ARD-Tagesschau mit Bildproblem

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(he) Bilder können manipuliert werden – und werden es immer öfter. Kaum jemand regt sich noch darüber auf, diese Propagandaart gehört zum Standart und ist längst akzeptiert. Doch bei der neuen Tagesschau schaute man genauer hin und fand eine Bildmanipulation.

 

Könnte ein neuer Volkssport werden, die Foto-Manipulationen der @tagesschau aufzuspüren. #tagesschaustudio #photoshop pic.twitter.com/a9rExBOkpg

Nagut. Manipulation ist hoch gegriffen, schliesslich wurde die Grafik nur mit Wellen, Wasser und Himmel erweitert. Doch wo beginnt Manipulation, wo endet sie? Gerade beim Nachrichtenflagschiff "Tagesschau" sollte man diese Frage genau klären. Vielleicht würden dann so manche Videos nicht propagandatechnisch doppelt und dreifach eingesetzt werden, oft in ein anderes Nachrichtenthema verpackt. Man erinnert sich an so manches Video aus Irak, aus dem Sudan – das gern für andere Orte der Welt mehrfach verwendet wurde. Vielleicht wäre so beim Staatssender auch endlich die Diskussion gestartet, ob Propaganda überhaupt im Rahmen des Informationsauftrages liegt. Somit stellt sich auch die Frage, wie einseitig das Staatsfernsehen berichten darf.

Die kleine Welle der Empörung – obwohl nichts geschehen war – hatte jedoch auch sein gutes. Denn die ARD reagierte auf die Zuschauermeldung:

Das Foto wurde von der Grafik ein wenig verlängert ohne den Bildinhalt zu verändern oder gar zu "manipulieren"

Wenn das nicht ein erster Schritt in die richtige Richtung ist …

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