Linker Wahlkampf ist linkisch! (Wolfgang Luley)

Satire & Humor ,

Mitte April fand an der Technischen Uni in Berlin ein Kongress von gewaltbereiten Linken statt. Als erklärtes Angriffsziel wurde die Alternative für Deutschland „auserkoren“. Diese „Ehre“ durften nun zwei Wahlkampfhelfer in Wolfsburg zu spüren bekommen, allerdings anders, als sie erwartet hatten. Aber der Reihe nach!

Der Linken-Kongress in Berlin fürchtete, die AfD könnte im Mai dieses Jahres ins Europaparlament gewählt werden. Dass Linke ein flottes Verhältnis zur Meinungsfreiheit haben, haben sie schon zu DDR-Zeiten bewiesen, als sie Mauerflüchtlingen, mal eben flott Kugeln in den Rücken gejagt haben. Und nun wollten zwei Anhänger dieser DDR-Zeiten auch mal eben flott zwei Wahlkämpfer der AfD zur Strecke bringen, Entschuldigung, sie wollten ihnen mit Schlagringen und Tritten Demokratie und Meinungsfreiheit beibringen. Ja, man stelle sich vor: dieses freche AfD-Pack läuft durch Wolfsburg und hängt Plakate aus. Und niemand tut etwas dagegen. Also haben sich zwei wackere Recken der Linken gedacht: Da müssen wir für Meinungsfreiheit und Demokratie sorgen!“ Gesagt – getan: Sie lauerten dem AfD-Pack in der Dieselstraße auf und redeten gutherzig mit ihnen. Dass sie die beiden nicht erschossen haben sondern mit Tritten und Schlagringen angingen, hat das miese AfD-Pack aber nicht mit demütiger Haltung quittiert, sondern ihrerseits mit Tritten und Schlägen. Leider endete die friedliche Diskussion mit blauen Flecken und einer Freifahrt ins Revier der Polizei. Natürlich ist die Gegenwehr der beiden Wahlkampfhelfer als faschistischer Akt auf die Meinungsfreiheit und Demokratie zu bewerten. Es kann und darf einfach nicht sein, dass es andere Meinungen gibt, als die von Linken! Es ist einfach undemokratisch, wenn man Stalin und Mao nicht gut findet. Und es ist ein Akt der Barbarei, ein Akt von Faschismus, wenn man Gulags und Todesstreifen missbilligt. Das hat einfach jeder einzusehen! Es ist eine Ehre, linken Terror über sich ergehen lassen zu dürfen!

Der nächste Antifa-Kongress findet in Lüneburg statt. Dazu schreibt die AfD-Niedersachsen auf ihrer Seite „Ein in Kürze geplantes Treffen der Antifa in Lüneburg, hinter dem man Ähnliches vermuten kann, wird dabei von der Stadt Lüneburg durch Bereitstellung eines stadteigenen Saales unterstützt.“ Wem nun vermutet, die Linken an der Regierung (SPD) halten sich Schlägertruppen auf den Straßen (Antifa), die ihnen unliebsame Gegner vom Hals abhält, den halte ich für einen mit klarem Verstand. Aber auch in der Opposition sitzen Abgeordnete, die Gewalt als legitimes Mittel der Politik akzeptieren. So ließ der Grüne Jürgen Trittin in seinem Göttinger Wahlkreis zu, dass seine Grüne Jugend, gemeinsam mit der Antifa, Stände und Plakate der AfD zerstörten. So wirft man dem politischen Gegner Knüppel zwischen die Beine. Dazu gehört auch, dass man diesen gewaltbereiten Linken, Räume zur Verfügung stellt, so geschehen in Berlin und so vorgesehen in Lüneburg. Die linken Seilschaften reichen also von der Regierung, über die Opposition, bin ganz hinunter auf die Straße. Linker Wahlkampf ist linkisch!

Was bei dem DDR-Revival-Kongress in Berlin verwunderte, war die Offenheit der Linken, dass sie mit ihrem Kopf tief im Hintern einer Krise stecken würden So hieß ihr Kongress auch: Antifa in der Krise. Von einer Krise kann aber keine Rede sein. Es sei denn, man bezeichnet den Griff zur Gewalt als eine Hilflosigkeit an Argumenten. Insofern wäre das eine Krise. Wenn man aber bedenkt, wie die Linke in der DDR regiert hat und wie sie generell reagiert, dann findet man in ihrem jetzigen Gebaren keinen Unterschied zu früher. Die Antifa steckt mit ihrem Kopf nicht im Hintern einer Krise, sie steckt mit dem Kopf im eigenen Hintern! Überall wittert sie rechte Umtriebe und will sich als Retter aufspielen. Selbst in der SPD wittert sie Feinde, wie den SPD-Landesvorsitzenden von Berlin, Jan Stöß, dem sie „rechte Ansichten“ unterstellen. Was die Antifa aber wittert, sind nicht so sehr die rechten Umtriebe, sondern den Gestank, der aus ihrem eigenen Hintern kommt. Wer ein Problem damit hat, dass es andere Meinungen gibt, gibt sich selbst als Problem zu erkennen. Und Probleme beginnen, ähnlich wie Unrat, irgendwann zu stinken.

Daran wird auch der DDR-Revival-Kongress in Lüneburg nichts ändern.

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