Abzock-Strategie – Teil1

Euro & Finanzen, Satire & Humor, Werbung , ,

Klein angefangen, klein aufgehört

Vielleicht etwas primitiv, aber wirkungsvoll und millionenfach bewährt. Sogar so bewährt dass es Staaten noch heute, nur in einem anderen, da höherem, wirkungsvollerem Maßstab anwenden: die Kloppe!

Die persönliche Konfrontation, seit Urzeiten genutzt, um jemand anderen zu erleichtern. Damals ging es vielleicht um die Mammutkeule oder die Frau. Heute zumeist um Autos, Uhren oder Geld und Gold. Fernsehsender füllen damit Abendprogramme, Filmtheater ihre Kinosäle. Es gibt also genug Anschauungsmaterial:

 

Du suchst Dir dein nächstes Opfer aus und bedrohst es. Vielleicht mit Worten, mit der Faust oder, wenn Du es besonders professionell aussehen lassen willst, mit einer Waffe. Ein Schlagstock könnte ausreichen, aber eine Kalaschnikow macht noch ein wenig mehr her. Dann folgt der berühmte Satz: „Geld her, oder…!“ Diesen musst Du laut und inbrünstig sagen. Am besten mit einer tiefen, festen Stimme. Zumeist wird dein Gegenüber sein Geld, seine Uhr oder Autoschlüssel herausrücken und somit den Besitzer wechseln.

Was so einfach klingt, hat naturgemäß auch einfache Nachteile! So sollte dein Opfer nicht unbedingt viel größer sein als Du. Oder gar austrainierter. Es nützt nichts, wenn Du als Sofaturner einem Chuck Norris-Verschnitt gegenüberstehst. Oder jemanden, der sich besser mit der Waffe auskennt als Du. Deshalb solltest Du dich davor davon überzeugen, dass der später ausgeraubte schwächer und dümmer ist. Vielleicht sogar blind, damit er dich bei einer polizeilichen Gegenüberstellung nicht erkennt. Und taubstumm und lahm. Nicht das er Hilfe ruft, dich an deiner Stimme erkennt oder Dir nacheilen kann. Auch solltest Du die Umgebung des Überfalls sondieren. Unter einer Überwachungskamera ist schlecht geraubt. Denn sonst ist dein Gesicht schnell auf Facebook verteilt und Du kannst nur noch bei „Wer kennt wen“ Freunde suchen. Auch solltest Du vorab schauen, ob es Zeugen geben könnte, die möglichst blind sind oder dank mangelnder Zivilcourage dich nicht wiedererkennen wollen, können oder dürfen. Sei kreativ, dann wird diese Strategie mit Erfolg gekürt.

Wie Du nun selbst siehst, die einfachsten Lösungen sind nicht immer die besten. Denn schnell holt dich die Polizei ab und Du bekommst die Strafe die Dir gebührt.

Auch das Restrisiko, nämlich dass das so ergaunerte Auto vielleicht nur ein Leihwagen ist und daher mit GPS ausgestattet ist; dass dein Opfer nur 10 Euro in der Brieftasche hat und die Uhr aus dem Kaugummiautomaten ist, setzen das Verhältnis zwischen Chance und Gefahr nicht wirklich ins Positive. Viel mehr könnte die Sache sich für dich ins Minus drehen. Aber manchmal hat man ja Glück. Wenn Du soviel Glück hast, dann hättest Du aber auch Lotto spielen können.

Drum auf zur Lektion 2: [aartikel]1497392217[/aartikel] oder als E-Buch / Ebook 

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2 thoughts on “Abzock-Strategie – Teil1”

  1. Hallo Herr Hagen Ernst

    Eine Betrugsart für die Sie hier werben und in diesem Buch vorstellen ist wohl dieses Buch zu verkaufen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Eugen Spass

     

  2. Nein Herr Spass,

    das Buch beinhaltet zwar Betrugsarten, bis hin zum legalen Betrug, den wir täglich erleben müssen, aber ein Buch zu schreiben, ist kein Betrug. Eines verkaufen ebensowenig. Vielleich sollten Sie das Buch bis zum "bitteren Ende" lesen 😉 Viel Spass dabei.

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