dank!


||Nach oben||||Zur Starseite||||Impressum||

Copyright © 2016 Das Copyright dieser Seite liegt, wenn nicht anders vermerkt, bei Romowe - Beiträge stellen ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.